Personalien 2017: Wer geht, wer kommt, wer bleibt

ThemaManagement

Personalien 2017: Wer geht, wer kommt, wer bleibt

von Claudia Tödtmann, Jürgen Berke, Jacqueline Goebel, Henryk Hielscher, Matthias Kamp, Rüdiger Kiani-Kreß, Andreas Macho, Annina Reimann

Was sich in den Führungsetagen der deutschen Konzerne ändert, wer sich in Position bringt.

Alle sechs Jahre wechseln deutsche Aktiengesellschaften im Durchschnitt ihren Vorstandschef. Herbert Hainer hat bei Adidas mehr als doppelt so lange durchgehalten. Im Oktober 2016, nach mehr als 15 Jahren an der Spitze des fränkischen Sportartikelherstellers, hat er den Stab an Kasper Rorsted übergeben, der von Henkel kam. 2017 räumt ein weiterer Topmanager, der sein Unternehmen mehr als ein Jahrzehnt geprägt hat, seinen Chefsessel: Im April endet die Ära Nikolaus von Bomhards bei der Munich Re. Er hatte den Vorstandsvorsitz beim weltgrößten Rückversicherer 2004 übernommen. Nun rückt Joachim Wenning nach.

Es bleibt dabei: An die Spitze eines Dax-30-Unternehmens wird es wohl auch 2017 keine Frau schaffen. Auch insgesamt bleibt die große Frauenoffensive in den Vorstandsetagen aus. Nur drei neue Gesichter finden sich unter den weiblichen Dax-Vorständen: Sabine Eckhardt bei ProSiebenSat.1 Media, Britta Seeger bei Daimler, und im BASF-Vorstand wird Saori Dubourg einrücken. Dagegen geht Margret Suckale bei BASF in den Ruhestand. SAP beließ es beim Ankündigen, nachdem es schon nicht gelang, die zwei ehemaligen weiblichen Vorstandsmitglieder Angelika Dammann und Luisa Delgado zu halten.

Anzeige

Frauen und Digitalprofis vermisst

Frauen bekleiden nur rund zehn Prozent der Vorstandsposten in den Dax-30-Unternehmen. Unter den 100 größten deutschen Unternehmen ist die Quote gar noch geringer. Ein leuchtendes Vorbild ist Siemens: Beim Münchner Technologiekonzern sind zwei von sieben Vorstandsposten mit Frauen besetzt.

Was sich in den Führungsetagen der deutschen Konzerne ändert und wer sich in Position bringt.

Nicht nur Frauen werden vermisst in der obersten Führungsebene, auch Digitalvorstände, sogenannte Chief Digital Officers (CDOs), die die digitale Transformation verantworten und vorantreiben, sind noch rar. Rund 90 Prozent der Unternehmen beschäftigen keinen ausgewiesenen Digitalprofi im Topmanagement. Und von diesen Unternehmen erwägen lediglich sieben Prozent, daran etwas zu ändern. Auch auf der Wechselliste, die die Kölner Personalberatung Kienbaum exklusiv für die WirtschaftsWoche erstellt hat, findet sich kein CDO als Neuankömmling.

Im Trend liegen dafür junge Finanzvorstände. Prominentes Beispiel: Bei ProSiebenSat.1 Media übernimmt Jan Kemper von Juni an das Finanzressort. Der 36-Jährige kommt vom Onlinehändler Zalando.

Die vollständige Übersicht mit den wichtigen Personalien 2017 finden Sie hier. Digitalpasskunden lesen kostenlos.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%