Studie zum Markenimage: Diesen Marken vertrauen die Deutschen

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Hat das Qualitätssiegel "Made in Germany" unter den letzten Krisen deutscher Unternehmen gelitten?

von Kerstin Dämon

Die Angst war umsonst: Trotz VW- und Deutsche Bank-Skandal(en) genießt das Siegel "Made in Germany" hohes Ansehen. Welchen Marken die Deutschen vertrauen und wie sie diese wahrnehmen, zeigt ein neuer Markenmonitor.

Der Niedergang der deutschen Industrie scheint abgewendet. Noch vor ein paar Monaten sahen viele das Gütesiegel „Made in Germany“, das in der Welt für Qualitätsprodukte steht, am Ende. Volkswagen hatte es stark beschädigt. „Die Marke Made in Germany hat einen deutlichen Kratzer bekommen“, hieß es bei den Verbraucherzentralen. Der Bundesverband Groß- und Außenhandel beschwor das Ende des deutschen Mittelstandes herauf, der nun im Ausland kein Bein mehr auf den Boden bekommen würde.
Zusätzliches Wasser auf diese Mühlen waren Berichte aus den USA. Laut diesen ist die Integrität aller deutschen Konzerne nach Dieselgate zweifelhaft. Wenn schon bei den Autobauern – dem Aushängeschild schlechthin – gemogelt wird, wie mag es dann erst beim kleinen Maschinenbauer zugehen?

Made in Germany zieht noch

Alles halb so wild. Die deutschen Maschinenbauer haben dank der starken Nachfrage – insbesondere aus den USA – im vergangenen Jahr einen Exportrekord aufgestellt. Auch der Mittelstand bleibt optimistisch. „Für das laufende Jahr sind die deutschen Mittelständler aufgrund der anhaltend guten Rahmenbedingungen positiv gestimmt“ heißt es im Mittelstandsindex 2016 der Unternehmensberatung Munich Strategy Group.

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Und auch das Gütesiegel „aus Deutschland“ ist nicht angekratzt, wie der Brand Experience + Trust Monitor 2015 von Sasserath Munzinger Plus und UDG United Digital Group zeigt. Demnach halten 81 Prozent der Deutschen „Made in Germany“ weiterhin für vertrauenswürdig. Bei made in Europe sagen das immerhin noch 46 Prozent. Dem Gütesiegel made in USA vertrauen 29 Prozent und nur neun Prozent halten Produkte made in China für vertrauenswürdig.

Was Werber Marc Sasserath Unternehmen rät, um glaubwürdig zu bleiben

  • Mitarbeiter pflegen

    Ihre Mitarbeiter sind das Aushängeschild Ihrer Marke, nach innen wie nach außen. Nur wenn sie vom Unternehmen, für das sie arbeiten, überzeugt sind, können sie auch Ihre Kunden für Ihre Produkte begeistern. Umgekehrt gilt: Unzufriedenes Personal zerstört das Vertrauen in Ihre Marke sehr schnell.

  • Kulanz beweisen

    Ein Kunde beschwert sich? Kein Problem, sondern eine Chance: Seien Sie großzügig, beweisen Sie Kulanz, bleiben Sie stets freundlich, kommunizieren Sie transparent – Ihr positives Verhalten wird sich wie ein Lauffeuer zu Ihren Gunsten verbreiten.

  • Versprechen halten

    Die Qualität Ihrer Kommunikation und Ihrer Produkte muss Hand in Hand gehen. Geben Sie ruhig Garantien ab – aber versprechen Sie Ihren Kunden nur, was Sie auch halten können und wollen.

„Man musste sich nach dem VW-Skandal schon fragen, was „Made in Germany“ noch wert ist. Deshalb hat es mich positiv überrascht, dass so viele Menschen „Made in Germany“ für eine vertrauenswürdige Marke halten“, sagt Uwe Munzinger, Geschäftsführer der Markenberatung Sasserath Munzinger Plus.
Auf der anderen Seite sei das Phänomen leicht zu erklären: „Starke Marken stecken einen Skandal besser weg, als Marken, die ohnehin schon nicht gut dastehen.“ Und „Made in Germany“ ist seit Ende des 19. Jahrhunderts genau das: eine starke Marke. Dabei war das heutige Gütesiegel einst eine Warnung, die britische Händler und Kunden vor billigen Ramschmessern aus Deutschland schützen sollte.

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