Serie Tickets zur Macht III: Wo die digitale Elite zwitschert

Serie Tickets zur Macht III: Wo die digitale Elite zwitschert

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Ein Plausch mit Mark Zuckerberg, ein Termin mit Google-Chef Eric Schmidt oder Wagnisfinanzierern. Auch Normalos können die Stars der Internet-Gemeinde treffen – wenn sie das nötige Kleingeld mitbringen.

Leweb: Delikatessen und Internet-Stars

Um mit Napster-Gründer Sean Parker ins Gespräch zu kommen, muss man sich schon was einfallen lassen. Jungunternehmer Chris Carmichael, Gründer des Event-Management-Service Atendy aus Toronto, stellte sich dem Milliardär kürzlich auf einer Konferenz als dessen Sohn aus der Zukunft vor. Er sei in die Vergangenheit gereist, um seinem angeblichen Vater „die nächste große Idee“ zu verraten. Spätestens als Chris verriet, dass seine Mutter Fotomodel sei, ist Parker interessiert.

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Als junger Gründer auf sich aufmerksam machen, Förderer fürs eigene Startup gewinnen: Kein Ort ist dafür besser geeignet als die LeWeb in Paris, die wichtigste Technologiekonferenz Europas.

Berühmte und Mächtige der Internet-Branche wie Yahoo-Chefin Marissa Mayer, Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt oder YouTube-Gründer Chad Hurley sind regelmäßig dabei. Jeder Teilnehmer kann bei köstlichen Macarons mit Foursquare-Gründer Dennis Crowley schwatzen, am Buffet mit Instagram-Schöpfer Kevin Systrom oder beim abendlichen Drink an der Bar mit Twitter-Gründer Jack Dorsey. So nah wie auf der LeWeb kommt man ihnen selten. Ebenfalls dabei sind branchenfremde Gäste wie TV-Starkoch Jamie Oliver oder Modezar Karl Lagerfeld.

Anders als Elite-Konferenzen wie im amerikanischen Sun Valley ist die LeWeb für jedermann offen. Einzige Bedingung: ein gut gefülltes Konto. Der Eintritt kostet bis zu 2300 Euro. Trotzdem kamen im vergangenen Dezember 3500 Besucher aus mehr als 70 Ländern nach Paris. Die Nachfrage ist so groß, dass es inzwischen einen Ableger der Messe in London gibt.

Initiator ist der französische Internet-Unternehmer Loïc LeMeur, der LeWeb 2004 mit seiner Frau Géraldine startete. Im September 2006 machte ihn Nicolas Sarkozy im Präsidentschaftswahlkampf zu seinem Berater in Internet-Fragen – für die Konferenz eine glückliche Fügung: Wenige Monate später verhalf Sarkozy der Veranstaltung durch einen Auftritt mit dem israelischen Politiker Schimon Peres zum Durchbruch.

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Perfekte Choreografie: LeWeb-Gründer Loïc LeMeur mit Modezar Karl Lagerfeld

Abseits der Podiumsdiskussionen können Gründer Wagnisfinanzierern ihre Geschäftsideen präsentieren. 2008 kam drei Amerikanern auf der LeWeb die Idee für eines der derzeit meist beachteten Startups, den Limousinenservice Uber. Seit Anfang des Jahres ist das Unternehmen aus San Francisco auch in Berlin vertreten.

Die LeMeurs liefern Gästen eine professionell durchchoreografierte Show mit musikalischen Einlagen. Zwar hat das Ehepaar einen Mehrheitsanteil an LeWeb Mitte Dezember an den britischen Veranstaltungsriesen Reed Exhibitions verkauft. Teil des Vertrags ist es aber, dass sie sich weiter um die Konferenz kümmern.

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