Kinderbetreuung: DIHK klagt über Mangel an Kita-Plätzen

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Kinderbetreuung: DIHK klagt über Mangel an Kita-Plätzen

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Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, fordert

Von wegen Gedöns. Für viele Unternehmen wird die Kinderbetreuung zu einem handfesten Problem. DIHK-Chef Driftmann fordert die Regierung zum Handeln auf.

Der Engpass an Kinder-Betreuungsplätzen wird "für die Betriebe zum immer größeren Ärgernis", sagt Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), vor dem Hintergrund einer aktuellen Studie der Industrie- und Handelskammern. Der Mangel an geeigneten Betreuungsmöglichkeiten zwingt demnach die Betriebe zum Handeln.

"Der Ausbau der Kitaplätze schreitet viel zu langsam voran. Die Politik muss dringend ihre Hausaufgaben machen", sagt Driftmann gegenüber der Tageszeitung "Die Welt". Die Politik solle außerdem bürokratische Hürden für betriebliche Kindertagesstätten beseitigen.

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Bürokratische Hürden

Wohnortabhängige Kindergartenzuschüsse verhindern zum Beispiel, dass Eltern mit einem Arbeitsplatz außerhalb ihres Wohnortes, ihr Kind dort betreuen lassen können. Kindergartenzuschüsse sollten deshalb generell unabhängig vom Wohnort vergeben werden, fordert der DIHK. Eine weiteres Hindernis sei die festgeschriebene Quadratmeterzahl an Freifläche pro Kind für Betriebskitas, auch wenn der öffentliche Spielplatz direkt vor dem Betriebsgelände liegt.

Die aktuelle Umfrage mit dem Titel "Vom 'Gedöns' zum Schlüssel gegen den Fachkräftemangel" ergibt, dass 90 Prozent der 2000 befragten Unternehmen - vor allem Dienstleister, aber auch Industrie, Handel und Bauwirtschaft - flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle für die Zukunft planen oder schon anbieten. 80 Prozent der Unternehmen haben flexible Arbeitszeiten eingeführt, mehr als die Hälfte ermöglichen mobiles Arbeiten. 2007, bei der letzten vergleichbaren Umfrage, waren es nur 21 Prozent.

Betreuungsangebote haben sich nicht verbessert

Jedes zweite Unternehmen bietet oder plant eine Unterstützung bei der Kinderbetreuung in Form von finanziellen Zuschüssen oder einem Eltern-Kind-Büro. Jedes dritte Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten bietet oder plant eine betriebliche Kinderbetreuung in Form einer eigenen Kita oder mittels Belegplätzen in bestehenden Einrichtungen. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, sei für die Unternehmen mittlerweile notwendig, um angesichts des Fachkräftemangels ihre Mitarbeiter an sich zu binden und neue zu gewinnen, heißt es in der Studie.

Die Unternehmen sind sich weitgehend einig, dass die Politik mehr Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren (87 Prozent) und Schulkinder (92
Prozent) schaffen solle. Neun von zehn Betrieben fordern auch flexiblere und ausreichend lange Öffnungszeiten der Kindertagesstätten. Den Handlungsbedarf sehen die Unternehmen für ebenso so dringend wie 2007. Offenbar hat sich hier in den letzten fünf Jahren nicht viel verbessert.

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Auch auf die immer größere Bedeutung der Pflege von Angehörigen reagieren die Betriebe: Jedes zweite Unternehmen unterstützt seine Mitarbeiter hierbei; fast jedes dritte will zukünftig Familienpflegezeit anbieten, heißt es in der Umfrage.

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