Bildungsmesse: Didacta startet mit großem Ausstellerzuwachs

Bildungsmesse: Didacta startet mit großem Ausstellerzuwachs

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Die größte Bildungsmesse Europas öffnet in Köln ihre Pforten.

Europas größte Fachmesse für Bildung öffnet am 16. März ihre Pforten. Der Veranstalter freut sich über den großen Ausstellerzuwachs, auch aus dem Ausland. Die Branche dagegen schaut gebannt auf die Politik: Weitere Bildungsreformen bescheren besonders den Buchverlagen neue Aufträge.

NRW-SPD-Chefin Hannelore Kraft will kommen, die Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann ebenfalls. Bildungspolitik ist das zentrale Thema im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen, da sucht die Politik die Nähe zur Bildungswirtschaft.

Vom 16. bis 20. März präsentieren 830 Aussteller aus dem In- und Ausland auf Europas größter Fachmesse Produkte und Innovationen aus dem Bildungsbereich. Gegenüber dem Vorjahr haben sich rund 20 Prozent mehr Aussteller angemeldet, darunter 57 neue Anbieter aus dem Ausland. Oliver Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse, wertet dies als Beleg für die fortschreitende Internationalisierung im Bildungssektor.

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In vier Themenbereichen  - Kindergarten, Schule/Hochschule, Ausbildung/Qualifikation sowie Weiterbildung/Beratung – präsentieren die Aussteller ihre Produktneuheiten. Der Schwerpunkt liegt aber klar auf der schulischen und universitären Bildung, gut 500 Aussteller sind hier zu finden.  Neben den klassischen Unterrichtsmaterialien wie Büchern und Arbeitsheften steht dieses Jahr auch der Einsatz von digitalen Medien im Fokus, das sogenannte e-Learning. Unter anderem werden Produkte vorgestellt, die über das Internet und mobile Endgeräte wie Handy und i-Pod Lerneinheiten vermitteln.

Bildungswirtschaft: Schulreformen sorgen für Aufträge

Besonders die Schulbuchverleger setzen hohe Erwartungen in die diesjährige Messe. 2010 sei ein Jahr der Richtungsentscheidung, so der Vorsitzende des Branchenverbandes VdS Bildungsmedien, Wilmar Diepgrond. Jetzt werde sich zeigen, ob und wie die Bildungsreformen weiter umgesetzt und finanziert werden.

In mehreren Bundesländern sind Schulreformen angeschoben worden, auf die die Schulbuchverlage mit neuen Lernmaterialien reagieren müssen. So haben beispielweise Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein beschlossen, Haupt- und Realschulen zu einer weiterführenden Schule zusammenzuführen.

Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen steht eine Schulreform an. Am 9. Mai wird gewählt und mit Ausnahme der CDU drängen alle Parteien auf die Abschaffung der Hauptschule. Während SPD und Grüne für die Einführung einer Gemeinschaftsschule werben, spricht sich die FDP für eine regionale Mittelschule aus, in der zumindest Haupt- und Realschule zusammengefasst werden sollen.

Der Bildungswirtschaftsverband Didacta fordert unterdessen höhere Investitionen in die Bildung.  Besonders die frühkindliche Förderung müsse stärker ausgebaut werden, so Verbandspräsident Wassilios Fthenakis.

Hier sehen auch die Spitzenpolitikerinnen Kraft und Löhrmann Handlungsbedarf. In einer Rahmenveranstaltung zum Thema „Bildung von Anfang an“ werden sie während der Messe an Diskussionen teilnehmen. 

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