Digitaler Mittelstand : Die Suche nach perfekten Leuten für den digitalen Wandel

Digitaler Mittelstand : Die Suche nach perfekten Leuten für den digitalen Wandel

von Kerstin Dämon

Mittelstand goes Digitalisierung: Die Unternehmen stecken mitten im Wandel und brauchen dementsprechend Fachkräfte. Gefragt sind aber nicht die jungen IT-Absolventen. Rund 3000 Betriebe suchen Leute mit Berufserfahrung.

In den deutschen Mittelstand ist digitale Bewegung gekommen: Die Unternehmen wollen (und müssen) durch den Einsatz neuer Technologien effizienter werden. Jedes fünfte Unternehmen legt aber noch eine Schippe drauf und nutzt nicht nur, was es am Markt gibt, um wettbewerbsfähig zu bleiben, sondern setzt die Technologien konsequent für die Entwicklung von Innovationen ein und stellt gleichzeitig das eigene Geschäftsmodell auf den Prüfstand.

Das zeigt die Studie "Unternehmen Zukunft: Transformation trifft Tradition", für die TNS Infratest im Auftrag der Commerzbank 4000 mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 2,5 Millionen Euro befragt hat.

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Jobmotor statt Jobkiller

Das Erfreulichste an der Studie ist, wie positiv die Befragten die Veränderungen interpretieren. Während eine Allensbach-Umfrage aus dem April dieses Jahres belegte, dass der Bürger den Megatrends Digitalisierung und Industrie 4.0 eher ablehnend gegenübersteht, gehen die befragten Unternehmer davon aus, dass die Digitalisierung über kurz oder lang zu einem Beschäftigungswachstum führen werde.

Wegen des digitalen Wandels planen 43 Prozent der befragten 4000 Mittelständler, neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einzustellen. Schließlich muss sich irgendwer auch um die neuen Technologien und zusätzlichen Geschäftsfelder kümmern. 48 Prozent gehen davon aus, dass ihr Personalbestand gleich bleiben wird, weil sich Einspareffekte durch die Automatisierung - der befürchtete Jobkiller - und wachstumsbedingte Neueinstellungen ausgleichen werden. Entsprechend rechnen nur acht Prozent mit einem negativen Beschäftigungseffekt.

Diese Berufe lassen sich am einfachsten durch Computer ersetzen

  • Back- Konditor-, Süßwarenherstellung

    Mit 75,3 Prozent weisen Berufe aus dem Bereich Back- und Süßwarenherstellung ein hohes Substituierbarkeitspotenzial auf.

  • Bank-, Versicherungsfachleute

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei den Bank-, Versicherungsfachleuten bei 39,5 Prozent.

  • Bauberufe, Holz-, Kunststoffbe- und -verarbeitung

    Mit 24,1 Prozent ist das Substituierbarkeitspotenzial in diesem Bereich verhältnismäßig gering.

  • Bergleute, Mineralgewinner

    Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 83,9 Prozent.

  • Berufe in der Körperpflege

    Berufe in der Körperpflege sind so gut wie gar nicht durch Maschinen oder Computer zu ersetzen. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei gerade einmal 2,3 Prozent, da es sich um eine schwer substituierbare Routine-Tätigkeit handelt.

  • Bürohilfsberufe, Telefonist(en/innen)

    Bürohilfskräfte oder Telefonisten sind verhältnismäßig leicht zu ersetzen, sie weisen ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial auf (54,7 Prozent).

  • Chemie-, Kunststoffberufe

    Auch in der Chemie gilt: Zusammensetzung und Dosierungen kann ein Computer berechnen, nur die Hilfsarbeiten nicht. Das Substituierungspotenzial liegt bei 89,8 Prozent.

  • Designer/innen, Fotograf(en/innen), Reklamehersteller/

    Das Substituierbarkeitspotenzial bei Designer/innen, Fotograf(en/innen) und Reklamehersteller/innen ist mit 27,6 Prozent verhältnismäßig gering.

  • Elektroberufe

    Elektroberufe lassen sich im Durchschnitt zu 75,6 Prozent von Computern erledigen. Dabei sind Kraftwerker/innen mit 71,9 Prozent verhältnismäßig besser substituierbar als Ingenieure/innen in der Fernsehtechnik (60,6 Prozent).

  • Fahr-, Flugzeugbau, Wartungsberufe

    Berufe im Bereich Fahrzeug- und Flugzeugbau, sowie Wartungsberufe können zu 67,4 Prozent von Maschinen übernommen werden.

  • Feinwerktechnische, verwandte Berufe

    Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 54,3 Prozent.

