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Tischetikette: Verwirrendes Besteck

von Quelle: Uwe Fenner und Institut für Stil und Etikette

In guten Häusern ist das Besteck für die Vorspeise ein kleines (Frühstücks-Messer und Frühstücks-Gabeln), während die Hauptspeise mit dem großen Tafelbesteck eingenommen wird.

Es werden immer Messer und Gabel gedeckt, aber vornehmerweise durchaus nicht immer benutzt. Denn es gilt die Regel: Wozu man kein Messer braucht (z.B. Frikadellen, Kartoffeln), soll der Gentleman auch keines benutzen. Haben Sie gute Tischmanieren? Machen Sie die Probe aufs Exempel im großen Benimmtest. Hier geht's zum kulinarischen Knigge... Das gilt insbesondere für das Kleinmachen von Kartoffeln, die man mit der Gabel zerteilt (nie knätscht). Diese Sitte stammt zwar aus einer Zeit, in welcher die Messerklingen noch nicht aus rostfreiem Edelstahl waren. Vielmehr hatte man früher, also vor ca. 80 Jahren häufig Messer mit Silbergriffen und rostenden Stahlklingen. Diese Klingen schnitten weit besser, als (durchaus schon bekannte) rostfreie Edelstahlklingen. Kartoffeln aber und Spargel und Fisch (auch Eier) nahmen sofort den Stahlgeschmack an und schmeckten scheußlich. Deshalb die Regel: Kein Fisch, keine Kartoffeln, keinen Spargel mit dem Messer.

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