W20-Gipfel: Dax-Konzerne unterzeichnen Kommuniqué für Frauenförderung

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Continental Personalvorstand Ariane Reinhart.

von Astrid Maier

Vor dem W20-Gipfel haben Deutschlands Top-Managerinnen ein Kommuniqué vorbereitet, das die Wirtschaft stärker in die Pflicht nehmen soll, Frauen zu fördern. Viele Dax-Unternehmen stellen sich hinter den Vorstoß.

Deutschlands Top-Managerinnen haben sich zusammengetan, um Unternehmen beim Thema Vielfalt auf die nächste Stufe zu hieven. Im Vorfeld des nächste Woche stattfindenden Frauen-Gipfels W20, an dem Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Beraterin des Weißen Hauses, Ivanka Trump und IWF-Chefin Christine Lagarde teilnehmen, haben Vorständinnen deutscher Unternehmen ein Kommuniqué vorbereitet, das die Wirtschaft stärker in die Pflicht nehmen soll, mehr Frauen zu fördern. Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer neuen Ausgabe.

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Deutschlands Topmanagerinnen starten eine neue Initiative, um mehr Frauen zu fördern – und setzen dabei auf den Ivanka-Effekt.

Ivanka Trump wird für den sogenannten Women20-Gipfel Ende April nach Berlin kommen. Angela Merkel hatte die First Daughter bei ihrer jüngsten US-Reise nach Berlin eingeladen. Quelle: dpa

Rund 25 Unternehmen, darunter Dax-Konzerne wie SAP, Continental und Beiersdorf, haben das Kommuniqué unterzeichnet, ebenso Simone Menne, Finanzchefin des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim, Margret Suckale, Personalvorständin der BASF, oder Margarete Haase, Finanzchefin des Motorenbauers Deutz. Auch Peter Terium, Chef des Energieversorgers Innogy, und Continental-Chef Elmar Degenhart haben für ihre Unternehmen unterschrieben. Zu den Unterzeichnern gehören auch Repräsentanten von US-Unternehmen in Deutschland. Darunter etwa Christin Eisenschmid, Geschäftsführerin von Intel Deutschland.

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Konkret verpflichten sich die Konzerne darin, mehr Frauen in ihren eigenen Reihen etwa durch spezielles Mentoring oder familienfreundliche Arbeitszeiten zu fördern, aber auch mehr Dienstleistungen oder Rohstoffe von von Frauen geführten oder gegründeten Unternehmen zu beziehen und diese bei der Ausbildung, insbesondere in IT-Berufen, besser zu fördern. Pate für die Idee steht eine UNO-Initiative. Die Liste wurde vom Verband Deutscher Unternehmerinnen und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG angestoßen.

Mit der Umsetzung erhoffen sich die Konzerne, die deutsche Wirtschaft für das Thema stärker zu mobilisieren – und schaffen Fakten. „Bei Continental haben wir unseren Verhaltenskodex für Zulieferer erweitert und wollen sie motivieren, die Ziele des Kommuniqués aktiv zu unterstützen“, sagte Personalvorstand Ariane Reinhart der WirtschaftsWoche. So werde Continental Lieferanten ermutigen, dass sie etwa Bewerbungsverfahren einführen, die so optimiert sind, dass Frauen nicht benachteiligt werden. „Für manchen Zulieferer wird das Neuland, deshalb gehen wir als Großunternehmen voraus“, sagte Reinhart weiter.

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