Globalisierung: Manager müssen Nomaden werden

Globalisierung: Manager müssen Nomaden werden

Global agierende Konzerne haben neue Anforderungen an ihr Management. Die Deutschen müssen sich an die neuen Managertypen anpassen, wenn sie nicht abgehängt werden wollen.

Es ist nun gerade ein halbes Jahr her, dass Überschwemmungen in Thailand einen Großteil der weltweiten Festplattenproduktion lahmgelegt haben. Die Preise für Festplatten, PCs, und Laptops verdoppelten sich, und haben sich bis heute noch nicht wieder dem früheren Niveau angenähert. Doch schon wird der Elektronikmarkt aufs Neue erschüttert. Seit 2011 und zunehmend erfolgreich stellt China, als Hauptexporteur der unter anderem in Monitoren genutzten sogenannten seltenen Erden die Ausfuhr dieses eminent wichtigen Rohstoffes immer mehr unter staatliche Kontrolle und treibt so die Preise nach oben.

Damit führt China einen Trend an, den die Politik in Krisenzeiten generell zugeneigt scheint: Protektionismus hat weltweit wieder Hochkonjunktur. Es wird bereits von einem Handelskrieg zwischen China und westlichen Nationen gesprochen, Europäische Union und USA strengen ein Verfahren gegen China vor der WTO an.

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Doch Unternehmern und Managern steht es nicht an, sich allzu laut ob dieser abzusehenden Entwicklung zu beklagen und ihrerseits nach dem starken Staat zu rufen, damit dieser ihnen den Zugang zu wichtigen Märkten sichert. Man hat es versäumt, sich rechtzeitig den neuen Bedingungen anzupassen und Strategien zu entwickeln um auf die Herausforderungen die ein hochdynamischer Markt mit sich bringt adäquat und eigenständig zu antworten. Dies gilt es nachzuholen.

Globalisierte Wertschöpfungsketten fehlen

Dass wir in einem Zeitalter der globalisierten Ökonomie leben ist ein vielzitierter Allgemeinplatz. Doch während das im Bereich der Produktion weitgehend der Wahrheit entspricht und alle großen Unternehmen weltweit Produktionsstandorte aufgebaut haben, besteht beim Einkauf großer Nachholbedarf. Wollen deutsche Unternehmen führend bleiben, ist es notwendig, auch die Wertschöpfungsketten zu globalisieren.

Noch immer sitzen die meisten strategischen Einkäufer deutscher Unternehmen fest verwurzelt in der Heimat. Fällt ein wichtiger Produktionsstandort aus, oder ändern sich die Bedingungen vor Ort nachteilig, hat der Einkäufer oft weder die Zeit, noch den Überblick um schnell zu reagieren. Während der tragische Naturkatastrophe in Thailand zeigte sich einmal mehr welchen Wettbewerbsnachteil das auch und gerade für deutsche Unternehmen darstellen kann. Der moderne Manager müsste in solchen Fällen vor Ort präsent sein, die gesamte Wertschöpfungskette überwachen, nur dann wäre es möglich ein ausgefallenes Glied schnellstmöglich zu ersetzen.

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