Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen
22 Kommentare... und die Politik diskutiert das erhöhte Kindergeld ab dem dritten Kind! Was wir brauchen, sind Krippenplätze mit gut ausgebildetem und herzlichem Personal, einem ordentlichen betreuungsschlüssel und einem brauchbaren pädagogischen Konzept mit realistischen Öffnungszeiten. Diese Krippenplätze müssen einigermaßen bezahlbar sein, damit das Gehalt nicht komplett dafür draufgeht, sondern auch noch was für die Haushaltshilfe übrig bleibt. Und dann können wir über´s dritte Kind sprechen ;-)
ich kann Martina als Vater in Elternzeit nur zustimmen. Qualität geht gerade bei Kindern vor Quantität. Es gehört auch noch ein gehöriges Umdenken was das Thema Teilzeit und flexible Arbeitszeiten angeht her. Aber Mitarbeiter sollen ja immer wenn der Chef es will verfügbar sein. Nur weil er vielleicht nicht organisiert ist. Mit Kindern muß man organisiert und flexibel sein.
Das allegrösste Problem tauch allerdings erst auf wenn die Kids dann in die schule kommen. Hat man sich entlich einen Krippenplatz oder eine Tagesmutter erkämpft, kommt das Kind in den Kindergarten und man denkt: Puhh das wäre geschafft! Denn Kindergartenplätze gibt es trotzalledem. Die Karriere läuft und man ist froh wieder ein Teil der arbeitenden bevölkerung zu sein! Alles scheint organisiert... Doch dann gehts in die Schule! Die verlässliche ganztagsschule ist ein Traum der nur für sehr wenige von uns Wirklichkeit wird.. im ersten Schuljahr haben die Kinder spätestens um 12.15 Uhr frei. Was nun? der Städtische Hort ist überlaufen - wenn es so einen überhaupt an der Schule gibt! Die Elterninitiatieve ebenfalls... Was tun? Viele von uns erleben den Eintritt unserer Kinder in die Schule mit gemischten Gefühlen. Und noch mehr von uns hatten, oder haben Angst vor dem erneuten Karriereknick! Was ist los mit unserem Land? Warum wird soo wenig für Familien mit Kindern ( und Karriere ) getan!!!??? Wann kommt die Wende???
Sehr geehrte Frau Henrich,
vielen Dank für den umfassenden und ansprechenden Artikel.
Liane Rexhepi
Mutter und Tagesmutter
Vorstandsmitglied im Lübecker Tagesmütter/-väter e.V.
@ Jürgen,
du hast ja wirklich ganz viel Ahnung. Welchen Grund gibt es denn, das du so verbittert bist???
ich denke,in der Politik muss es noch in vielen Köpfen Klick machen bis endlich mal was ordentlich in die Tat umgesetzt wird. Nicht nur, das mehr Plätze geschaffen werden und diese auch bezahlbar sind, sondern auch die Erzieherinnen und Tagesmütter sollten endlich mal anständig entlohnt werden.
Also bitte! Wenn ein Paar sich entscheidet, ein Kind zu bekommen wieso macht es dann die Gesellschaft dafür verantwortlich wenn es mit ihrer Planung nicht zurande kommt.
Es hat sie doch niemand gezwungen sich so zu verhalten. Wieso muss die Gesellschaft dafür aufkommen. Wenn ein Paar ein Kind haben möchte, ist es doch unverantwortlich es schon in so einem frühen Alter wegzugeben. Wo bleibt da die Familie und die Erziehung frage ich mich.
Müssen wir uns dann noch, wundern, wenn unsere Kinder mit 12 schon anfangen, Drogen zu nehmen.
Nein ich glaube nicht den, wenn ein Elternteil sich kümmern würde und nicht beide ihrer kariere hinterherlaufen wollen dann würde es nicht so aussehen in Deutschland. Was sind wir für ein Land geworden was für einen verfall dieser Gesellschaft müssen wir auf dem rücken unserer Kinder noch ertragen? ich finde das nicht die Gesellschaft für den Missstand verantwortlich ist und es bezahlen sollte sonder die Eltern die eigentlich keine sind. Denn wenn die Kariere vor den Kindern steht sollte man keine Kinder bekommen dürfen.
