Personalabbau: Wie Manager mit Kündigungen richtig umgehen

Personalabbau: Wie Manager mit Kündigungen richtig umgehen

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Uta von Boyen

Bei Personalabbau sind die entlassenen Mitarbeiter die Hauptleidtragenden. In den Hintergrund gerät dabei, dass „Personalanpassungen“ auch für Manager eine erhebliche Stresssituation darstellen. Unsere Gastautorin Uta von Boyen gibt Handlungsempfehlungen für professionelle und faire Trennungen.

Wo immer Entlassungen in größerem Umfang stattfinden, sind einem Unternehmen Schlagzeilen sicher. Die Schuldigen werden schnell identifiziert, und das Mitgefühl der Öffentlichkeit liegt ganz bei den Gekündigten. In der Tat, die entlassenen Mitarbeiter sind die Hauptleidtragenden einer solch einschneidenden Maßnahme.

Doch ein Aspekt gerät dabei häufig in den Hintergrund: Auch für die Überbringer der schlechten Botschaften stellen „Personalanpassungen“ eine erhebliche Stresssituation dar. Das gilt in hohem Maße für Angehörige der Personalabteilung (selbst wenn diese gelernt haben, derartige Situationen professionell zu bewältigen), aber auch für die zuständigen Führungskräfte der Betroffenen, die Entlassungsprozesse in der Regel als belastend erleben.

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Viele Stressfaktoren für Führungskräfte bei Entlassungen

Die Gründe für den Stress der Führungskraft können in dieser Situation vielfältig sein und durchaus parallel zueinander auftreten: Man empfindet möglicherweise Mitgefühl mit dem oder der Betroffenen, Schuldgefühle, den anderen in eine existenzielle Notlage zu stürzen, Frustration wegen der Schwächung des eigenen Machtbereichs, Wut auf den oder die Entscheider(in), aus deren Richtung die Anweisung kommen mag, Angst vor der eigenen Zukunft (wenn Freisetzungen in Zusammenhang mit wirtschaftlichem Misserfolg des Unternehmens stehen) oder schlicht Überforderung mit der praktischen Durchführung des Entlassungsgesprächs selbst.

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Auch langjährigen, erfahrenen Managern kann es in einer solchen Lage passieren, dass sie dem Problem einfach ausweichen, Gespräche und Planungen immer wieder aufschieben – und die Sache dadurch noch verschlimmern! Ein nicht vorhandenes oder misslungenes Trennungsmanagement erzeugt am Ende umso mehr Stress und Kosten. Juristisch unsaubere oder planerisch nachlässige Vorgehensweisen sowie mangelnde Absprachen (z.B. in Bezug auf Kündigungsschutz oder Kündigungsfristen) können ausgesprochen teuer werden, insbesondere wenn Grabenkämpfe mit dem Betriebsrat oder gerichtliche Auseinandersetzungen ins Spiel kommen.

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