  • Finanz-, Rechnungswesen, Buchhaltung

    Das Berufssegment der „Unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe“ ist mit 69,9 Prozent durch ein besonders hohes Substituierbarkeitspotenzial gekennzeichnet. Viele Dienstleistungen für Unternehmen, wie Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Dienstleistungen im Rechnungswesen oder im Controlling, könnten heute bereits heute von Computern erledigt werden.

  • Fleischer/innen

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 39,7 Prozent.

  • Geschäftsführung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung

    Administrative und organisatorische Arbeiten, etwa der Geschäftsführung, könnten bereits heute zu einem nicht unwesentlichen Teil durch Computer ersetzt werden. Auch analytischen Aufgaben (im Management oder der Beratung) können durch den Einsatz von Computern unterstützt werden. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 28,8 Prozent.

  • Gesundheitsberufe mit Approbation

    Bei den Gesundheitsberufe mit Approbation liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 5,7 Prozent.

  • Gesundheitsberufe ohne Approbation

    Gesundheitsberufe ohne Approbation befinden sich auf der Schwelle zu einem mittleren Substituierbarkeitspotenzial: Mit einem Wert von 29,9 Prozent sind sie gerade noch geringfügig ersetzbar.

  • Getränke, Genussmittelherstellung, übrige Ernährungsberufe

    Berufe aus dem Berufsfeld Getränke und Genussmittelherstellung lassen sich mit einem Wert von 79,1 Prozent verhältnismäßig leicht durch Computer substituieren.

  • Groß-, Einzelhandelskaufleute

    Einzelhandelsberufe, aber auch Groß- und Außenhandelsberufe und berufliche Tätigkeiten rund um die administrativen und organisatorischen Büro- und Sekretariatsarbeiten könnten bereits heute zu einem nicht unwesentlichen Teil durch Computer ersetzt werden. Das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 34,3 Prozent.

  • Hausmeister

    Ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial (44 Prozent) weisen Hausmeister und Hausmeisterinnen auf.

  • Hotel-, Gaststättenberufe, Hauswirtschaft

    In der Gastronomiebranche ist das Substituierbarkeitspotenzial gering, es liegt gerade einmal bei 18,2 Prozent. Besonders schwer zu ersetzen sind Helfer im Veranstaltungsservice (17,5 Prozent). Verhältnismäßig leichter substituierbar sind Betriebswirte, die für das Catering beziehungsweise die Systemverpflegung zuständig sind (27 Prozent). Tätigkeiten wie zum Beispiel die Kalkulation und Planung, die in den Aufgabenbereich dieser Fachkräfte fallen, könnten in Zukunft durchaus durch Computer ersetzt werden. Dass ein "menschlicher Servierer" durch einen Roboter ersetzt wird, ist dagegen eher unwahrscheinlich, genauso wie Hotelsekretär(e)/innen.

  • Industrie-, Werkzeugmechaniker/innen

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 74,3 Prozent.

  • Ingenieur(e/innen)

    Dieses Berufsfeld weist mit 36,1 Prozent ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial auf.

  • IT- und naturwissenschaftliche Berufe

    Abgesehen von den Experten haben gerade die IT- und naturwissenschaftlichen Berufe ein hohes Substituierbarkeitspotenzial, weil viele Tätigkeiten zu Routinetätigkeiten gemacht werden. So schreiben heute bereits viele IT-Fachkräfte Computerprogramme, die Routinen programmieren und sie damit von einfachen Programmieraufgaben entlasten. Vor diesem Hintergrund ist das hohe Substituierbarkeitspotenzial von mehr als 65 Prozent für Fachkräfte in diesem Berufssegment wenig verwunderlich.

    Quelle: Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

  • Köche

    Am Herd liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 24,4 Prozent. Denn auch wenn Thermomix & Co. vieles können: Sie können sich weder selbstständig befüllen, noch können sie sich ein sieben-Gänge-Menü ausdenken oder die Qualität der Lebensmittel beurteilen und Extrawünsche berücksichtigen.

  • Künstler/innen, Musiker/innen

    Auch Künstler und Musiker können schlecht von Maschinen imitiert werden. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei knapp 24 Prozent.

  • Land-, Tier-, Forstwirtschaft, Gartenbauberufe

    Das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 39,2 Prozent. Doch auch hier gilt: Der Ingenieur ist leichter zu ersetzen als derjenige, der die Melkmaschine anlegt oder die Kuh füttert bzw. den Futterautomaten befüllt.

  • Lehrer/innen

    Auch der Beruf des Lehrers hat im Zuge der Digitalisierung noch eine Zukunft: Das Substituierbarkeitspotenzial ist mit 3,1 Prozent besonders gering. Im Berufssegment "Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe" weisen Musiklehrer sogar ein Substituierbarkeitspotenzial von 0 Prozent auf.

