Bild: dpa2012: „Kingdom Builder“
Das Siegerspiel 2012 heißt „Kingdom Builder“. Das Strategiespiel des US-amerikanischen Spieleautors Donald Vaccarino erschaffe „ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, begründete die Jury die Auszeichnung. In dem Aufbauspiel besiedeln die Mitwirkenden Wiesen, Canyons, Wüsten und Waldgebiete und schaffen sich dabei eigene Königreiche.
Bild: dpa2011: „Qwirkle“
Im vergangenen Jahr gewann das Kombinations- und Legespiel "Qwirkle". Die US-Amerikanerin Susan McKinley Ross aus San Francisco hatte es 2006 erstmals in den USA herausgebracht. In Deutschland vertreibt es die Spielefirma Schmidt Spiele GmbH. Das abstrakte Spiel wird mit 108 Spielsteinen gespielt, auf denen sich Symbole in sechs verschiedenen Farben und sechs verschiedenen Formen befinden. Das Prinzip ist mit Spielen wie "Domino", "Scrabble" oder "Rommé" vergleichbar. Eine Partie des Familienspiels kann zwischen 30 und 45 Minuten dauern. Der Name leitet aus dem Englischen ab: Das Wort "quirky" bedeutet so viel wie "gerissen".
Bild: dpa2010: „Dixit“
„Er hat gesagt“ heißt das Spiel „Dixit“ übersetzt. Das Spiel mit dem lateinischen Namen bekam 2010 den Preis für das beste Spiel des Jahres. Als einfaches Ratespiel mit hohem Kommunikationspotenzial konnte es andere Spiele ausstechen. Seine Wurzeln hat „Dixit“ in Frankreich: Hier erschien das Spiel von Jean-Louis Roubira, einem französischen Kindertherapeuten, bereits 2008.
Bild: dpa2009: „Dominion“
Das Kartenspiel von Donald X. Vaccarino, dessen deutsche Version beim Verlag Hans im Glück erschienen ist, heißt "Dominion" und wurde 2009 zum Spiel des Jahres gekürt. Bei "Dominion" (englisch für "Herrschaft") sind alle Spieler Herrscher eines Königreiches. Jeder Mitspieler beginnt etwas Geld und Ländereienkarten und versucht im Verlauf des Spiels sein Reich zu vergrößern. Es ist mit "Siedler von Catan" zu vergleichen, wo es ebenfalls nicht um Duelle oder Kämpfe geht, sondern darum zu bauen.
Bild: Pressebild2008: „Keltis“
Das Spiel mit dem Untertitel „Der Weg der Steine“ darf ebenfalls den Titel "Spiel des Jahres" tragen. 2008 wurde "Keltis" mit dieser Auszeichnung prämiert. Das Brettspiel von Reiner Knizia erschien 2008. Um hier zu gewinnen, muss der Spieler über Steinpfade laufen, um immer mehr Punkte zu bekommen, bei negativen Wegen können ihm diese aber auch abgezogen werden. Die Idee für "Keltis" kommt von dem Zweipersonenspiel "Lost Cities", das 1999 bei Kosmos erschienen ist. Der Verlag, der das Spiel in Deutschland herausbringt, hat für Mehreinnahmen mit dem Spiel gesorgt: Im Februar 2009 erschien eine Erweiterung mit neuem Spielplan und kurz darauf auch eine „Bring-mich-mit“-Version in Form eines Reisespiels.
Bild: Pressebild2007: „Zooloretto“
Zooloretto von Michael Schacht, erschienen bei Abacusspiele, ist ein Brettspiel für zwei bis fünf Spieler. Ziel ist es, als Zoobesitzer einen möglichst erfolgreichen Zoo aufzubauen und dabei viele Besucher anzulocken. Der Name des Spiels kam auf den Internationalen Spieltagen 2006 durch einen Namenswettbewerb zustanden. Im Jahr darauf wurde das Spiel mit dem Kritikerpreis "Spiel des Jahres" ausgezeichnet.
