Führungskräfte-Studie: Mehr weibliche Chefs – mehr Erfolg?

Führungskräfte-Studie: Mehr weibliche Chefs – mehr Erfolg?

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Laut Studie sind Unternehmen erfolgreicher, die mehr Frauen in Führungspositionen beschäftigen.

von Lisa Oenning

Unternehmen mit mehr Frauen in Führungspositionen sind laut einer US-Studie profitabler. Ob es einen Zusammenhang gibt, ist unwahrscheinlich. Ein Experte sagt aber: "Frauen können ein erfolgskritischer Faktor sein."

Frauen in Führungspositionen machen das Unternehmen erfolgreicher. Das befindet zumindest eine Studie des Peterson Institutes for International Economies hervor, für die fast 22.000 Unternehmen aus 91 Ländern ausgewertet wurden. Demnach machen Unternehmen, die den Anteil weiblicher Mitarbeiter in den Chefetagen erhöhen, 15 Prozent mehr Netto-Umsatz.

Es ist allerdings fraglich, ob es hier einen direkten Zusammenhang gibt. Zwar ist die Datenmenge dieser Studie riesig, aber das sagt nichts über die Kausalität aus: Die Studie lässt die Fragen unbeantwortet, ob Unternehmen mehr Umsatz machen, weil Frauen besser wirtschaften oder ob es in den jeweiligen Abteilungen mehr Personal – und damit auch Frauen – gibt, weil der Umsatz gestiegen ist.

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Zudem stellten die Wissenschaftler fest, dass Firmen mit einer Frauenquote nicht unbedingt mehr Umsatz machten als andere. Nur, dass diejenigen Unternehmen besonders erfolgreich seien, die auf allen Ebenen Frauen befördern.

Frauen in Führungspositionen Von wegen liebe Frauen und harte Männer

Chefinnen sind gut für's Arbeitsklima, Chefs knallharte Entscheider. Quatsch. Je mehr Frauen in einem Unternehmen an der Spitze stehen, desto weniger unterscheidet sich ihr Verhalten von dem der männlichen Kollegen.

Eine Frau in hohen Pumps  Quelle: dpa

Frauen als erfolgskritischer Faktor

Peter Herrmann, Präsident des Deutschen Bundesverbandes Deutscher Volks- und Betriebswirte, glaubt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg eines Unternehmens und der Anzahl an Frauen in Führungspositionen gibt. Er leitet selbst ein mittelständisches IT-Unternehmen, in dem vier von zehn Mitarbeiter weiblich sind.

"Der Frauenanteil in der Chefetage ist vor allem dann wichtig, wenn Frauen zur Zielgruppe des Produktes oder einer Dienstleistung gehören." Durch ihre Position könnten sie das Produkt wesentlich mitgestalten und den Betrieb so zum Erfolg führen.

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Zwar belegen viele Studien, dass männliche und weibliche Führungskräfte sich meistens in wichtigen Eigenschaften wie Sensibilität und Konfliktbereitschaft nicht mehr unterscheiden. Doch darauf kommt es in diesem Fall nicht an.

"Erfolgskritisch ist das Gefühl für die Märkte. Frauen wissen natürlich durch ihre Perspektive viel besser, was Frauen sich bei einem Produkt oder einer Dienstleistung wünschen", sagt Herrmann.

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