Ralph Wollburg: Der Anwalt der Wirtschaftsbosse

Ralph Wollburg: Der Anwalt der Wirtschaftsbosse

von Cornelius Welp

Der selbstbewusste Düsseldorfer Anwalt Ralph Wollburg ist einer der gefragtesten Ratgeber für deutsche Vorstände – nicht nur in Übernahmeschlachten.

An den Wänden glänzt das Gold, die hohen Decken zieren Stuck und Malereien, die Treppen Marmor, die Türen sind schwer und mit Schnitzereien besetzt. Die Büros der Kanzlei Linklaters an der Düsseldorfer Königsallee stellen ordentlich was dar, und in dieser Umgebung fühlt Ralph Wollburg sich sichtbar wohl. Mit leuchtenden Augen führt der Anwalt durch die Gemächer.

Die Tour geht durch ein zum Konferenzraum umfunktioniertes Musikzimmer, durch das Atrium, über das sich eine Glaskuppel wölbt.

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Mit schnarrender Stimme erzählt der 55-Jährige die Geschichte des Prachtbaus an Düsseldorfs Prachtmeile. Das um 1900 errichtete Gebäude habe zuerst einer Industriellenfamilie als Heimstatt gedient, danach Thyssen, später Mannesmann und schließlich der Deutschen Bank gehört. Wollburg schert sich nicht um rote Besetzt-Zeichen vor den Besprechungszimmern.

Er öffnet die Türen und zeigt die Räume, in denen einst die früheren Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank Friedrich Wilhelm Christians und Alfred Herrhausen ihre Büros hatten. Und den Saal, in dem der noch amtierende Chef Josef Ackermann und sein Team während des Strafprozesses um Abfindungszahlungen nach der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone 2005 ihre Besprechungen abhielten.

Im Spiel, wenn es hart auf hart kommt

Zwischen großen Namen, ganz nah dran an Finanzwelt und Unternehmen, dabei durchaus etwas dick aufgetragen – die Umgebung passt perfekt zu Wollburgs Wesen und Wirken.

„Große deutsche Unternehmen zu vertreten ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt er. Er bewundert sie, egal, ob börsennotiert oder familiengeführt, denn sie stehen für ihn für Internationalität, Wettbewerbsfähigkeit, attraktive Produkte und die Sicherung des Lebensstandards in Deutschland.

Sie sind Wollburg seinen vollen Einsatz wert. Und weil er stets gewillt ist, diesen zu erbringen, ist er weit mehr als eine Vertragsausarbeitungsfachkraft, ein auf Übernahmen spezialisierter Jurist. Gesetze und Verträge sind für Wollburg schon lange nur noch der Resonanzboden seines eigentlichen Wirkens als Ratgeber in strategischen Fragen, Vertrauensperson und Sparringspartner für Vorstände und Chefjustiziare der deutschen Wirtschaft.

Wollburg kommt dann ins Spiel, wenn es um existenzielle Entscheidungen geht, um Fusionen, Übernahmen, gesellschaftsrechtliche Umwandlungen, wenn es hart auf hart kommt und für Manager auf der obersten Etage alles auf dem Spiel steht. „Ich stehe im laufenden Dialog über wichtige Fragen mit Vorständen und Chefjustiziaren, aber der Begriff Strippenzieher ist übertrieben“, sagt er. „Sicher habe ich Einfluss, aber letztlich bleibe ich Berater.“

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