@Think Warum machst du die Chefs für die Probleme der Eltern verantwortlich? Du hast einen Job hast in angenommen und machst nun deine Arbeit so wie du es vereinbart hast kannst du das nicht musst du gehen den dein Chef ist nicht für deine Organisation verantwortlich. Wo kommen wir hin, wenn Mitarbeiter über die betriebe anderer bestimmen. Manchmal zweifel ich das ich hier in einem Rechtsstadt bin.
im Vergleich zum letzten Artikel, wo es um die Tagespflege ging, lässt dieser doch immerhin ein gutes Haar an den Tagesmüttern. Obgleich auch hier wieder die guten beispiele nur aus den Krippen gezeigt wurden und es so hingestellt wurde, dass ausschließlich die betreuung in Tagespflege mit Problemen behaftet sei, was ich so nicht bestätigen kann.
Und wiedermal wurde das Für und Wider einer betreuung in einer Krippe oder bei einer Tagespflegeperson diskutiert. Diese Diskussion ist aber im Ansatz schon falsch, da diese Entscheidung ganz individuell von der Elternsituation und noch viel mehr vom Kind abhängt. Es kann selbst in einer Familie für das eine Kind die große Gruppe einer Krippe schon von jungen Jahren an optimal sein, wogegen das zweite Kind nur im Schoß einer kleinen familienähnlichen Gemeinschaft seine Nestwärme findet.
Deshalb ist es wichtig, dass die Angebote beider betreuungsformen gleichwertig ausgebaut werden, so dass die Eltern, unabhängig vom Geldbeutel, die für sich und für ihr Kind beste betreuungsform auswählen können. Da die Gesellschaft Kinder braucht betrachte ich es auch als wichtig, dass der Staat sowohl zum Ausbau als auch den Eltern Zuschüsse leistet. Dies macht ja auch volkswirtschaftlich Sinn, denn zum einen bietet ein gut ausgebautes betreuungsangebot (und zwar nicht nur Krippen) Chancen für Wirtschaftsstandorte in den Kommunen und sichert somit sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in allen sozialen Schichten. Deshalb betrachte ich staatliche Zuschüsse für die Kinderbetreuung nicht als Almosen für Eltern, die ihre Familienplanung zu lasten der Gesellschaft regeln, sonder als Anreiz sorglos eine Geburt auszutragen, mit dem Gefühl dadurch nicht ins gesellschaftliche Abseits gestellt zu werden.
in diesem Sinne brachte der Artikel jetzt einige gute Aspekte, die zum Nachdenken einladen!
Schönen Gruß
Rolf Müller, Redakteur von www.laufstall.de
ich habe den bericht von meinem Vater bekommen, weil er denkt das ich mich dafür interesieren würde.
ich bin selber Mutter von zwei Kinder, möchte Sie aufwachsen sehen, aber anderen Müttern die Möglichkeit geben wieder weiter zu arbeiten. insoweit hat mich der bericht sehr interesiert, weil ich gerade meine Qualifikation als Tagesmutter beim Jugendamt mache. Was mich aber sehr geärgert hat ist das die Tagesmütter vom Jugendamt schlecht sein sollen (ich zietiere, die machen das nur des Geldes wegen). bei uns in Hessen bekommt man als Tagesmutter vom Jugendamt 3 Euro auf die Stunde, ich weiß nicht wer da Tagesmutter wegen des Geldes wird. Weiter haben wir erst einmal an sechs Samstagen 8 h Schulung und müssen einen zweitages Kurs für Kleinkinder beim Roten Kreuz belegen. bevor ein Kind dann vom Jugendamt vermittelt wird bekommt man noch einen Hausbesuch des Jugendamtes wo wenn möglich alle Mitglieder des Haushaltes anwesend sein sollten. Jedes Jahr muß man Fortbildungen von insgesamt 20 h besuchen. Das alles finde ich spricht nicht dagegen eine Tagesmutter über das Jugendamt zu suchen. in jedem bereich gibt es schwarze Schafe und ich denke das auch die privaten Tagesmütter nicht alle super augebildet sind.
Zum Komentar von Hr. brüny möchte ich nur Fragen in welchem Zeitalter er den lebt?
Jede Familie und Mutter muß für sich entscheiden welches der rechte Weg ist damit alle in der Familie glücklich sind.
Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
Kommentare zu: Fehlende Kinderbetreuung als Karrierekiller für Frauen
zum Artikel