Pünktlichkeit: Wer zu spät kommt, den bestraft der Chef

Pünktlichkeit: Wer zu spät kommt, den bestraft der Chef

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Zu spät im Büro. Das gefällt dem Arbeitgeber gar nicht.

von Jochen Mai

Unpünktlich keit ist kein Kavaliersdelikt. Besonders am Arbeitsplatz. Eine Studie zeigt nun: Wer pünktlich ist, sammelt Pluspunkte. Und wie halten Sie's? Machen Sie mit bei unserer Umfrage.

Pünktlichkeit ist eine deutsche Tugend. Eine, die vor allem Chefs noch immer an ihren Mitarbeitern schätzen. Laut einer Umfrage der Jobbörse Monster unter 2700 Arbeitnehmern werden Verspätungen von jedem fünften deutschen Arbeitgeber nicht geduldet: Wer zu spät kommt, kriegt Ärger. 44 Prozent der Befragten gaben indes an, dass ihr Arbeitgeber vereinzelte Verspätungen akzeptiert – es dürfe nur nicht zur Regel werden. Bei gut jedem Dritten (36 Prozent) hingegen ist das Verspäten kein Problem. Hauptsache, sie informieren ihren Chef kurz vorher.

Umgehend den Arbeitgeber informieren

„Im Falle einer Verspätung sollte der Arbeitnehmer umgehend seinen Arbeitgeber beziehungsweise Vorgesetzten informieren”, rät jedoch Urs Peter Janetz, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Wer ohne eigenes Verschulden zu spät kommt, muss grundsätzlich keine Konsequenzen fürchten. Wer allerdings für seine Verspätung verantwortlich ist – etwa, weil er notorisch zu spät losfährt –, muss mit Abmahnung und im Wiederholungsfall gar mit Kündigung rechnen. Schuldhaft handelt übrigens auch, so Janetz, wer im „üblichen Morgen-Stau steckt”. Hier sollte man entsprechend früher losfahren. Und in jedem Fall dürfe der Arbeitgeber versäumte Arbeitszeit vom Gehalt abziehen.

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Im Vergleich mit unseren Nachbarn zeigen sich jedoch deutliche kulturelle Unterschiede. Sowohl die Arbeiter in Österreich wie in der Schweiz sind gegenüber unpünktlichen Kollegen toleranter. In Österreich zum Beispiel haben 46 Prozent der Befragten kein Problem damit, zu spät zur Arbeit zu erscheinen, 41 Prozent der Unternehmen dulden Verspätungen vereinzelt und wirklich Ärger gibt es nur bei 13 Prozent der Befragten.

Ähnlich sieht es in der Schweiz aus: Hier hat jeder Dritte kein Problem beim Zuspätkommen. Über die Hälfte der Befragten dürfen sich auch vereinzelt verspäten, ohne das dies Konsequenzen hat – im Gegensatz zu 16 Prozent der Arbeitnehmer, die tatsächlich jedes Mal pünktlich erscheinen müssen.

Apropos: Wie sieht das bei Ihnen aus? Müssen Sie regelmäßig pünktlich auf der Arbeit erscheinen? Und welche Konsequenzen drohen Ihnen bei einer Verspätung? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen als Kommentar – und machen Sie mit bei der Umfrage.

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