Arnold Schwarzenegger: "Wer sollte mich schon stoppen?"

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InterviewArnold Schwarzenegger: "Wer sollte mich schon stoppen?"

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Arnold SchwarzeneggerTerminator auf Korrekturkurs

Der 65-jährige kalifornische Ex-Gouverneur spricht über sein Comeback als alternder Actionheld, das Recht auf Waffenbesitz und die Gründe, warum ihn die Politik zu einem besseren Schauspieler gemacht hat.

Schwarzenegger, geboren 1947 in Thal in der Steiermark, war einer der erfolgreichsten Bodybuilder der Welt und ist viermal zum Mister Universum gewählt worden. Mit den Hollywoodfilmen „Conan der Barbar“ und „Terminator“ gelang ihm Anfang der Achtzigerjahre der internationale Durchbruch als Filmschauspieler. Von 2003 bis 2011 war Schwarzenegger Gouverneur von Kalifornien. Vom 31. Januar an ist er in „The Last Stand“ als Sheriff zu sehen, der sich mit Drogengangstern bekriegt.

WirtschaftsWoche: Herr Schwarzenegger, wissen Sie noch, wie lang Ihre letzte große Kinorolle zurückliegt?

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Schwarzenegger: Ja, ungefähr neuneinhalb Jahre –„Terminator 3“.

Hatten Sie vor Ihrem Comeback keine Angst, dass das Publikum Sie nicht mehr sehen will?

Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht. Wenn man fast zehn Jahre verschwindet, fragt man sich: Sind die Fans verschwunden? Haben sie andere Idole gefunden? – Daran musste ich die ganze Zeit denken.

Warum versuchen Sie’s dann doch wieder und sind nach Ihrer Gouverneurs-Karriere nicht in den Ruhestand gegangen? Sie sind mit 65 im besten Rentenalter.

Ich kann das ganze Konzept des Ruhestands nicht verstehen. Warum sollte ich in Rente gehen? Es verschafft mir immer noch große Befriedigung, Filme zu drehen. An der University of Southern California habe ich das Institute for State and Global Policy ins Leben gerufen und eine Professur übernommen. Ich veranstalte meine Bodybuilding-Championships und promote Gesundheits- und Fitnessthemen. Das soll ich alles aufgeben? Um was zu tun, bitte schön?

Sie sagen doch selbst, dass Sie sich nicht sicher gewesen seien, ob Sie im Kino an Ihre alten Erfolge anknüpfen können.

Richtig, aber ich habe im Lauf der Zeit auch gemerkt, wie populär meine Filme dank des Fernsehens sind. Die laufen da immer noch. Selbst Kinder im Alter von sechs und sieben sprechen mich darauf an. Die waren zur Zeit von „Terminator 3“ noch nicht mal geboren. Außerdem hatte ich das Glück, dass seither keine anderen neuen Actionstars hervorgetreten sind. Die Lage ist für mich also perfekt. Ich war nur ein wenig nervös, weil ich so lang nicht mehr vor der Kamera gestanden war.

Wie haben Sie das Problem gelöst?

Glücklicherweise hat mir Sylvester Stallone eine kleine Rolle in „Expendables 2“ angeboten. Das war fürs Aufwärmen gut. Und jetzt hoffe ich, dass mein Comeback mit „The Last Stand“ auch an der Kasse funktioniert.

Sie sind ja nicht der einzige Actionaltstar, der sich wieder im Kino versucht. Stallone hat es erfolgreich vorgemacht, Bruce Willis ist demnächst im fünften „Stirb langsam“-Film zu sehen. Befürchten Sie nicht, dass Sie sich gegenseitig Marktanteile wegnehmen?

Nein, solange wir es schaffen, unsere Filme mit ausreichendem Abstand ins Kino zu bringen, und nicht alle am selben Wochenende starten. Ich wünsche meinen Kollegen viel Glück. Auf dass wir alle Erfolg haben.

Warum sollte das für „The Last Stand“ gelten?

Weil er genau die Elemente hat, die für einen Schwarzenegger-Actionstreifen erforderlich sind. Einerseits braucht man das große Spektakel, die Kampfsequenzen, die Verfolgungsjagden und andererseits die komische Erleichterung. Deshalb habe ich mir einen Kollegen wie Johnny Knoxville aus der MTV-Serie „Jackass“ dazugeholt. Nach diesem Prinzip hat es auch in der Vergangenheit funktioniert. Das ist die Formel, die international Erfolg verspricht. Für mich war es immer entscheidend, dass ein Film in Deutschland oder China genauso gut aufgenommen wird wie in Amerika.

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