Rente mit 63: Was tun, wenn die Alten gehen?

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Rente mit 63: Was tun, wenn die Alten gehen?

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Manager haben Angst vor Personalengpässen wegen der "Rente mit 63".

Seit Juli 2014 ist die "Rente mit 63" in Kraft. Personalmanagern bereitet das Kopfzerbrechen - viele wissen nicht, wie sie die Lücken füllen sollen.

Seit diesem Monat ist die Rente mit 63 in Kraft, bereits im Juni lagen der Rentenversicherung Bund mehr als 6000 Anträge auf diesen frühen Ruhestand vor. Der Wirtschaft bereitet das Kopfzerbrechen. Das Münchener Ifo-Institut hat zusammen mit dem Personaldienstleister Randstad bei rund 1000 Personalverantwortlichen nachgehakt, ob sie erwarten, dass in den nächsten zwei Jahren mehr Mitarbeiter als bisher vorzeitig in Rente gehen werden - und wie sie die Ruheständler ersetzen wollen. Die Ergebnisse haben sie im randstad-ifo-flexindex für das zweite Quartal 2014 zusammengetragen.
Demnach rechnen 55 Prozent damit, dass mehr Mitarbeiter als vor der Einführung des Rentenpakets einen vorzeitigen Renteneintritt in Anspruch nehmen werden. Allerdings gehen die Anteile in den drei Wirtschaftsbereichen etwas auseinander: Während die Rente mit 63 im Dienstleistungsbereich etwas weniger Auswirkungen haben dürfte – 45 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem häufigeren vorzeitigen Renteneintritt –, so lag dieser Anteil im Verarbeitenden Gewerbe deutlich höher (66 Prozent).

Besonders die Großunternehmen gehen von einer Renteneintrittswelle aus: 74 Prozent mit 250 bis 499 Mitarbeitern erwarten, dass in den nächsten zwei Jahren mehr Mitarbeiter als zuvor vorzeitig in Rente gehen. In Firmen mit 500 und mehr Beschäftigten lag der Anteil noch höher (77 Prozent). "Ich erwarte deutlich mehr Renteneintritte als gewöhnlich. Dies sorgt für große Personalengpässe. Viele Unternehmen können diese gar nicht so kurzfristig auffangen", berichtet auch Bernd Feinermann, Geschäftsführer der Rasant Personal-Leasing GmbH.

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Wissensverlust und hohe Kosten

Von den Personalleitern, die mit einer solchen Welle rechnen, erwarten 42 Prozent einen Personalengpass. Gerade kleinere Unternehmen machen sich Sorgen: 55 Prozent der Firmen, die weniger als 50 Mitarbeiter haben, erwarten, das vorzeitig in den Ruhestand gehende Personal nicht rechtzeitig ersetzen zu können. Bei den großen Betrieben bereitete das Problem nur 31 Prozent der Personaler Kopfzerbrechen.

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Die Personalleiter wiesen aber vor allem darauf hin, dass erfahrene und hoch qualifizierte Mitarbeiter zwei Jahre eher als geplant in den Ruhestand gehen werden - die sich so schnell nicht ersetzen lassen. In diesem Zusammenhang war häufig von einem vorzeitigen "Verlust von Wissensträgern und Fachkräften" die Rede, der in manchen Branchen aufgrund der Situation am Arbeitsmarkt kaum nachbesetzt werden kann. Auch reiche die Zeit oft nicht für einen Wissenstransfer.

Einige Personalleiter sehen außerdem die Gefahr steigender Rentenbeiträge sowie steigender Kosten bei der betrieblichen Altersvorsorge. Für einige Unternehmen hat die Rente mit 63 aber auch Vorteile: Sie freuen sich auf eine Verjüngungskur und darauf, dass "durch den Abgang hoch dotierter Mitarbeiter und günstigem Ersatz Personalkosten gespart werden können".

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