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Globalisierung: Deutsche Fachkräfte für Brasilien

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Australien:

Wer noch keinen Arbeitgeber vor Ort hat, muss 120 Punkte sammeln – mit Englischkenntnissen, Fachwissen, Studium: bis zu 60 gibt es etwa für einen gefragten Beruf, bis zu 30 für Jugend – wer über 45 ist, hat wenig Chancen.

Bild: gms

Das chinesische Unternehmen hatte – ganz klassisch – in einer deutschen Zeitung eine Anzeige geschaltet, auf die sich Vogelsang meldete. „Ich wollte mal was anderes machen und brauchte Luftveränderung“, erzählt der Deutsche.

In Peking musste er sich erst an ein komplett neues Arbeiten gewöhnen. Vogelsang hatte in Deutschland die meiste Zeit in Besprechungszimmern verbracht, in China steht er an der Front: Der deutsche Experte zeigt Arbeitern, wie man Qualitätsmöbel baut. „Ich versuche, Hierarchien zu vermeiden“, sagt Vogelsang, die Tür zu seinem Büro in Peking steht die meiste Zeit offen.

Boloni gehört mittlerweile zu den führenden chinesischen Möbelanbietern. In der Produktion in Peking beschäftigt das Unternehmen 2500 Arbeiter. Boloni vertreibt Küchen, Bäder, Sofas, Türen, Fußböden. Und auch wenn das chinesische Unternehmen keine Expat-Pakete wie Daimler oder Siemens schnürt, ist der Job im Reich der Mitte inzwischen auch für Nicht-Chinesen attraktiv.

Vogelsangs Vertrag sieht erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile vor, der Arbeitgeber zahlt einen Mietzuschlag für das Haus in Peking, die Schulgebühren für die beiden Kinder und pro Jahr einen Heimflug für die ganze Familie.

Ausländer fürs Image

Es sind Macher und Antreiber wie Vogelsang, die für den Technologietransfer vom alten Deutschland in die neue Welt stehen. Sie bilden vor Ort Mitarbeiter aus, entwickeln neue Produkte, optimieren Vertrieb und Marketing.

„Arbeitgeber wollen heutzutage aber ganz genau wissen, wie ihnen ein Ausländer weiterhelfen kann“, sagt Michael Germershausen, Moskau-Chef der Personalberatung Antal. In Russland etwa hätten in den Neunzigerjahren viele Unternehmen einen „Ausländer fürs Image“ beschäftigt. Heute suchen Unternehmen Fachleute für das mittlere Management – von der Lebensmittelproduktion über Marketing bis hin zum Vertriebschef.

Die Russen ziehen den Hut vor allem vor deutschen Handwerkern, die sie zuweilen in leitende Positionen hieven – so wie Markus Trefz. Der 44-Jährige ist „ein einfacher Metzgermeister aus Schwaben“, wie er betont. Vor zehn Jahren wollte er raus aus Deutschland und ging für einen österreichischen Wurstfabrikanten nach Russland.

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Nach wechselnden Stationen in Moskau und Dubai schafft der Schwabe seit vorigem Jahr für den russischen Wursthersteller Vadim Dymov – ein Moskauer Jungunternehmer, der das seit Sowjetzeiten darbende Wurst- und Fleischgeschäft mit Premiumware revolutionieren will.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 07.04.2012, 17:18 Uhrxyz

    jetzt wird schon wieder behauptet, es läge am Ausbildungssystem. Wer mal den Test für australische Einwanderer gemacht hat, der weiß, dass man mehr Punkte gutgeschrieben bekommt, wenn man mindestens einen Bachelor hat. Gerade in Australien gibt es auch für Handwerksberufe oft einen Bachelor, Master bis hin zum PhD, z.B. bei Carpentry.

    Des Weiteren sollten all diese Länder mal mehr in Bildung der eigenen Bevölkerung investieren und Studiengebühren senken, falls Fachkräfte fehlen sollten.

    für ne duale Ausbildung gibt es für australische Einwanderer nicht einen Punkt! Die gibts ab Bachelor -- einem dort 3jährigen Studium. Wahrscheinlich wird die Ausbildung gerade mal gleichgestellt mit einem Zertifikat, einem Bildungsabschluss der gerade mal 1 - 1,5 Jahre dauert!

    und die niedrige einstufung im EQR wird das noch verschärfen zukünftig --- eine Bekannte von mir durfte als Krankenschwester in Neuseeland gar nicht arbeiten - die musste erst noch mal 1,5 Jahre studieren, um zugelassen zu werden - sonst nur Hilfsschwester, so siehts oft aus.

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