Middelhoff-Skala
"Big T" bleibt unerreicht: Mit seinem Wirken bei der Beerdigung des Handelsriesen Arcandor (Karstadt,Quelle) hat Thomas Middelhoff Maßstäbe gesetzt. Eingedenk seiner Taten wird schlechte Managerleistung seither in "Middelhoff" gemessen. Die WirtschaftsWoche hat auch dieses Jahr die gefallenen Helden gekürt und ihre Bilanz auf einer Middelhoff-Skala von eins bis zehn (ein echter Middelhoff) eingestuft.
Es ist gut, daß es wenigstens über den Image-Verlust so etwas wie ein bißchen Gerechtigkeit gibt. Wie Karstadt sich nach dem Debakel mit dem fünfjährigen - krankhaft veranlagten - Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Urban durch Middelhoff's Luftnummern dann sozusagen fast in Luft auflöste, ist eine atemberaubende Geschichte und hat viele Karstadt-Mitarbeiter in existentielle Nöte gebracht. Wie überzeugt muß man von sich selbst sein, daß man dies negiert und immer noch glaubt, einen großartigen Job gemacht zu haben und horrende Gelder für sich beansprucht?
Pfui!
Shimizu hat sich im Ernstfall also einfach krank gemeldet.Süß!
Die Japaner haben es so mit ihrer Ehre,dass sie dann vor Scham keinen Ton mehr rauskriegen.
Sowas währe bei uns ja unmöglich.Der Grossmann hätte sich bestimmt als lebendes Schutzschild selbst über den schmelzenden Reaktor gelegt.Groß genug ist er ja.Ach die seligen Atomzeiten.Den Strom konnte keiner selbst herstellen,das währe das ewige Monopol gewesen,wie konnte man sich sowas bloß aus der Hand nehmen lassen?
ja es trifft hier keinen armen Sünder. Er hat genug beiseite gelegt. Mir ist heute noch unverständlich wieso man diesen Mann als Retter von Karstadt geholt hatte. Die Qualifikation war es nicht, denn bei Bertelsmann hat man die negative Seite früh genug erkannt und gehandelt.