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Fernsehsendung: Das ZDF schickt den "Firmenretter"

21. Dezember 2012
"Firmenretter" Raimund Milz (links) im Einsatz Quelle: pressebildBild vergrößern
"Firmenretter" Raimund Milz (links) im Einsatz Quelle: pressebild
von Ferdinand Knauß

Was RTL mit "Raus aus den Schulden" vormachte, macht das ZDF mit dem "Firmenretter" nach. Unternehmensberater Raimund Milz führt Sozialpädagogik für Kleinunternehmer vor.

"Jürgen, die Leute, die deinen Laden retten wollen, sind hier", ruft Hannelore hinter der Kasse. Jürgen ist Inhaber eines völlig vertrödelten Trödelmarkts in Duisburg und die Leute sind "Der Firmenretter" und das Filmteam, das ihn im Auftrag des ZDF begleitet.

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ZDFInfo hat sich bei Peter Zwegat und "Raus aus den Schulden" die Idee für eine neue Doku abgekupfert. Sein Zwegat heißt Raimund Milz und ist ein früherer Geschäftsführer, der sich mit der Unternehmensberatung Business-Navigatoren selbständig gemacht hat. Die Klientel - zumindest vor der Kamera - ist ähnlich hilfsbedürftig. Während Zwegat Menschen aus der Privatinsolvenz heraushilft, versucht Milz ihre mitleiderregenden Firmen zu retten. Die Methoden sind dieselben. Das geht los mit der Zwegat'schen Aufstelltafel, an der die traurigen Kennziffern des Ladens vorgeführt werden. Jürgen ist ein Händler, der nicht weiß, was er anzubieten hat. Lektion eins erteilt Milz schon nach wenigen Minuten: "Wenn der Kunde nach was bestimmtem fragt, muss ich wissen, ob und wo ich es habe." Für Jürgen scheint das eine ganz neue Erkenntnis zu sein. Seine Hoffnung auf verborgene Schätze inmitten des Gerümpels wird enttäuscht. Ein eigens einbestellter Antiquitätenhändler will nichts kaufen.

Mit den für solche Elendsreportagen typischen pädagogischen Methoden geht es dann los. Milz fordert Jürgen und seine drei Mitarbeiterinnen auf, Vorschläge zu machen, wie der Laden besser sortiert und verschönert werden könnte. Und siehe da, in den 400-Euro-Job-Angestellten schlummert Engagement und unternehmerische Kreativität. Was man von Eigentümer Jürgen nicht gerade behaupten kann. Er kommandiert lieber herum und verkündet stolz in die Kamera, wie toll das sei, Befehle zu erteilen. "Aus dramaturgischen Gründen Firmen oder Personen vorzuführen, liegt mir fern", sagt Milz laut Pressemitteilung. Aber natürlich wird jener Jürgen doch vorgeführt.

Nach "einigen Wochen" kommt Milz noch mal in den "Schwarzmarkt" zurück und erkundigt sich, wie es so läuft. Jürgen gibt sich optimistisch, aber ob er wirklich gerettet ist, weiß auch Milz nicht zu sagen. Das Chaos, so kann man jedenfalls deutlich sehen, hat sich wieder seinen Stammplatz in Jürgens Laden zurückerobert.

Der "Firmenretter" zeigt einen Blick auf Unternehmertum in seiner rudimentären Form, wo jeder verdiente Euro bitter nötig ist. Das Problem von unternehmerischem Risiko und Haftung stellt sich nicht. Die Alternative zum unternehmerischen Erfolg ist hier nicht die dicke Abfindung sondern Hartz IV. Auch wenn die Zweifel an der tatsächlichen Rettbarkeit von Jürgens Laden groß bleiben, die Botschaft der Sendung ist jedenfalls willkommen: Packt an!

Die erste Folge des Firmenretters ist am 28.12. um 9.45 Uhr zu sehen, die beiden weitere Folgen gleich anschließend um 10.30 Uhr und am nächsten Tag um 10.45 Uhr.

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