Studie: Frau fördert Frau

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Eine Frau erklärt eine Statistik.

Eine neue Studie zeigt: Je höher der Frauenanteil in Führungspositionen ist, desto eher werden Frauen auf den unteren Hierarchieebenen befördert. Starre Quoten bringen aber nicht automatisch mehr Gleichberechtigung.

Verändert sich das Verhältnis von Männern und Frauen in den führenden Positionen eines Unternehmens, wenn an leitenden Stellen bereits Frauen tätig sind? Ja, spürbar. Das zeigt eine norwegische Studie, die nun vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit veröffentlicht wurde. Zentrale Erkenntnis: Frauen fördern und befördern Frauen.

Weibliche Führungskräfte steigern demnach die Aufstiegschancen von anderen Frauen in Unternehmen – und zwar egal in welcher Branche die Firma tätig ist. „Frauen, die Führungspositionen bekleiden, dienen als Vorbild für andere Frauen“, sagt Studienautorin Astrid Kunze. Weibliche Angestellte würden verstärkt dazu animiert, sich selbst Führungsverantwortung zuzutrauen, wenn im Unternehmen bereits eine Frau an leitender Stelle arbeitet.

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Ausschlaggebend für die erhöhten Aufstiegschancen von Frauen sind in erster Linie aktive Beförderungen. Sprich: Frauen unterstützen einander gegenseitig. „Gleichzeitig spielt auch die Mentorenfunktion eine wesentliche Rolle“, sagt Kunze. Die deutsche Professorin an der Norwegian School of Economics hat die Daten von mehr als einer halben Million Arbeitnehmern (30% Frauen, 70% Männer) in rund 4000 norwegischen Unternehmen nach der Geschlechterverteilung in Führungspositionen im Zeitraum 1987-1997 untersucht.

Der Fokus der Studie liegt auf den Hierarchiestufen unterhalb der Top-Etage (Geschäftsführung, Vorstand, Aufsichtsrat). Von der Stufe der ungelernten Fachkräfte bis hin zu den Chefingenieuren und Abteilungsleitern ergibt sich dabei ein einheitliches Bild: In den unteren Ebenen arbeiten besonders viele und in den oberen Etagen besonders wenige Frauen.

„Wir müssen oben ansetzen, damit sich etwas ändert“, sagt Claudia Große-Leege, Geschäftsführerin des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU). In Deutschland beträgt der Frauenanteil in den Vorstandsetagen der 160 wichtigsten börsennotierten Unternehmen gerade einmal sechs Prozent. Vier von fünf Unternehmen haben nur männliche Vorstände. Die Regierung will das ändern und verdonnert die größten börsennotierten Unternehmen dazu, bis 2016 eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent bei den Aufsichtsratsposten zu erfüllen.

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