Arbeitsteilung: Am Ende bleiben Frauen doch zu Hause

Arbeitsteilung: Am Ende bleiben Frauen doch zu Hause

Bild vergrößern

Junge Paare setzen noch auf Arbeitsteilung im Haushalt, fallen jedoch mit den Jahren in traditionelle Verhaltensmuster zurück.

Junge Paare teilen sich den Haushalt, fallen aber mit den Jahren in die traditionelle Rollenverteilung zurück. Die heutige Chancengleichheit von Frauen kann nur schwer an traditionellen Verhaltensmustern rütteln.

Immer mehr Frauen studieren und machen Karriere. Im Berufsleben ziehen sie zunehmend mit Männern gleich und die traditionelle Rollenverteilung von der Frau am Herd und dem Mann im Büro scheint vorbei - zumindest unter jungen Eheleuten. Knapp die Hälfte frisch geknüpfter Ehen setzt auf gemeinschaftlich geteilte Hausarbeit. Im Laufe der Jahre fallen jedoch viele Paare in traditionelle Verhaltensmuster zurück. Das ergibt eine Studie der Soziologen Florian Schulz und Hans-Peter Blossfeld.

Anhand des Bamberger Ehepaar-Panels, für das Ehepartner über Jahre hinweg befragt wurden, haben sie herausgefunden, dass sich bei Ehen über die Zeit "traditionalisieren." Dabei unterscheiden die Forscher zwischen traditionell und stark traditionell orientierten Paaren - also Haushalten, in denen der Mann arbeiten geht und nie einen Finger rührt, oder zumindest ein wenig der Frau im Haushalt zur Hand geht. Ehen, die derart starten, behalten diese Konstellation in 40 Prozent der Fälle bei, in 45 Prozent der Fälle werden sie mit der Zeit sogar stark traditionell. Bei frisch vermählten Paaren, die direkt stark traditionell orientiert sind, lässt sich dieser Zustand kaum ändern: In 75 Prozent der Fälle bleibt es auch dabei.

Anzeige

Haushalte, in denen beide Seiten daheim gleich viel Hand anlegen, ändern sich mit der Zeit in 47 Prozent der Fälle zugunsten des traditionellen Rollenbilds. Immerhin 50 Prozent behalten aber die gemeinschaftliche Hausarbeit bei. Schulz und Blossfeld widersprechen damit der Annahme, dass die Chancengleichheit von Männern und Frauen bei Bildung und Beruf zu einer Enttraditionalisierung führen.

Dabei verfechten gerade Wirtschaftswissenschaftler diese Auffassung. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Gary Becker geht beispielsweise in seiner ökonomischen Theorie der Familie davon aus, dass Partner das Beste für die Familie im Blick haben und jeder seine eigenen Stärken und Fähigkeiten in den Haushalt einbringt. Wenn die Frau beispielsweise mehr verdient als ihr Ehemann, dann geht sie demnach arbeiten und der Mann kümmert sich um die Hausarbeit.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%