Mimik und Gestik: Das sagt die Körpersprache der Mächtigen

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GastbeitragMimik und Gestik: Das sagt die Körpersprache der Mächtigen

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Wer die Stille Sprache der Mächtigen versteht, kann sie für sich nutzen.

Mimik und Körpersprache bestimmen unsere Durchsetzungskraft. Wer bei den Mächtigen dieser Welt genau hinsieht, erkennt einen Code der Alphatiere. Welche Dominanz-Gesten was bewirken und wie Sie diese nutzen können.

Macht und Stärke werden vor allem über die Mimik und Körpersprache ausgedrückt. Die übliche und hochentwickelte Nutzung von Sprache lässt uns oft vergessen, wo unsere evolutionären Wurzeln liegen. Die ausgebildete Sprachfähigkeit gibt es nach wissenschaftlichen Schätzungen erst 35.000 Jahre, die deutsche Sprache gar erst knapp 1.200 Jahre. Die stille Sprache von Mimik und Körper gibt es hingegen seit Menschengedenken.

Sie hat damit einen Vorsprung von mehreren Millionen Jahren gegenüber dem gesprochenen Wort. Entsprechend groß ist noch heute die Wirkung dieser stillen Sprache auf unsere Gefühle und Beziehungen. Die vielen, meist subtilen nonverbalen Signale, die wir tagein, tagaus senden, formen und prägen die Wirkung, die wir auf andere Menschen haben – meist unbemerkt.

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Gestik und Mimik

  • Finger an die Nase legen

    signalisiert laut den Bewerbungsexperten von Hesse/Schrader Konzentration oder Nachdenken

  • Mit den Fingern trommeln

    bedeutet Ungeduld oder Nervosität, vielleicht sogar Provokation

  • Gefaltete Hände

    zeigen die eigene Überlegenheit

  • Hand vor den Mund halten

    Gesagtes wird zurückgenommen, weil Unsicherheit in der Sache besteht

  • Händereiben

    demonstriert Selbstzufriedenheit, wirkt aber nicht immer sympathisch

  • Hände über den Kopf legen

    zeigt bei Zurücklehnen grenzenlose Souveränität

  • Herumspielen mit Fingern

    lässt auf Desinteresse, Unkonzentriertheit oder Nervosität schließen

  • Kopf auf die Hände stützen

    steht für Nachdenklichkeit, Erschöpfung oder Langeweile

  • Am Kopf kratzen

    zeigt Ratlosigkeit oder Unsicherheit

  • Reiben des Kinns

    steht für Nachdenklichkeit und Zufriedenheit

  • Verschränkte Arme

    zeigen bei Frauen: Unsicherheit oder Angst, bei Männern: Ablehnung und Verschlossenheit

  • Zum Spitzdach geformte Hände

    signalisieren Überheblichkeit, gleichzeitig Abwehr gegen Einwände

Auch wenn jeder Mensch sein eigenes mimisches und körpersprachliches Profil hat, gibt es doch typische nonverbale Signale der Macht. Nicht nur bei Tieren lässt sich aufgrund der Körpersprache feststellen, wer das „Alpha“ ist.

Diese Signale finden wir bei allen Führungspersönlichkeiten, sei es in Wirtschaft, Politik und Sport. Diese zu erkennen, hilft uns besser zu verstehen, warum sich manche Menschen besser durchsetzen können als andere. Gleichzeitig lassen sich diese nonverbalen Signale auch bewusst einsetzen, um die eigene Durchsetzungskraft zu stärken.

Dirk W. Eilert ist seit 2001 als selbständiger Trainer, Speaker und Autor tätig und hat sich auf Emotionscoaching sowie nonverbale Kommunikation spezialisiert, hier insbesondere auf die Emotionserkennung durch Mimik und Mikroexpressionen. Im September 2013 ist beim Junfermann-Verlag sein Buch: „Mimikresonanz. Gefühle sehen. Menschen verstehen.“ erschienen. Quelle: Presse

Dirk W. Eilert ist seit 2001 als selbständiger Trainer, Speaker und Autor tätig und hat sich auf Emotionscoaching sowie nonverbale Kommunikation spezialisiert, hier insbesondere auf die Emotionserkennung durch Mimik und Mikroexpressionen. Im September 2013 ist beim Junfermann-Verlag sein Buch: „Mimikresonanz. Gefühle sehen. Menschen verstehen.“ erschienen.

