Unternehmensführung: Erfolgreiche Manager sind Spielertypen

GastbeitragUnternehmensführung: Erfolgreiche Manager sind Spielertypen

Wenn von Spielern die Rede ist, klingt das negativ: nach Zocken oder Manipulation. Aber gute Unternehmenslenker müssen Spieler sein: Ihre berufliche Bühne ist das Schachbrett, Kollegen, Kunden und Partner die Figuren.

Erfolgreiche Menschen sind Spieler. Menschen mit ausgeprägtem Streben nach Erfolg zeichnen sich durch Leistungs- und Gestaltungswille, hohe Frustrationstoleranz, Mut zum Risiko und Entscheidungsstärke aus. Diese Eigenschaften sind individuell verschieden ausgeprägt. Was jedoch allen erfolgsversprechenden Eigenschaften zugrunde liegt, ist die Lust am Spiel: Sie begreifen berufliche Sackgassen nicht als Ende der Welt, sondern stellen eigene Spielregeln auf – festgeschriebenen oder unausgesprochenen Regeln zum Trotz. Und sie verstehen es, ihre Vorgesetzten, Mitarbeiter und Kollegen dorthin zu lenken, wo sie sie haben wollen.

Solche Spieler sind nicht zu verwechseln mit Zockern, die ihre Unternehmen in dubiosen Machenschaften oder aufgrund grenzenloser Selbstüberschätzung und Ignoranz verspielen. Erfolgreiche Menschen beherrschen vielmehr die Kunst des Schachspielens. Sie sehen die Züge des anderen voraus und sind stets einen Schritt weiter.

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Spieler scheitern nicht an beruflichen Situationen

Sie wissen, dass es Hürden geben wird und kalkulieren diese ein. In der beruflichen Sackgasse angelangt, stehen sie für Außenstehende scheinbar mental an der Wand, tatsächlich aber suchen sie zügig nach Alternativen, Rückzugsmöglichkeiten, anderen Geschäftspartnern oder neuen Positionen. Mit anderen Worten: Spieler schaffen es, der schwierigsten Situation noch etwas abzugewinnen. Sie drehen sich um und das Spiel geht weiter, mit anderen Partnern, geänderten Spielregeln oder bei neuen Unternehmen. Sie bestimmen das Spielende, nicht jene, die ihnen den beruflichen Knockout verpasst haben.

Zur Person

  • Martina Lackner

    Martina Lackner ist Psychologin, Buchautorin und Inhaberin der PR Agentur cross m. Sie berät Selbstständige, Führungskräfte, und Unternehmer zu den Themenbereichen Erfolg und mediale Sichtbarkeit.

Spieler wissen: Je näher sie Menschen kommen, desto mehr verlieren sie den Überblick und damit die nötige Distanz, um Nein zu sagen ‒ zu unrentablen Geschäftsabschlüssen, Kunden oder Beförderungen. Spieler wissen, dass sich der Wind in einem Unternehmen schnell drehen kann. Wer heute in einer Vorstandsposition ist, kann morgen freigestellt sein. Ein scheinbarer Freund auf der gleichen Hierarchieebene kann sich schnell als Feind herausstellen, wenn es ums eigene Weiterkommen geht.

Spieler wissen: Es gibt keine wirklichen Freunde im Geschäftsleben, daher ist jede Nähe zu Menschen eine Nähe auf Zeit, nicht von Substanz und daher ein no go. Außerdem sind Spieler geschult im Lesen von Menschen - entweder durch angeborene Menschenkenntnis oder durch psychologische Schulung. Um Allianzen zu schmieden, den Ausgang von Geschäftsabschlüssen zu planen oder zu beeinflussen, wissen Spieler stets, wer ihr Gegenüber ist. Sie analysieren die Persönlichkeit des anderen und setzen die Erkenntnisse zur eigenen Zielerreichung ein.

Spieler treten an, um zu gewinnen, und nicht um zu verlieren

Spieler nehmen nur jene beruflichen Herausforderungen an, von deren Gelingen sie überzeugt sind. Wobei jede große Challenge für sie ein Kick ist, sich das eigene Können zu beweisen. Sie verwenden keine Energie auf negative Glaubenssätze wie „Das ist nicht machbar.“ oder „Das bekommen wir nie hin.“. Im Gegenteil: Je größer die Herausforderung, desto größer der Adrenalinschub. Denn sie sind sicher, dass ihnen im „worst case“ schon eine Lösung des Problems einfallen wird.

Wichtigster Lerneffekt: Im Regelsystem eines Unternehmens werden Sie es nur bis zu einer bestimmten Hierarchieebene schaffen, wenn Sie so funktionieren, wie das System es erwartet. Wer Toppositionen anstrebt, muss sich Erfolgsstrategien erarbeiten, die es erlauben, dem System eigene Regeln aufzudrücken. Sehr erfolgreiche Menschen sind Regel-und Tabubrecher, keine Mainstreamtypen.  Feedback über eigene Muster und Verhaltensweisen im Rahmen von Strategiegesprächen können hilfreich sein, weil sie blinde Flecken aufdecken und Erkenntnisse und Wachstum ermöglichen.

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