Studie: Intelligenz hat auch Nachteile

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Studie: Intelligenz hat auch Nachteile

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Eine neue Studie belegt, dass Intelligenz kein Garant für logische Schlussfolgerungen ist - Sie fördert den Sprung ins geistige Fettnäpfchen sogar

von Daniel Rettig

Klugheit schützt vor Torheit nicht, resümiert eine neue Studie. Demnach erliegen kluge Menschen umso häufiger Irrtümern.

Folgende Situation: Ein Baseballschläger und ein Ball kosten insgesamt 1,10 Euro. Der Schläger kostet 1 Euro mehr als der Ball. Wie teuer ist der Ball?

Dachten Sie spontan: "10 Cent"? Falsch gedacht! Die richtige Antwort lautet 5 Cent – denn der Unterschied zwischen 1 Euro und 10 Cent beträgt nur 90 Cent.

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Die Frage stammt aus dem "Cognitive Reflection Test" des US-Ökonoms Shane Frederick. Zu Ihrer Beruhigung: Der Wissenschaftler hat die Aufgaben in den vergangenen Jahren Hunderten von Probanden vorgelegt, darunter auch zahlreiche Elitestudenten. Kaum jemand beantwortete die Frage nach dem Preis des Baseballs richtig.

Geistige blinde Flecken

Kein Wunder: Gedanken sind selten objektiv, Schlussfolgerungen oft unlogisch. Anders gesagt: Allzu häufig unterliegen Menschen einer gedanklichen Verzerrung, dem "cognitive bias". Liegt das schlicht an mangelnder Intelligenz?

Ganz im Gegenteil, resümiert jetzt Psychologe Richard West von der James Madison Universität. Er kommt in einer neuen Studie zu einem überraschenden Ergebnis: Intelligenz macht oft erst empfänglich für das geistige Fettnäpfchen.

West widmete sich in seiner Untersuchung den so genannten geistigen blinden Flecken ("bias blind spots"). Vereinfacht ausgedrückt nehmen Menschen Denkfehler bei sich selbst selten wahr. Motto: "Das könnte mir nie passieren!"

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