Bild: Presse

Es gibt fünf typische nonverbalen Signale, die Macht und Stärke ausdrücken. Diese sind verallgemeinert und natürlich treten nicht alle dieser Signale bei jedem auf. Nach der Lektüre werden Ihnen aber stets einige davon bei Menschen in Machtpositionen auffallen.

Dabei gilt: Wollen Sie diese Signale bewusst einsetzen, um Ihre Durchsetzungsstärke zu erhöhen, gilt es, die Balance zu halten. Zu viele dieser Dominanzsignale können abschreckend wirken, vor allem, wenn Sie nach Imponiergehabe aussehen. Vermeiden sollten Sie Dominanzsignale in jedem Fall, wenn Ihr Chef zugegen ist. Es sei denn, Sie haben keine Lust mehr auf den Job.


Die fünf nonverbalen Marker von Macht

  1. Die typische Mimik von Machtmenschen ist das „Pokerface“: Die Person sitzt beispielsweise in einer Verhandlung einfach da, hört Ihnen zu und verzieht fast keine Miene. Wer diese Eigenart nicht kennt, den kann das sehr verunsichern. Menschen in Machtpositionen neigen dazu, generell weniger Bewegung in der Mimik zu zeigen und lassen sich deshalb schwerer einschätzen. Sich dies bewusst zu machen bedeutet, das Pokerface weniger mit der eigenen Leistung als vielmehr mit der Persönlichkeit des Gegenübers in Zusammenhang zu bringen. Und das kann unheimlich erleichtern. Doch selbst wenn Sie das verstehen, brauchen Sie Selbstsicherheit, um damit gelassen umzugehen.
  2. Raumeinnehmende Bewegungen - sich strecken oder die Arme auf angrenzende Stühle legen -, sind klassische Signale von Dominanz. Dies lässt sich leicht erklären: Je höher der soziale Status und Einfluss, desto mehr Raum beansprucht eine Person für sich. Diese Tendenz tritt bei Menschen auf, aber auch sehr häufig im Tierreich.
  3. Eine offene Körperhaltung ist ebenfalls typisch für Menschen in Machtpositionen. Studien haben gezeigt, dass die meisten Menschen eine offene Körperhaltung vermehrt mit positiven Eigenschaften in Verbindung bringen, wie zum Beispiel Durchsetzungsstärke, sozialem Einfluss und Attraktivität. Bei einer geschlossenen Körperhaltung verdecken die Arme oder ein Gegenstand die Körpermitte, wie zum beispielsweise Arme verschränken oder eine Schreibmappe vor den Körper halten. Eine offene Körperhaltung hingegen ermöglicht freie Sicht auf die Körperachse.
  4. In einer Studie wurde beobachtet, dass Männer, die andere Männer beispielsweise an der Schulter berühren – ohne dass diese Berührung erwidert wird -, von Außenstehenden als sozial einflussreicher eingeschätzt werden. Wie lässt sich dies erklären? In der Verhaltensforschung weiß man, dass das Hierarchieverhältnis beeinflusst, wer wen berühren darf. Den Berührenden wird unbewusst ein höherer Status und mehr sozialer Einfluss zugeschrieben. Die unausgesprochene Regel lautet: Derjenige mit dem höheren Status darf die Person mit einem niedrigeren Status berühren - aber nicht umgekehrt. Gut dosiert, erhöhen diese Gesten subtil die wahrgenommene Durchsetzungskraft. Wenn Sie keinen Konflikt riskieren wollen, machen Sie dies niemals bei Personen, die Ihnen hierarchisch übergeordnet sind.
  5. Menschen in Machtpositionen zeigen weniger Anzeichen von Stress in der Körpersprache. Verhaltensforscher haben hier sogar noch mehr beobachtet: Nähert sich eine hierarchisch höhere Person, nehmen bei den anderen anwesenden Personen die nonverbalen Stress-Signale zu. Dabei handelt es sich insbesondere um die sogenannten Beruhigungsgesten wie beispielsweise Kratzen im Gesicht oder das „nervöse“ Spielen mit einem Gegenstand.
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