Bild: Pressebild2006: Thurn und Taxis
Das vom Ehepaar Karen und Andreas Seyfarth erfundene Brettspiel Thurn und Taxis wurde vom Hans im Glück Verlag entwickelt und wird in Deutschland von Schmidt Spiele vertrieben. Es kann von zwei bis vier Spielern im Alter ab zehn Jahren gespielt werden. Bei dem 2006 als spiel des Jahres ausgezeichneten Gesellschaftsspiel geht es um den Aufbau des Postsystems durch die Familie Thurn und Taxis.
Bild: dpa/dpaweb2005: "Niagara"
Im Jahr 2005 kürte die Jury das Spiel "Niagara" von Thomas Liesching zum Spiel des Jahres. Das Brettspiel, das im Zoch-Verlag erschienen ist, handelt von einer aufregenden, abenteuerlichen Flussfahrt auf dem Niagara, bei der drei bis fünf Spieler Diamanten schürfen können.
Bild: Pressebild2004: Zug um Zug
"Zug um Zug" ist ein Brettspiel des britischen Spieleautors Alan R. Moon. Es erschien im Verlag Days of Wonder und wurde im Jahr 2004 mit dem Kritikerpreis Spiel des Jahres ausgezeichnet. Bei dem Spiel geht es um den Bau von Eisenbahnstrecken in den USA.
Bild: AP2003: Alhambra
Das Spiel des Jahres 2003 wurde "Alhambra". Das Sammel- und Legespiel von Dirk Henn ist im Bonner Verlag Queen Games erschienen.
2012: „Kingdom Builder“
Das Siegerspiel 2012 heißt „Kingdom Builder“. Das Strategiespiel des US-amerikanischen Spieleautors Donald Vaccarino erschaffe „ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, begründete die Jury die Auszeichnung. In dem Aufbauspiel besiedeln die Mitwirkenden Wiesen, Canyons, Wüsten und Waldgebiete und schaffen sich dabei eigene Königreiche.
Kai-Oliver Brand ist verzweifelt. Der Associate Director der DZ Bank sucht nach Lehm. Nur damit kann er eine neue Produktionsstätte errichten und expandieren. Den perfekten Standort hat er schon gefunden: das Gebirge am Wald. Bauarbeiter haben dort einen Stollen in die Berge getrieben und ein riesiges Erzvorkommen entdeckt. Aber ohne Lehm kein Produktionsgebäude und kein Erz. Brand blickt zu seinem Konkurrenten. Er könnte Lehm liefern. Doch der Mitbewerber schüttelt den Kopf. Die Verhandlung ist beendet, bevor sie angefangen hat. Einen Trumpf hält Brandt noch in der Hand. Er spielt seine Kontakte zur Unterwelt aus. Räuber sabotieren in Brands Auftrag die gegnerische Lehmgrube und legen die Produktion lahm. Das Opfer nickt anerkennend. Kein feiner, aber ein guter, regelkonformer Zug.
Lehrstück in Ökonomie
Beim Gesellschaftsspiel „Die Siedler von Catan“ kämpfen erfahrene Spieler mit harten Bandagen. Catan ist eines der erfolgreichsten Spiele der vergangenen Jahre – und ein Lehrstück in Ökonomie. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg erscheint diese Woche die vierte große Catan-Erweiterung. Sie heißt „Entdecker und Piraten“ und macht das Spiel noch komplexer. Längst gibt es digitale Versionen für Laptops wie für Tablets oder Mobiltelefone. Auch andere Verlage präsentieren in Nürnberg Spiele, mit denen Manager strategisches Denken trainieren oder ihr Verhandlungsgeschick schulen. „Im Spiel erfährt man viel über das Verhalten seiner Mitmenschen. Das hat auch im realen Leben Vorteile“, sagt Klaus Teuber, der Erfinder von Catan.
Die Brettspiel-Neuheiten von der Spielwarenmesse
Entdecker und Piraten
Mit der vierten großen Erweiterung zu „Die Siedler von Catan“ stechen die Spieler in See. Sie erforschen unbekannte Inseln, erschließen Fischgründe und importieren Gewürze nach Catan. Doch aufgepasst: Auch Piraten treiben auf den Meeren ihr Unwesen. Nur wenn die Seewege sicher sind, gelangt die wertvolle Fracht ans Ziel.
