Erfolgreich führen: Das Ego, der große Spielverderber

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Erfolgreich führen: Das Ego, der große Spielverderber

Positiv auf andere einzuwirken, sie zu Leistungen zu motivieren, ist das höchste Ziel der Führung. Wenn da nicht das Ego wäre, dieses Ergebnis von Angst und Unsicherheit, das nicht nur dem Herzen in die Quere kommt, sondern auch Erfolge verhindert.

Vermutlich jeder Mensch und sicher jeder Manager möchte Erfolg haben. Nur ist die Frage, was Erfolg bedeutet. Vorher festgelegte Ziele erreichen oder übertreffen? Bonus kassieren und jedes Mal mehr erhalten? Oder vielleicht doch andere weiter bringen, um den Erfolg auch nachhaltig zu sichern? Oder sogar Werte schaffen und einen Beitrag leisten für die Gesellschaft/Gemeinschaft?

Die Antworten auf diese Fragen kommen entweder vom Ego – dem auf sich selbst bezogenen Konstrukt der gelernten Identität - oder von dem, was wir gerne das "Herz" nennen, nämlich die Quelle der Verbundenheit mit anderen, eine Instanz, die sich am gemeinsamen übergeordneten Nutzen orientiert.

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Für Menschen mit Führungsverantwortung stellt sich die Frage noch anders: Welche Wirkung hat ihre Führung? Und welche Wirkungskraft soll von Führung heute erwartet werden?

Bestimmt würden die meisten Manager sagen, dass sie "wirken" möchten. Auf das Umfeld, auf andere Menschen. Und diese Auswirkungen sollen natürlich positiv sein. In der Praxis ist es aber in den meisten Fällen so, dass das Ego dieser gewünschten und auch möglichen positiven Wirkung den Garaus macht.

Ich habe in meiner Beratungsarbeit mit Führungskräften oft mit Managern zu tun, die zwar möchten, dass ihre Führung die Mitarbeiter zu mehr Engagement und Leistungssteigerung motiviert, die aber genau das nicht erreichten.

Wie innerer Friede hilft Besser führen ohne durchzudrehen

Wer führen will, muss sterben können. Also im übertragenen Sinne. Er muss Abstand gewinnen und innere Ruhe finden. Wie das gehen soll, und wie man Ausraster dadurch vermeidet, erklärt Professor Michael Bordt.

Quelle: Fotolia

Was kam dazwischen, wenn die Absicht doch gut war? Das Ego! Zum Beispiel in der Weise, dass die eigenen extrinsischen Treiber für Motivation auf andere übertragen wurden: nämlich besser dazustehen, die internen Konkurrenten im Geschäft zu schlagen, endlich auf die Beförderungsliste zu kommen. Nur zu blöd, dass die meisten Mitarbeiter, zum Teil auch andere Führungskräfte, vielmehr daran interessiert waren, einfach gute Arbeit zu leisten, bei den Kunden gut anzukommen, sowie im Team gemeinsam Freude zu haben.

Die Unfähigkeit, andere Perspektiven einzunehmen und zu akzeptieren, kommt vom Ego, welches - eher unbewusst - ständig im sogenannten „Überlebenskampf“ ist und alles tut, um sich von anderen positiv abzuheben aus Angst, zu versagen, Schwächen zu zeigen und wegen diesen schlecht bewertet zu werden.

Die Selbstbezogenheit vieler Manager nimmt im Laufe ihrer Karriere zu, da dieses Ego immer mehr Nahrung erhält, sich immer stärker beweisen muss gegen Konkurrenz. Die innere Angst wächst, die Unsicherheit auch. Diese müssen versteckt werden, um sich zu schützen.

Was ist die Wirkung, die Auswirkung solcher Selbstbezogenheit? David Marcum und Steven Smith schreiben in ihrem Buch „Egonomics“ (2007), dass sie nach vielen Interviews mit Führungskräften zu einem zunächst erstaunlichen Ergebnis kamen, das bei tieferem Nachdenken gar nicht so erstaunlich ist.

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