Recruting-Studie: Diese Unternehmen ziehen Talente an

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Recruting-Studie: Diese Unternehmen ziehen Talente an

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Die besten Recruiter Deutschlands freuen sich über die Auszeichnung.

Wie gut rekrutieren deutsche Arbeitgeber junge Nachwuchskräfte? Und wie schneiden sie im Ländervergleich ab? Eine Studie hat untersucht, wie geschickt die Unternehmen nach Personal suchen.

Jedes Unternehmen ist immer nur so gut wie seine Mitarbeiter - umso wichtiger, dass Arbeitgeber die besten Talente anlocken. Aber wem gelingt das in Deutschland am besten? Und wie schlagen sich die Unternehmen hierzulande im Vergleich zur internationalen Konkurrenz? Diese Fragen wollte Markus Gruber von der GPK Event- und Kommunikationsmanagement nun zum dritten Mal beantworten - in seiner Studie "Best Recruiters".

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

  • Die Arbeitgeber an der Spitze des Rankings

    Die Arbeitgeber an der Spitze des Rankings: EY Deutschland, Bertelsmann, Piepenbrock, Tchibo und Schott.

  • Social Media

    Social-Media-Plattformen nutzen mehr als die Hälfte der Arbeitgeber für ihr Recruiting.

  • Mobiles Internet

    Weniger als 20 Prozent rekrutieren über das mobile Internet.

  • Unternehmenswerte

    Unternehmenswerte sind im Recruiting nur bei der Hälfte der Arbeitgeber ein Thema.

  • Die erfolgreichsten Branchen

    Die erfolgreichsten Branchen: Anlagen-/Maschinenbau, Chemie und Automotive/KfZ-Produktion.

  • Ländervergleich

    Im Ländervergleich führt Deutschland vor Österreich und der Schweiz.

Für die Untersuchung analysierten die Studienautoren die Personalarbeit von je 500 Unternehmen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Konkret werden die Kategorien Online-Recruiting-Präsenz, Online-Stellenanzeigen, Umgang mit Bewerbern und Feedback beleuchtet.

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Das Ergebnis: Im Vergleich zur ersten Erhebung im Jahr 2010 hat sich bei allen Arbeitgebern die Qualität des Recruitings verbessert: Sie antworten schneller auf eingehende Bewerbungen, ihre Präsenz im Internet - vor allem auch im Social Web - hat sich verbessert und die Art der Bewerbersuche ist effizienter geworden.

Welche Unternehmen beim Online-Recruiting vorne liegen

  • Fresenius

    Laut der Online Talent Communication-Studie des Marktforschungsinstituts Potentialpark schnitt der Dax-Konzern Fresenius, wie schon im Vorjahr, beim Online-Recruting am besten ab. Fresenius ist auf allen zehn untersuchten Kanälen von Karriere-Homepage, über YouTube-Kanal bis hin zum Unternehmensblog sehr gut aufgestellt.

  • Deutsche Telekom

    Auch der Telekommunikationskonzern kann seine Silbermedaille vom vergangenen Jahr verteidigen. Unter anderem zeichnet sich das Unternehmen durch seine Karriere-App aus. Über sie können Interessenten von unterwegs unkompliziert Kontakt zur Personalabteilung aufnehmen.

  • Allianz

    Der Versicherungskonzern konnte sich um einen Rang verbessern. Die Allianz zeichnet sich unter anderem durch ihre spielerische Herangehensweise aus. Fünf Online-Spiele muss der Interessent spielen, dann bekommt er eine passende Stellenempfehlung.

  • Ernst&Young

    Ebenfalls um einen Rang verbessert hat sich Ernst&Young. Die Beratung ist in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter oder LinkedIn besonders aktiv.

  • Bertelsmann

    Das Medienunternehmen konnte sich gleich um drei Plätze auf Rang fünf verbessern. In der Kategorie "mobile Recruiting" belegt Bertelsmann sogar den zweiten Platz direkt hinter Fresenius.

  • Otto

    Der Versandhändler mit Sitz in Hamburg machte den größten Sprung im Ranking. Gleich 17 Ränge ging es nach oben. Laut Otto, hätten dazu vor allem die Fokussierung auf die Social-Media-Kanäle und die erhöhte Transparenz im Bewerbungsprozess geführt.

  • Accenture

    Die Beratung bleibt unverändert auf Rang sieben. Accenture bietet zum Beispiel an, im Falle einer Bewerbung den eigenen Xing-Lebenslauf für den zuständigen Personaler freizuschalten. Das erspart den Bewerbern lästiges Eintippen der Daten in ein Online-Formular.

  • Thyssen Krupp

    Das Unternehmen musste gleich fünf Plätze einbüßen und landete nur auf Rang acht, nachdem es im vergangenen Jahr sogar für einen Podestplatz gereicht hatte.

  • Daimler

    Auch der Stuttgarter Automobilkonzern musste Platzierungen einbüßen. Anstatt wie im vergangenen Jahr auf Rang sechs, reichte es für Daimler diesmal nur für den neunten Platz.

  • Continental

    Der Automobilzulieferer machte gleich zehn Plätze gut und schaffte es somit unter die Top Ten der kommunikativsten Arbeitgeber im Netz.

Die Unternehmen, die sich bei der Bewerbersuche am besten schlagen, sind EY Deutschland, Bertelsmann, Piepenbrock, Tchibo und Schott. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY Deutschland ist mit 88 von 100 möglichen Prozentpunkten der Top-Recruiter Deutschlands. Das Unternehmen überzeugte vor allem durch sein Recruting im Web 2.0: Das Angebot für Karriere und Bewerbung sei umfangreich und die Darstellung des Unternehmens informativ.

Im Branchenranking führen Anlagen- und Maschinenbauer mit rund 58 Prozent das Ranking an. Zwar erreichen die Arbeitgeber dieser Branche in keiner Kategorie die absolute Spitzenposition, können sich aber immer im oberen Bereich platzieren. Durch diese Ausgewogenheit erreichen die Unternehmen und Institutionen dieser Branche die höchste Punktzahl im Branchendurchschnitt. Die in dieser Branche die Recruiting-Rangliste anführenden Unternehmen sind die Andreas Stihl AG, Krones AG und KSB AG.

Wo es beim Recruiting hapert

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Alle drei Unternehmen überzeugten durch ein umfangreiches Informationsangebot ihrer Karriere-Websites und Online-Stellenanzeigen sowie die Kommunikation mit ihren Bewerberinnen und Bewerbern. Denn die funktioniert längst nicht bei jedem Unternehmen.

So zeigt die Studie beispielsweise, dass viele Unternehmen auf Bewerbungen nicht antworten. Bei Initiativbewerbungen - selbst, wenn diese ausdrücklich erwünscht sind - bleibt rund ein Viertel unbeantwortet. Und auch wenn der Bewerber eine Rückmeldung bekommt, läuft diese bei 19 Prozent der Unternehmen ins Leere. Das heißt, der Bewerber bekommt weder Zu- noch Absage. Das ist nicht nur unhöflich, wie Gruber findet: "Schnelles und personalisiertes Feedback zeugt von Professionalität – keine Antwort ist aber auch eine Antwort, und Arbeitgeber schaden sich damit enorm."

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