
Immer weniger deutsche Arbeitnehmer arbeiten in Vollzeit. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres verloren laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 318.000 Erwerbstätige ihre Vollzeitstelle – ein Minus von 1,4 Prozent. Im Gegenzug bieten mehr Unternehmen Teilzeitjobs an: ein Plus von 1,7 Prozent.
Allerdings sind im dritten und vierten Quartal 2009 noch mehr Vollzeitstellen abgebaut worden: minus 1,7 Prozent. Damit nimmt – zumindest in der Relation – die durchschnittliche Arbeitszeit erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise wieder zu. Gleich mehrere Indizien sprechen dafür.
Insgesamt werden Arbeitszeitguthaben nicht mehr so stark abgebaut und sogar wieder mehr bezahlte Überstunden geleistet. Statistisch fällt das allerdings kaum ins Gewicht: Im ersten Quartal leisteten die Arbeitnehmer im Mittel wöchentlich rund 0,8 bezahlte Überstunden, knapp 0,15 Stunden mehr als im Vorjahr. Doch der Trend ist klar.
Weniger Beschäftigte in Kurzarbeit
So ist auch die Zahl der Kurzarbeiter gesunken: Von 1,12 Millionen im dritten Quartal 2009 auf 984.000 im vierten und im ersten Quartal 2010 auf rund 933.000. Zudem steigt die Zahl der Krankschreibungen seit Mitte 2009 leicht an und lag Anfang des Jahres bei 3,8 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent). Viele Experten zählen diese Quote als Indiz für inzwischen bessere Zukunftsperspektiven der Arbeitnehmer: Wer Angst um seinen Job hat, wird nicht krank.









