Ungewöhnliche Erfolgstipps : Was Manager aus Kinderbüchern lernen können

Ungewöhnliche Erfolgstipps : Was Manager aus Kinderbüchern lernen können

Der Alltag im Job ist häufig hektisch und komplex - dabei ist die richtige Entscheidung ebenso oft simpel und naheliegend. So wie in Kinderbüchern. Die wichtigsten Lektionen von Michel, Momo und Co.

Bild vergrößern

Quelle: libri

1. Michel aus Lönneberga

Der blonde Schwede ist ein echter Lausejunge, dabei hat er nie Böses im Sinn. Doch durch seine Kreativität passieren ihm ständig Dinge, die seinen Eltern missfallen. Trotzdem ist er beliebt und am Ende wird auch etwas Anständiges aus ihm.

Anzeige

Die Moral von der Geschicht: Neugier und Einfallsreichtum führen oft zum Ziel, wenn auch auf Umwegen.

Vorbild aus der Wirtschaft: viele. Zum Beispiel der 3-M-Angestellte Spencer Silver. Beim Versuch, einen Klebstoff widerstandsfähiger zu machen, erfand er aus Versehen ein Material, dessen Klebkraft mit der Zeit nachließ. Später wurde daraus dann das berühmte Klebezettelchen Post-it.

Quelle: libri

Quelle: libri

2. Momo

Das kleine Mädchen kämpft gegen eine Übermacht von Zeitdieben, den "grauen Herren". Sie rauben den Menschen Lebenszeit - und damit die Freude am Leben. Verzweifelt versuchen die Menschen, Zeit an sich zu raffen und zu sparen - und werden dabei immer unglücklicher. Mit Mut und der Hilfe guter Mächte gelingt es Momo am Ende dennoch, die grauen Herren zu besiegen.

Die Moral: Zeit lässt sich nicht sparen, man lebt nur einmal. Deswegen sollten Sie bei allem beruflichen Ehrgeiz auf Ihre Work-Life-Balance achten.

Vorbild: Robert Laube, Chef des IT-Beraters Avanade. Damit sich Beruf und Freizeit die Waage halten, verbannte der Manager beispielsweise seine E-Mails vom Handy. Außerdem nimmt er sich jeden Morgen Zeit, mit seinen Kindern zu frühstücken und sie in die Schule und den Kindergarten zu fahren.

Quelle: libri

Quelle: libri

3. Frau Holle

Ihre beiden Töchter könnten kaum unterschiedlicher sein. Die eine ist bescheiden, die andere hochnäsig. Trotzdem muss die höfliche, ältere Schwester arbeiten, während die faule, kleine Schwester spielt. Zwar fühlt sich die Ältere benachteiligt und weniger geliebt. Doch diese Enttäuschung motiviert sie nur noch mehr - und so kehrt sie am Ende mit guten Zeugnissen von der Arbeit nach Hause.

Die Moral: Bescheidenheit, Höflichkeit und Fleiß zahlen sich aus.

Vorbild: Hans Günther Ullrich machte Konzernkarriere und schaffte es in Führungsetage des internationalen Autozulieferers Eberspächer. Doch sein Beruf machte ihm immer weniger Spaß. Eines Tages kündigte er und ließ sich zum Priester ausbilden. Heute hat er weniger Geld - aber verspürt mehr Glück.

Quelle: libri

Quelle: libri

4. Der Hase und der Igel

Bei einer zufälligen Begegnung lernen sich der Hase und der Igel kennen. Dabei macht sich der Hase über die krummen Beine des Igels lustig. Dieser fordert ihn zu einem Wettrennen heraus. Siegessicher startet der Hase in das Rennen. Doch: Der Igel hat sich einen Trick ausgedacht: Er läuft nach dem Start nur ein paar Schritte, hat aber am Ende der Strecke seine ihm zum Verwechseln ähnliche Frau platziert. Als der siegessichere Hase ins Ziel stürmt, wird er dadurch getäuscht. Mehr noch: Er kann die vermeintliche Niederlage nicht akzeptieren, fordert den Hasen mehrmals zur Revanche - bis er irgendwann vor Erschöpfung zusammenbricht.

