Vertriebsspezialist Wer verkaufen kann, studiert hat und überzeugend auftritt, braucht sich kaum um einen Job zu sorgen. Vertriebsspezialisten sind quer durch alle Branchen gesucht. Sie verkaufen, was die Ingenieure bauen. Im Aufschwung sorgen sie dafür, dass ihr Unternehmen alle Potenziale ausschöpft; in der Krise stellen sie sicher, dass die Ware trotzdem vom Hof kommt. Reguläre Vertriebsmitarbeiter arbeiten am Telefon und im Außendienst. Sie verkaufen, betreuen Kunden und kümmern sich um Reklamationen. In der Regel steigen Anfänger auf solchen Positionen ein, können sich mit entsprechendem Talent aber schnell in gutdotierte Managementposten hochdienen. Diese Vertriebsmanager arbeiten dann eher strategisch: Sie entwickeln Pläne, wie ihr Unternehmen neue Märkte erschließen und mit welchen Aktionen es den Verkauf von Produkten ankurbeln kann. Dazu erstellen sie Vertriebs- und Marktstrategien, oft mithilfe von Marktforschern. Gleichzeitig haben sie ein wachsames Auge auf die Konkurrenz. Die Chancen für Einsteiger sind bestens: Laut der Stellenbörse Stepstone haben 32 Prozent der Unternehmen Probleme, ausreichend Vertriebsmitarbeiter zu finden. Voraussetzungen Oft ein abgeschlossenes Studium. Stressresistenz, Flexibilität, Talent im Umgang mit Menschen. Wer in den Vertrieb will, sollte eine Zeit lang verkauft haben: Einige Jahre Kundenkontakt, und sei es in einer Boutique, machen sich gut im Lebenslauf. Ausbildung Absolventen der Betriebswirtschaft und Ingenieurwissenschaften sind besonders gefragt. Für Hochschulabsolventen ist der „Sales Trainee“ eine Einstiegsmöglichkeit. 60 Prozent der Vertriebler sind aber Quereinsteiger. Hier haben Philosophen ebenso eine Chance wie Ökotrophologen. Einstiegsgehalt Große Spannweite wegen des hohen Anteils variabler Gehaltszulagen. Vertriebsbeauftragte erhalten laut Tarif 31.000 Euro. Im Schnitt verdienen Vertriebler nach ein paar Jahren bereits 80.000 Euro.
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