Karrierevorbereitung: Nachfolge leicht gemacht

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Karrierevorbereitung: Nachfolge leicht gemacht

von Manfred Engeser

Wie Unternehmen den besten Boss finden und dieser sich optimal auf seinen Topjob vorbereitet.

Zu hohe Kosten, unattraktive Produkte, technologische Probleme: Dass er auf einem Schleudersitz Platz genommen hatte, hatte Thorsten Heins wohl schon selbst geahnt, als er im Januar 2012 zur Überraschung vieler Experten zum Vorstandsvorsitzenden von RIM aufstieg. Dass der 54-Jährige nach gerade Mal sechs Monaten Amtszeit an der Spitze schwer angezählt ist, zeigt: Die Luft an der Unternehmensspitze ist dünn, die Geduld der Anteilseigner mit dem Führungspersonal nimmt weiter ab.

Und nicht nur beim Blackberry-Hersteller, dessen Smartphones bis vor kurzem noch als unverzichtbares Statussymbol einer ganzen Managergeneration gegolten hatten, stehen die Zeichen auf Neuanfang: Beim französischen Medien- und Telekommunikationskonzern Vivendi ist CEO Jean-Bernard Lévy im Streit um die künftige Unternehmensstrategie zurückgetreten, bei der britischen Barclays Bank stolperte Vorstandschef Bob Diamond über einen Zinsskandal. Und bei Bosch kam mit Volkmar Denner, ganz unaufgeregt, fast geräuschlos und von langer Hand geplant, ein neuer Chef an die Schalthebel des größten Automobilzulieferers der Welt.

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Immer mehr vorzeitig entlassene CEOs

So unterschiedlich die Historien und Umstände dieser mutmaßlich bevorstehenden, sicher zu erwartenden oder bereits vollzogenen Wechsel an der Unternehmensspitze sind –  klar ist: Den Übergang von einem Chef zum nächsten zu moderieren, als Aufsichtsrat den richtigen Nachfolger auszuwählen und als neuer Chef die richtigen Weichen zu stellen, gehört nach wie vor zu den wichtigsten Herausforderungen im Management.

Auch, weil sie immer häufiger auf Unternehmen zukommt: Laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung Booz hat sich der Anteil vorzeitig entlassener CEOs von 2010 auf 2011 weltweit um mehr als 20 Prozent, europaweit um mehr als 40 Prozent und in Deutschland, Österreich und der Schweiz gar fast um hundert Prozent: Im deutschsprachigen Raum gab im vergangenen Jahr jeder sechste CEO seinen Job vorzeitig auf. Gleichzeitig halbierte sich die Zahl der unfreiwilligen Personalrochaden auf knapp zwölf Prozent.

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"Die Aufsichtsräte in Deutschland haben aus der Krise gelernt", sagt Klaus-Peter Gushurst, Deutschland-Geschäftsführer der Unternehmensberatung Booz. "Das Gros der Nachfolgeplanungen läuft heute wesentlich professioneller als früher, die Übergänge von einem CEO auf den nächsten sind meist reibungslos."

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