Martkttrends: Die Zukunft des Beratungsgeschäfts

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Martkttrends: Die Zukunft des Beratungsgeschäfts

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Die Unternehmensberatung steckt im Wandel

Die meisten Veränderungen nicht nur im Beratungsmarkt verlaufen schleichend. Berater müssen sich vor allem auf einen Megatrend einstellen: Die Hierarchien der Unternehmen werden flacher.

"Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen", lautet ein alter Kalauer. Auch Berater tun sich mit Vorhersagen für ihre Branche meist schwer. Erst im Rückblick erkennt man oft, was sich in den zurückliegenden Jahren verändert hat.

Gerade weil die wirklich relevanten Veränderungen meist schleichend verlaufen, ist Hans-Peter Machwürth, Berater und Inhaber des Machwürth Team International (MTI) überzeugt, dass es erfolgsentscheidend ist, sich ab und zu losgelöst von der Alltagshektik zu fragen: Welche Entwicklungstendenzen gibt es im Markt?

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Zum Autor

  • Bernhard Kuntz

    Bernhard Kuntz, Darmstadt, ist Geschäftsführer der PRofilBerater GmbH, Darmstadt, die Bildungs- und Beratungsanbieter beim Vermarkten ihrer Leistungen unterstützt. Er ist u.a. Autor des Bildungs- und Beratungsmarketing-Fachbuchs „Die Katze im Sack verkaufen: Bildung und Beratung mit System vermarkten – offline und online“.

"Nur wenn ein Unternehmen die Entwicklungen im Markt kennt, kann es seine Strategie daran ausrichten", sagt Ignaz Furger, Chef der Strategieberatung Furger und Partner in Zürich. Ansonsten sei die Gefahr groß, dass seine Produkte und Strategien zunehmend veralten. Die Folge: Das Unternehmen verliert, ebenfalls schleichend, seine Wettbewerbsfähigkeit und irgendwann droht ihm das Aus.

Unternehmensberater sind Dienstleister für Unternehmen. Bei ihnen greift die Frage "Was geschieht in unserem Markt?" zu kurz. Davon ist der Vertriebsberater Peter Schreiber aus dem schwäbischen Ilsfeld überzeugt. Die Veränderungen im Trainings- und Beratungsmarkt seien schließlich nur eine Reaktion auf Veränderungen, die sich in der gesamten Wirtschaft vollziehen. Nur wenn Berater diese Veränderungen nachvollziehen, können sie Problemlösungen entwickeln, die dem Bedarf ihrer Kunden entsprechen.

Ein Megatrend, den alle befragten Berater feststellen, ist: Die Hierarchien in den Unternehmen werden stets flacher und ihre Strukturen immer netzwerkartiger. Die Hierarchiestufen und Bereichsgrenzen spielen also in der Alltagsarbeit eine immer geringere Rolle – unter anderem, weil die Mitarbeiter immer stärker in Projektstrukturen arbeiten und gemeinsam Aufgaben lösen. Das zeigt sich laut Alexander Walz, Geschäftsführer der Personalberatung Conciliat in Stuttgart, zum Beispiel darin, dass es in vielen Unternehmen die klassische Stellenbeschreibung, die die Aufgaben eines Mitarbeiters definiert, nicht mehr gibt. Stattdessen werden heute Kompetenzen beschrieben, die ein Mitarbeiter braucht, um seine Funktion in der Organisation zu erfüllen.

Andere Mitarbeiter und Fähigkeiten sind gefragt

Aufgrund der veränderten Arbeitsstrukturen brauchen die Unternehmen heute auch teils andere Mitarbeiter als früher, beziehungsweise ihre Mitarbeiter benötigen teils andere Fähigkeiten. Thematisiert wird dieser Sachverhalt in Personalerkreisen seit Jahren unter dem Stichwort "Employability", sprich Beschäftigungsfähigkeit – "bis vor drei, vier Jahren weitgehend theoretisch". Doch nun, so der Eindruck von Hubert Hölzl, Inhaber der Unternehmensberatung Hölzl & Partner in Lindau, gibt es "erste Umsetzungskonzepte – auch weil viele Unternehmen erkannt haben: Wir müssen unsere Organisation ‚demografiefest‘ machen – also heute dafür sorgen, dass wir morgen die Mitarbeiter mit der benötigten Qualifikation haben."

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