  • Luft-, Schifffahrtsberufe

    Bei den Luft- und Schifffahrtsberufen können 46,7 Prozent aller Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden.

  • Metall-, Anlagenbau, Blechkonstruktion, Installation, Montierer/innen

    Geht es darum, aus dem hergestellten Material ein Auto oder eine Maschine zu bauen, können Computer 67,2 Prozent der Tätigkeiten übernehmen.

  • Metallerzeugung, -bearbeitung

    In der Metallerzeugung können 82,5 Prozent aller Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden.

  • Packer/innen, Lager-, Transportarbeiter/innen

    Im Segment der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungsberufe fällt vor allem das hohe Substituierbarkeitspotenzial der „Verkehrs- und Logistikberufe“ auf. Etwas mehr als 43,2 Prozent der Tätigkeiten von Lager- und Transportarbeitern oder (Post-)Boten können bereits heute von Computern ersetzt werden. Im Durschnitt ergibt sich für das Berufsfeld ein Substituierbarkeitspotenzial von 43,2 Prozent.

  • Papierherstellung, -verarbeitung, Druck

    In der Papierherstellung sind Experten gefragt, die Tätigkeiten von Helfern und einfachen Fachkräften sind bis zu 82 Prozent ersetzbar. Insgesamt liegt das Substituierungspotenzial bei 79,9 Prozent.

  • Personenschutz-, Wachberufe

    So gut wie nicht durch Maschinen ersetzbar sind Personenschutz- und Wachberufe. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei nicht mal 6 Prozent.

  • Publizistische, Bibliotheks-, Übersetzungs-, verwandte Wissenschaftsberufe

    Auch Publizistische, Bibliotheks-, Übersetzungs- und andere, verwandte Wissenschaftsberufe weisen ein geringes Substituierbarkeitspotenzial auf: Es liegt bei knapp 23 Prozent.

  • Rechtsberufe

    In der Branche der Rechtsberufe liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 18,4 Prozent.

  • Reinigungsberufe

    Die Substituierbarkeit der „Reinigungsberufe“ ist eher niedrig, weil z. B. staubsaugende Roboter nach wie vor nicht so gründlich

    reinigen können wie man es von menschlichen Reinigungskräften erwartet. Weil diese Berufssegmente von schlecht automatisierbaren, meist manuellen Tätigkeiten dominiert werden, sind sie auch nur schlecht durch Computer ersetzbar. Nur rund 40 Prozent der Tätigkeiten einer Reinigungsfachkraft können von einem Roboter übernommen werden.

  • Sicherheitsberufe

    Auch Sicherheitsberufe erfordern menschliches Geschick und Gespür. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei gerade einmal rund 16 Prozent. Besonders Fachkräfte sind in dieser Branche nicht durch Roboter zu ersetzen, Helfer sind dagegen leichter substituierbar.

  • Sicherheitsberufe

    Die Tätigkeiten eines Helfers in einem Sicherheitsberuf lassen sich zu 30 Prozent von einem Roboter oder einem Algorithmus erledigen. Auch wenn bereits heute Wachschutzroboter Alarm bei ungewöhnlichem Geschehen in Tiefgaragen oder auf Parkplätzen geben, ist es kaum vorstellbar,

    dass zukünftig im Justizvollzug oder bei polizeilichen Ermittlungen auf den Menschen verzichtet werden kann.

    Die Aufgaben einer Fachkraft im Sicherheitsbereich haben dennoch ein Substituierbarkeitspotenzial von 50 Prozent, ähnlich hoch ist das Potenzial bei Spezialisten. Die Tätigkeiten von Sicherheitsexperten können dagegen nur zu 32 Prozent ersetzt werden.

  • Sonstige kaufmännische Berufe (ohne Groß-, Einzelhandel, Kreditgewerbe)

    Das Substituierbarkeitspotenzial in den sonstigen kaufmännischen Dienstleistungsberufen liegt bei 26,9 Prozent.

  • Soziale Berufe

    Ebenso die sozialen Berufe, bei denen das Substituierbarkeitspotential bei 5,3 Prozent liegt.

  • Spinnberufe, Textilhersteller/innen, Textilveredler/innen

    Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 74,2 Prozent. Mit 75,9 Prozent sind besonders Helfer/innen verhältnismäßig leicht zu ersetzen.

  • Steinbearbeitung, Baustoffherstellung, Keramik-, Glasberufe

    Die Herstellung von Glas und Keramik und das Behauen von Steinen können zu 82,1 Prozent Maschinen erledigen.

  • Techniker/innen

    Techniker/innen weisen ein Substituierbarkeitspotenzial von 55,1 Prozent auf.

