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Arbeitsmarkt: Die sechs größten Fehler beim Jobwechsel

von Daniel Rettig

Durch einen Jobwechsel dem Rausschmiss entgehen – das kann eine gute Strategie sein. Aber nur, wenn sie geplant erfolgt und wenn der Wechsel sinnvoll ist.

Der Jobwechsel mit gelungenem Abgang Quelle: Foto: aboutpixel.de/ Jacques Kohler
Der Jobwechsel mit gelungenem Abgang Quelle: Foto: aboutpixel.de/ Jacques Kohler

In Hektik verfallen.

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Durch einen Jobwechsel dem Rausschmiss entgehen – das kann eine gute Strategie sein. Aber nur, wenn sie geplant erfolgt und wenn der Wechsel sinnvoll ist. Falls sich dahinter nur eine vorübergehende Emotion verbirgt (Angst, Ärger) oder die Aussicht besteht, dass sich an Ihrer misslichen Lage in nächster Zeit etwas ändern könnte, sollten Sie den Schritt überdenken. Mit jedem Wechsel riskiert man eine neue Probezeit bei erhöhtem Risiko, weil man im neuen Unternehmen noch kein Netzwerk hat.

Wechselabsichten ausplaudern.

Sie haben beschlossen, sich beruflich zu verändern. Fatal wäre, das sofort weiterzuerzählen, selbst mit dem Zusatz: „Aber behalt es bitte für dich.“ Das machen die wenigsten. Irgendwann landet das vermeintliche Geheimnis schließlich beim Chef – und der wertet es als Illoyalität.

Den Chef erpressen.

Eine andere Firma hat Ihnen ein Spitzenangebot gemacht? Schön. Gehen Sie jetzt bloß nicht zum Chef und pokern Sie damit um bessere Bezahlung. Das Gegenangebot muss vom Chef kommen. Sonst machen Sie sich später nur erpressbar („Dann zeigen Sie mal, dass Sie das auch wert sind!“) und landen bei der nächsten Kündigungsliste ohnehin auf den vorderen Plätzen.

Voreilig kündigen.

Auch wenn Sie eine mündliche Zusage vom neuen Arbeitgeber schon haben, bewahren Sie Stillschweigen! Warten Sie ab, bis der neue Vertrag tatsächlich von beiden unterschrieben ist. Erst dann dürfen Sie Ihre jetzige Stelle kündigen. Im schlimmsten Fall stehen Sie sonst ganz ohne Arbeitsplatz da.

Verbal nachtreten.

Die Verlockung, Ihrem Chef beim Abschied noch ein paar ehrliche Worte mitzugeben, mag groß sein – widerstehen Sie trotzdem! Danken Sie lieber für die Zusammenarbeit – selbst wenn Sie dabei fest auf die Zähne beißen müssen. Sie wissen schließlich nie, ob Sie sich nicht doch irgendwann noch mal begegnen.

Über die Ex-Firma lästern.

Reden Sie bei Ihrem neuen Arbeitgeber niemals schlecht über den letzten Job („Saftladen“) oder ehemalige Kollegen („Nieten“). Damit enttarnen Sie sich gleich zu Beginn als illoyal, hinterhältig und intrigant. Dieses Image werden Sie so schnell nicht mehr los.

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