Vorstandsvergütung: Boni von Europas Spitzenmanagern steigen

Vorstandsvergütung: Boni von Europas Spitzenmanagern steigen

Die Gehälter von europäischen Top-Managern sind im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 6,9 Prozent gestiegen, wie eine Untersuchung zeigt.

Vorstandsvorsitzende in europäischen Unternehmen erhalten im laufenden Jahr im Durchschnitt eine Vergütung von gut 3 Millionen Euro. Die Vorstandsmitglieder insgesamt verdienen im Mittel 1,5 Millionen Euro. Insgesamt sind die Gesamtgehälter von Vorständen und Top-Managern im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent, und damit sehr viel stärker als die Durchschnittsgehälter anderer Angestellter, gestiegen. Das geht aus der aktuellen Studie „Vorstandsvergütung in Europa 2013“ der Unternehmensberatung Hay Group hervor. In diese Studie flossen Daten von über 1.500 Vorständen und Top-Führungskräften aus 21 Ländern und 332 Unternehmen ein.

Die Studie zeigt, dass vor allem die variablen, angeblich erfolgsrelevanten Vergütungsanteile gestiegen sind: Die Grundgehälter europäischer Top-Manager sind im Vergleich zum Vorjahr nur um 2,5 Prozent gestiegen, also weniger als die europäische Inflationsrate von 2,6 Prozent. In der Schweiz fällt die Erhöhung noch moderater aus, während in Deutschland sogar durchschnittlich keine Grundgehaltserhöhungen festzustellen sind. „Gerade weil die Grundgehälter nur moderat gestiegen sind, spielen Bonuszahlungen mit langfristiger Leistungsmessung, die sogenannten Long-term Incentives eine immer größere Rolle für europäische Unternehmen“, sagt William Eggers, Vergütungsexperte bei Hay Group. 84 Prozent der europäischen Firmen belohnen ihre Top-Führungskräfte mit solchen Bonuszahlungen. Das sind 6 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Nicht nur mehr Unternehmen in Europa zahlen langfristige Boni, sondern auch deren Höhe hat zugenommen.

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Der Anteil des Grundgehalts an der Gesamtvergütung der Spitzenmanager hat von 44 auf 39 Prozent abgenommen. Während der Anteil der Boni für das Erreichen konkreter Ziele gleichbleibend 27 Prozent ausmacht, haben die langfristigen Boni nun einen Anteil von 34 statt 29 Prozent.

Die Studie zeigt auch, dass es bei der Vergütung große Unterschiede zwischen den einzelnen europäischen Ländern gibt. Über die höchsten Vergütungen können sich laut Studie Top-Manager in der Schweiz und in Spanien freuen. Es folgen Großbritannien und Deutschland mit großem Abstand zu den übrigen Ländern.

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Große Unterschiede in der Vergütung sind auch im Branchenvergleich festzustellen. „Die Pharmaindustrie zahlt nach wie vor am besten. Hier sind auch die höchsten Grundgehaltserhöhungen zu beobachten. Im Gegensatz dazu stagnieren Grundgehälter in der Automobilbranche und die einjährigen Bonuszahlungen sanken im Mittel um 14 Prozent“, so Eggers.

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