Weihnachtsgeschenke vom Chef: Mitarbeiter wünschen sich Anerkennung - zur Not als Gutschein

Weihnachtsgeschenke vom Chef: Mitarbeiter wünschen sich Anerkennung - zur Not als Gutschein

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Rund 73 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wünschen sich von ihrem Arbeitgeber Gutscheine oder Sonderzahlungen.

Schulterklopfen, Lob oder ein Geschenk: Wer die Leistung seiner Mitarbeiter honoriert, steigert deren Produktivität. Gerade zu Weihnachten wünschen sich Angestellte ein kleines Dankeschön. Deutschen Chefs ist das egal.

Zahlreiche Untersuchungen bestätigen es immer wieder: Die deutschen Arbeitnehmer vermissen Lob und Wertschätzung. Die Gallup-Studie zeigt seit Jahren, dass viele deutsche Arbeitnehmer innerlich längst gekündigt haben - unter anderem, weil es ihnen an Anerkennung fehlt.

Wer die nicht erfährt, dem hilft auch kein hohes Gehalt mehr - insbesondere, wenn das nur noch als Schmerzensgeld empfunden wird. Marco Nink von der Unternehmensberatung Gallup sieht die Chefs in der Pflicht: Sie müssten aufhören, mit Lob zu knausern und sich mehr für die Arbeit der Mitarbeiter interessieren. Doch bisher hat sich in diesem Bereich nicht viel getan:

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57 Prozent der Angestellten sagen, dass es ihnen im Berufsleben an Dankbarkeit und Wertschätzung fehlt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Sodexo, einem Anbieter für betriebliche Sozialleistungen und Incentives, unter 1.500 deutschen Arbeitnehmern. Die Befragten sehen ihre Arbeit über das Jahr hinweg nicht genug gewürdigt oder haben gar den Eindruck, dass Lob überhaupt nicht geäußert wird.

Weihnachtsgeschenke vom Chef erwünscht

Viele setzen deshalb auf Weihnachtsgeschenke vom Chef, um die Leistungen des Einzelnen zu würdigen. Dabei sind die Befragten bescheiden. 73 Prozent wünschen sich lediglich Sonderzahlungen oder Gutscheine als Dankeschön. Die Realität sieht aber leider anders aus:

  • Nur 34 Prozent der Angestellten bekamen Sonderzahlungen oder Gutscheine vom Chef
  • Jeder dritte Deutsche erhielt im vergangenen Jahr kein Weihnachtsgeschenk oder lediglich eine Grußkarte
  • 13 Prozent der Arbeitnehmer bekamen Genussmittel wie Schokolade und Wein
  • Sieben Prozent erhielten Accessoires, Schreibwarenartikeln oder Blumen

Zwar werden die betrieblichen Weihnachtsfeiern bei mehr als 70 Prozent der Angestellten insbesondere zur Teambildung oder als Zeichen des Dankes wohlwollend aufgenommen; jedoch ist dieses einmaliges Dankeschön in Form eines Fests für über die Hälfte der Befragten zu wenig.

"Die Führungsebene sollte das Weihnachtsfest nicht als einzigen Tag im Jahr nutzen, um den Angestellten ihren Dank auszusprechen", rät George Wyrwoll, Corporate Relations Manager bei Sodexo. "Wer bisher keine oder eher unbeliebte Geschenke auf den betrieblichen Gabentisch legte, sollte über Alternativen nachdenken."

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Zu den unbeliebten Geschenken gehören übrigens ausgerechnet die von den Chefs gerne verteilten Kugelschreiber, Krawatten oder Blumensträuße. Die Umfrage zeigt deutlich: Der Tank- oder Parfümgutschein macht den Mitarbeitern deutlich mehr Freude. Gerade, weil sie bei den Sonderzahlungen selbst entscheiden können, wie sie das Geld investieren möchten.

Gutscheine sind auch unter steuerlichen Aspekten für das Unternehmen interessant, da sie zu den sozial- und lohnsteuerfreien Sonderleistungen gehören. Bevor der Chef aber gar nicht Danke sagt, kann es sicher auch der schöne Füller sein - Hauptsache, Führunkskräfte versäumen es nicht auch noch an Weihnachten, ihre Leute zu motivieren.

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