Moral: Gewusst wie! Kreativität macht sich bezahlt.

Vorbild: Die US-amerikanische Firma NMC Norfolk Men’s Clinic Marketing. Weil das Potenzmittel Viagra in den USA rechtlich umstritten ist, hat sich die NMC-Gründerin Anita Yates einen Trick ausgedacht: Die Viagra-Bestellung erfolgt über einen Rechner in Australien und wird von NMC nach Rumänien weitergeleitet. Die Osteuropäer senden die jeweiligen Rezepte dann wieder in die USA. Da die Einreichung ausländischer Rezepte nicht verboten ist, ist der Verkauf von Viagra auf diesem Weg völlig legal.

Quelle: libri

Quelle: libri

5. Der Regenbogenfisch

Der Regenbogenfisch besitzt wunderbar glitzernde Schuppen, um die ihn alle anderen Fische beneiden. Teilen will er sie aber nicht, da er um seine Schönheit fürchtet. Wer ihn um eine Schuppe bittet, wird schroff abgewiesen. Irgendwann merkt der Regenbogenfisch jedoch, dass er sich immer unbeliebter und einsamer macht. Um endlich wieder Freunde zu finden, teilt er all seine Schuppen mit den anderen Fischen und behält am Ende nur eine einzige für sich. Erst dann merkt er, wie schön das Leben sein kann, wenn man nicht alleine ist.

Moral: Einzelkämpfer kommen nicht ans Ziel. Stattdessen zahlt sich Kooperation aus.

Vorbild: Alan Mulally, der als "Ford-Retter" in die Unternehmensgeschichte einging. Innerhalb von acht Jahren verwandelte er den Automobilhersteller vom Pleitekandidaten zum profitablen Unternehmen. Mit einer simplen Methode: Teamarbeit. Anstelle der üblichen Revierkämpfe legte Mulally Wert darauf, dass die Angestellten effektiv im Team zusammenarbeiten.

Quelle: libri

Quelle: libri

6. Der Dachs hat heute schlechte Laune

Der kleine Dachs würde morgens am liebsten im Bett bleiben, überlegt es sich dann aber anders: Sollen ruhig alle Waldbewohner an seiner schlechten Laune teilhaben. Griesgrämig geht er in den Wald und lässt seiner Wut freien Lauf. Als er sich ausgetobt hat, ist er wieder in bester Stimmung – dafür sind jetzt alle anderen Tiere mürrisch und griesgrämig.

Moral: Jeder hat mal einen schlechten Tag – aber es müssen nicht alle daran teilhaben.

Vorbild: Die US-amerikanische Bankmanagerin Sallie Krawcheck, eine der mächtigsten Frauen der Wall Street. 2008 wurde sie von Smith Barney entlassen. Doch sie ließ den Kopf nicht hängen – und kämpfte sich an die Spitze der Großbank Merrill Lynch.

Quelle: libri

Quelle: libri

7. Mörfi - Das Fehlerteufelchen: Nur Dumme machen keine Fehler

Johanna ist eine echte Pechmarie, ständig geht etwas schief. Als sie wieder einmal unglücklich ist, weil ihr ein Missgeschick passiert ist, taucht das Fehlerteufelchen Mörfi auf. Er liebt Fehler über alles, große genauso wie kleine. Und er zeigt Johanna: Nur Dumme machen keine Fehler.

Moral: Niemand ist perfekt.

Vorbild: Thomas Watson Junior, der ehemalige Chef von IBM. Als einer seiner Angestellten ein millionenschweres Projekt in den Sand setzte und das Unternehmen dadurch zehn Millionen US-Dollar verlor, überraschte Watson durch seine Reaktion. Anstatt den Mann zu feuern oder zu maßregeln, sprach er ihm gut zu: Der Mitarbeiter dürfe jetzt auf keinen Fall gehen - denn das Unternehmen habe gerade zehn Millionen Euro für seine Ausbildung gezahlt.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%