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Mitarbeitermotivation: Dienstwagen für alle!

von Frederic Spohr Quelle: Handelsblatt Online

Ein schickes Firmenauto: Das galt lange als Privileg und Statussymbol von exklusiven Managern. Inzwischen wollen immer mehr Arbeitgeber bei ihren Mitarbeitern punkten und locken auch auf unteren Hierarchiestufen damit.

Das alte Chefprivileg weicht der Mitarbeiterbindung. Quelle: dpa
Das alte Chefprivileg weicht der Mitarbeiterbindung. Quelle: dpa

Sachbearbeiter mit Firmenwagen - das klingt ungewöhnlich. Es gibt sie aber. Beim Hamburger Telekommunikationsunternehmen Freenet dürfen nicht nur Chefs ans Steuer eines Dienstwagens, sondern auch einfache Angestellte. "Die Möglichkeit wird sehr rege genutzt", sagt ein Freenet-Sprecher. Das Unternehmen kooperiert mit dem Leasinganbieter Alphabet. Für interessierte Beschäftigte stelle man auch kleinere Modelle zur Verfügung, erklärt Frank Leipold, Hamburger Geschäftsstellenleiter von Alphabet.

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Arbeitgeber versuchen, über die Dienstwagen-Option bei den Mitarbeitern zu punkten. Ein Modell, das verstärkt Schule macht: Laut aktuellem Fuhrpark-Barometer des Leasingunternehmens Arval werden 35 Prozent aller Firmenwagen bei Unternehmen mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern genutzt, um Mitarbeiter zu motivieren oder stärker an sich zu binden.

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Im vergangenen Jahr waren es nur 16 Prozent. Grund für den Anstieg: Der Arbeitsmarkt hat deutlich angezogen. "Dadurch hat das Bewusstsein zugenommen, Fahrzeuge zur Bindung von guten Mitarbeitern einzusetzen", sagt Sebastian Fruth, Leiter der Kundenbetreuung bei Arval.

Mit dem Autoschlüssel wird dabei bereits auf immer tieferen Karrierestufen gewinkt. "Wir bemerken grundsätzlich ein stark steigendes Interesse, auch Manager aus der unteren Hierarchieebene oder fachliche Experten mit einem Dienstwagen zu versorgen", sagt Fruth. Konkurrent Alphabet sieht sogar Mitarbeiter auf Sachbearbeiterebene als regelmäßige Empfänger für einen Firmenwagen.

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Viele der vergebenen Autos sind keine klassischen Dienstwagen mehr, die dem Mitarbeiter als zusätzliches Bonbon zu seinem Gehalt zur Verfügung gestellt werden. Laut dem Fuhrpark-Barometer werden mehr als drei Viertel der Fahrzeuge nach dem Modell des Gehaltsverzichts vergeben.

Dabei wird die Leasingrate vom Bruttogehalt des Mitarbeiters abgezogen. Für das Unternehmen ist das praktisch: Aufgrund des geringeren Bruttogehalts sinken die Lohnnebenkosten. Auch die Betriebskosten können steuerlich geltend gemacht werden.

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