  • Technische Sonderkräfte

    Das Substituierbarkeitspotenzial der technischen Sonderkräfte liegt mit 69,9 Prozent besonders hoch.

  • Technische Zeichner/innen, verwandte Berufe

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 69,2 Prozent.

  • Textilverarbeitung, Lederherstellung

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 74 Prozent. Verhältnismäßig schlecht substituierbar sind Zuschnittleiter/innen (43,9 Prozent).

  • Verkaufsberufe (Einzelhandel)

    Dass Computer nicht nur die Produktionsberufe, sondern auch die Dienstleistungsberufe verändern werden, zeigt sich auch im Berufssektor „Kaufmännische Dienstleistungsberufe“. Automatische Kassensysteme sind schon lange keine Zukunftsmusik mehr und so liegt das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial bei den Helfern und Fachkräften der Verkaufsberufe, etwa Verkäufer/innen oder Kassierer/innen, bei über 43 Prozent.

  • Verkehrsberufe

    Das Segment der Verkehrsberufe ist mit durchschnittlich 19,5 Prozent durch ein geringes Substituierbarkeitspotenzial gekennzeichnet. Trotz selbstfahrender LKW und PKW gilt das Führen eines Fahrzeuges derzeit noch nicht durch Computer ersetzbar, weil diese gegenwärtig nur teilautonom, zu Testzwecken und nur auf bestimmten Strecken zum Einsatz kommen können. Vor allem in unvorhersehbaren und unübersichtlichen Verkehrssituationen – wie Baustellen oder Unfällen – sind die technischen Fahrassistenzsysteme noch nicht in der Lage, angemessen zu reagieren.

  • Verkehrs- und Logistikberufe

    Betrachtet man den Berufssektor „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungsberufe“ fällt vor allem das hohe Substituierbarkeitspotenzial der Helfer in den „Verkehrs- und Logistikberufen“ auf. Etwas mehr als 60 Prozent der Tätigkeiten von Lager- und Transportarbeitern oder (Post-)Boten können bereits heute von Computern ersetzt werden. Und die Arbeit einer Fachkräfte aus der Logistikbranche, die kein Paket anpackt, keinen Laster belädt und keine Palette abräumt, kann zu 100 Prozent ein Computer übernehmen. Auch der Logistikspezialist, der Routen plant, muss zittern: Seine Tätigkeiten sind ebenfalls zu 100 Prozent substituierbar.

  • Vermessungswesen

    Berufe aus dem Vermessungswesen sind zu 52,7 Prozent substituierbar.

  • Verwaltungsberufe im Öffentlichen Dienst

    Das Substituierbarkeitspotenzial bei Verwaltungsberufen im Öffentlichen Dienst liegt bei 16,2 Prozent.

  • Warenprüfer/innen, Versandfertigmacher/innen

    Die Warenprüfung ist leicht durch Computer substituierbar. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 78,9 Prozent.

  • Werbefachleute

    Da kreative Intelligenz (z. B. Kunst, kreative Problemlösungen) in naher Zukunft nicht von (computergesteuerten) Maschinen ersetzt werden kann, liegt das Substituierbarkeitspotenzial  der Werbefachleute bei nur 19,1 Prozent.

Zum Vergleich: 2015 gingen noch 40 Prozent der Unternehmer davon aus, dass die Digitalisierung ein Jobkiller sei. "Der Mittelstand gehört ganz klar zu den Gewinnern der digitalen Transformation, weil er typischerweise auf Geschäftsfeldern agiert, wo Expertenwissen, Innovation und Flexibilität eine große Rolle spielen. Deshalb wird hier der Bedarf an Fachleuten weiter steigen, während es eher die einfacheren, standardisierten Tätigkeiten sind, die zunehmend von vernetzten Maschinen erbracht werden können", erklärte Markus Beumer, Vorstand der Commerzbank und dort verantwortlich für das Mittelstandsgeschäft.

Digitalisierung "Wer ein straffes Pensum vorgibt, will keine Kreativität"

Die Commerzbank hat am Mittwoch ihre Mittelstandsstudie veröffentlicht. Commerzbank-Vorstand Markus Beumer spricht im Interview über Digitalisierung, wachsenden Personalbedarf und Führungsfehler in Unternehmen.

Digitalisierung Quelle: dpa

Dass der Mittelstand in punkto Innovationskultur den großen Konzernen eine lange Nase macht, haben schon andere festgestellt. Allerdings hat der Mittelstand gegenüber den Dax 30 einen Nachteil: Die Unternehmen tun sich schwerer in der Rekrutierung ihrer Mitarbeiter. Anders als bei Daimler, Porsche & Co. gehen bei Hassia oder Trumpf keine zehntausend Bewerbungen im Monat ein.

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