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Geschlechterkampf: Mittelstand als Chance für karrierehungrige Männer

von Claudia Tödtmann

In Zeiten der Frauenquoten sinken die Karrierechancen für Männer. Personalberaterin Sabine Hansen rät ihnen auszuweichen, zum Beispiel zu quotenfreien Mittelständlern.

Sabine Hansen Quelle: Presse
Sabine Hansen sieht für Männer in bestimmten Unternehmensbereichen schlechte Chancen. Quelle: Presse

WirtschaftsWoche: Frau Hansen, müssen wir uns jetzt Sorgen um die Zukunft unserer Söhne machen?

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Hansen: Nicht um die Guten. Die haben kein Problem und werden ihren Weg machen. Aber lassen Sie´s mich mal präzisieren. Nach oben kommen sowieso nicht immer die besten, sondern die, die sich am besten durchbeißen können - die sind es, die es auch so schaffen.

Von welchen Bereichen raten Sie karrierewilligen, jungen Männer heute ab?

Ganz klar: Dem Personalbereich, Compliance und Social Responsibility. Das sind die Felder, in denen die Unternehmen - allen voran die DAX-Konzernen -  momentan am ehesten mit Managerinnen aufrüsten.

Geschlechterkampf Die Frauenquote bremst Männer aus

Die Gleichstellungspolitik führt zu Panik in Unternehmen: Sie besetzen Chefposten bevorzugt mit Frauen. Aber wohin mit den vielen aufstiegswilligen Männern?

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...in der Hoffnung, dass sie da keinen Unfug anrichten. Aber üben nicht manche Großunternehmen auch richtig Druck aus auf ihre Führungskräfte, damit sie Frauen befördern?

Stimmt, sie schreiben es den Managern - und auch den Managerinnen - zum Beispiel in ihre Zielvereinbarungen hinein. Halten sie sich nicht dran und befördern sie weiter ausschließlich Männer, drohen ihnen saftige Strafen bis hin zum Gehaltsabzug. Und sie kommen unter ziemlichen Rechtfertigungsdruck, müssen vor HR-Gremien ihre Einstellungen von qualifizierten Männern verteidigen.

Welche weiteren Maßnahmen beobachten Sie in den Unternehmen zur Frauenförderung?

Firmen wie Henkel, die bereits einen Frauenanteil von 30 Prozent in Führungspositionen haben, setzen auf gezieltes internes als auch externes Mentoring und Coaching. Die angesprochene Haudegen-Doppelspitze dagegen wird primär beim geplanten CEO-Wechsel mit branchenfremden Top-Managen eingesetzt - bei der Frauenförderung noch ein selten angewandtes Mittel. Die könnte aber mit Einführung einer festen Frauenquote ein passender Weg sein, um schnell Frauen in die Chefetage zu bringen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.08.2012, 12:43 Uhrgeorgcharlson


    Eigentlich sagt Frau Hansen vieles was "trivial" ist - aber trotzdem heute häufig NICHT so recht "wahrgenommen" wird:
    1.) Ausweichen auf den quotenfreien Mittelstand - hier gelten weniger die Gesetze der "Soziologie" & des Herdentriebes als eben die nüchternen Regeln der "Zahlen-Bilanz". Ein marktnaher Mittelstand kann sich gar nicht so "sachfremde Entscheidungen" leisten - da schlägt doch sofort der Markt und ggf. die Insolvenz zu....
    2.) Sicherlich sind "feminine Eigenschaften" eher im Personalbereich, Social Responsibility ("soft Skills") und Compliance ("Folgsamkeit") angesiedelt - dies ist i.d.R. weniger eine "Männerdomäne".

    3.) Auch ihre Analyse zu den aktuellen Ereignissen und den hier erfolgten "Frauenpositionierungen" ist weitgehend zutreffend: Aktuell erscheinen Frauen Männerpositionen im Top-Management zu erobern, wenn zuvor die "männliche Führungskunst" versagte oder Männer entsprechende Positionen nicht haben wollen (Rank Xerox; HP & Apotheker). Ebenso der "Ablenkungsaspekt" beim Einsatz von weiblichen Führungskräften (als Mittel zum Zweck!) - schlechte Presse der Telekom wegen Datenskandalen und Performance - erstmalige Bekanntgabe einer verbindlichen Frauenquote (im Führungsbereich) bei einem DAX-Konzern in der Größenordnung von 30% - obwohl ja schon der ex-Staatsbetrieb eine (historisch gewachsene & verordnete) Frauenquote um die 20% bereits hatte(!!!). Also eigentlich nur die Fort/Überführung der üblichen täglich eingeübten Kosmetikregeln in die (männliche) Berufswelt.....(Tarnen und Täuschen)......hier läßt sich als Schlußfolgerung ziehen - vielleicht sollte man mal als Nachfolger von Obermann auf der Telekom-Dauerbaustelle mal einer Frau eine Chance geben und damit Sattelberger's Frauenquote "toppen".....

  • 15.08.2012, 14:09 UhrOmarius

    anstatt die diskriminierung anzuprangern die im kommen ist...
    sollen kerle lieber dem konflikt ausweichen....? anscheind steht schon fst das unrrcht zu recht wird
    merken die damen überhaupt dem dumpfen beigeschmack ?
    verhaltensmuster bei jungs die eigntlich normal sind werdn heute als "auffälligkeit" behandelt weil die nicht so folgsam sind wie mädchen... das usus an den schulen das alles auf die "mädels" eingeht. und die jungs neberherlaufen... mein eindruck

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