Arbeitsplatz: Was Sie bei einer Beziehung im Büro beachten sollten

Arbeitsplatz: Was Sie bei einer Beziehung im Büro beachten sollten

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Ein Liebespaar kuesst sich am Dienstag, 7. April 2009, am Aachener Weiher in Koeln. Das sonnige Wetter soll in den naechsten Tagen noch anhalten, sagen die Meteorologen. (AP Photo/Roberto Pfeil) ----- A couple kisses in a park in Cologne, western Germany, while enjoying the warm weather on Tuesday, April 7, 2009. (AP Photo/Roberto Pfeil)

Vom Flirt am Arbeitsplatz bis zum Beziehungsende. Was man in den verschiedenen Phasen einer Beziehung am Arbeitsplatz beachten sollte und wie man Getuschel vermeidet.

1. Der FlirtZweideutige E-Mails, tiefe Blicke am Kopierer, flüchtige Berührungen unterm Konferenztisch: Kleine Flirts am Arbeitsplatz heben nicht nur die Laune, sondern machen auch produktiver. Das wissen auch Arbeitgeber und setzen schon mal auf gemischte Teams. Doch Vorsicht! Was der eine für einen harmlosen Flirt hält, stürzt den anderen womöglich in eine tiefe Beziehungskrise, weil er Angst hat fremdzugehen.  Problematisch können auch homosexuelle Flirts werden. Denn hier muss noch eine zweite Hürde überwunden werden: Wie stehen Arbeitgeber und Kollegen zu einer gleichgeschlechtlichen Liebschaft? Andernfalls drohen Stigmatisierung, Tratsch und Anfeindungen.  In jedem Fall gilt: Der Flirt muss von beiden Seiten gewollt sein. Sonst kann es leicht in sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ausarten. Und die ist strafbar. Wer davon betroffen ist, sollte offen damit umgehen – und keine Angst haben, bei den Kollegen als verklemmt zu gelten. Heißt: sofort das Gespräch mit dem Belästiger und dem Vorgesetzten suchen. Und: den Betriebsrat einschalten. Die Chancen, einen Unterlassungsanspruch vor dem Arbeitsgericht durchzusetzen, sind gut – allerdings sollten die Opfer zuvor eindeutige Beweise wie zum Beispiel E-Mails sichern.

Klatschgeschichten mit Humor abhalten

2. Die AffäreBeim Betriebsfest war es noch die große Liebe, zwei Wochen später ist schon alles vorbei. Jetzt gilt es, professionell zu sein und möglichst galant wieder zu normalen Kollegen zu werden. Auch wenn es sich nur um ein kurzes Tête-à-Tête gehandelt hat, heißt die Devise auf jeden Fall: Diskretion wahren, selbst im Nachhinein. „Auch wenn eigentlich schon alles vorbei ist, können noch Eifersüchteleien unter den Kollegen entstehen“, weiß der Berner Paartherapeut Klaus Heer. Im schlimmsten Fall kann daraus sogar Mobbing werden.  Schwierig wird es auch, wenn einer von beiden nach dem Ende der Affäre weiterhin mehr will. In diesem Fall hilft nur: Abstand. Für den Fall, dass die Kollegen tuscheln, obwohl es dafür gar keinen Grund, also keine Affäre, gibt, rät Führungskräfte-Coach Meike Müller aus Berlin: „Sprechen Sie die Sache mit einem Augenzwinkern offen an und zeigen Sie, dass Sie darüber nur lachen.“ Humor ist oft die beste Waffe, um die Kollegen von Spekulationen und Klatschgeschichten abzuhalten.  3. Die BeziehungWie romantisch! Morgens fährt man gemeinsam zur Arbeit, wünscht sich an der Eingangstür mit Küsschen einen schönen Tag und pünktlich zum Feierabend schließt man den Liebsten wieder in die Arme. Auch wenn es schwerfällt: Berührungen und eindeutige E-Mails sind am Arbeitsplatz absolut tabu. Man muss den Partner zwar nicht siezen, aber auf den ersten Blick sollte ein Außenstehender nicht erkennen, dass zwei Mitarbeiter ein Paar sind.

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Schließlich haftet Verliebten stets ein Hautgout von Vetternwirtschaft an. Zudem raten Experten, die Beziehung erst nach einer Probezeit von drei Monaten öffentlich zu machen. Könnte ja auch schiefgehen, und für das eigene Image kann es schlecht sein, wenn man alle paar Wochen einen neuen Partner im Büro präsentiert.

Nicht minder schwierig sind Beziehungen zwischen einem Vorgesetzten und einem Mitarbeiter. Bei dieser Konstellation sind Interessenkonflikte programmiert: Was ist, wenn der Partner plötzlich eine objektive Begutachtung über den anderen schreiben soll? Die beste Lösung ist daher: Der Vorgesetzte ist – aus disziplinarischer Sicht – nicht der eigene Partner. Das sollte man offen mit der Personalabteilung klären.

4. Die TrennungDie schwierigste Phase tritt ein, wenn es zur endgültigen Trennung kommt. Auch hier gilt: sofort möglichst viel Abstand erzeugen. Heißt: die geplanten Sommerferien vorziehen oder sogar unbezahlten Urlaub nehmen. Manchmal hilft es auch, den Vorgesetzten zu informieren und um eine räumliche Trennung vom Ex-Partner zu bitten.

Wie konsequent man dabei vorgeht, ist jedoch entscheidend. Denn häufig will einer der Ex-Partner sich distanzieren und der andere nicht. Nicht selten ist dann der einzige Ausweg aus der Klemme, sich einen neuen Job zu suchen oder für einige Zeit ins Ausland zu wechseln. Hauptsache weg, Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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