Spieler: 2 bis 4 Seeräuber
Preis: etwa 32 Euro
Autor: Klaus Teuber
Verlag: Kosmos
McMulti
Die Spieler bauen Raffinerien, veredeln Öl zu Benzin und verkaufen es im In- und Ausland. Es gilt, Angebot und Nachfrage richtig einzuschätzen. Die Wirtschaft schwankt im Spiel zwischen Rezession, Erholung und Expansion. Wer als Erster 750 Millionen Dollar verdient, gewinnt.
Spieler: 2 bis 4 Ölmagnaten
Autor: James St. Laurent
Verlag: Pegasus Spiele
Preis: etwa 39 Euro.
Die vergessene Stadt
Das perfekte Spiel fürs Teambuildung. Wenn die Teilnehmer sich richtig anstellen, gewinnen alle gemeinsam. Dazu müssen sie ihr Vorgehen ständig koordinieren. Nur so entkommen sie einem Sandsturm und können aus der Wüste fliehen. Sollte nur einer verdursten, verliert die ganze Gruppe.
Spieler: 2 bis 5 Teamplayer
Autor: Matt Leacock
Verlag: Schmidt Spiele
Preis: 27 Euro.
Heimlich & Co.
Wer Konkurrenten über seine Pläne im Unklaren lassen möchte, trainiert Täuschen und Tricksen bei der Neuauflage des „Spiels des Jahres 1986“. Die Spieler bewegen beliebige Figuren durch eine Stadt und sammeln dabei Siegpunkte für diese ein. Wem welche Figur gehört, ist geheim. Das Mysterium wird erst am Ende des Spiels gelüftet.
Spieler: 2 bis 7 Geheimniskrämer
Autor: Wolfgang Kramer
Verlag: Amigo
Preis: etwa 20 Euro
Voodoo Mania
Wer innerhalb ganz kurzer Zeit wichtige Entscheidungen treffen muss, ist hier richtig. Das Spiel schult das Konzentrationsvermögen. Gleichzeitig suchen alle Spieler Karten, auf denen die richtigen Symbole in den richtigen Farben abgebildet sind. Gar nicht so einfach bei je fünf Symbolen und Farben.
Spieler: 2 bis 6 Schnelldenker
Autor: Martin Nedergaard Andersen
Verlag: Huch! & friends
Preis: etwa acht Euro.
In seinem Spiel sammeln die Teilnehmer Lehm, Erz, Holz, Wolle und Getreide. Mit den Rohstoffen bauen sie Siedlungen oder investieren in den technischen Fortschritt. Das Grundspiel erfand der gelernte Zahntechniker 1995. Es ist Teubers Meisterwerk und hat sich weltweit über 18 Millionen Mal verkauft. Catan ist sozusagen das „Monopoly“ der Neuzeit. Unter deutschen Managern hat es dem Klassiker bereits den Rang abgelaufen. Auf der Online-Plattform Xing verraten 228 Personen, dass sie „Die Siedler von Catan“ mögen. Darunter Geschäftsführer, Unternehmensberater und Projektmanager. „Monopoly“ kommt nur auf 72 Anhänger. Auch bei amerikanischen Managern ist Catan beliebt. Besonders viele Fans hat es im Silicon Valley. Der Facebook-Chef Mark Zuckerberg spielt es, schreibt die „Washington Post“. Und der Mitbegründer von LinkedIn, Reid Hoffman, schwärmt im „Wall Street Journal“: „Die unterschiedlichen Würfelergebnisse zwingen die Spieler ständig dazu, ihre Strategie an die veränderten Gegebenheiten anzupassen. Das ist, als ob man ein Startup leitet.“
Zeit zu Expandieren
Brand ist glücklich. Auf diesen Moment hat er gewartet. Endlich ist die Summe der zwei weißen Würfel eine Sechs. Endlich produziert seine Siedlung Lehm. Das zeigt ein Chip auf der Lehmgrube an. Darauf prangt ebenfalls eine Sechs. Immer wenn Würfelergebnis und die Zahl auf dem Chip übereinstimmen, darf Brand Rohstoffe in die Hand nehmen. Sein Lager ist gefüllt. Zeit zu expandieren. Der Banker errichtet eine weitere Siedlung. Die Erzproduktion kann beginnen. Eine kluge Entscheidung: „Der größte Anfängerfehler ist es, zu Beginn den Bau von Siedlungen zu vernachlässigen und nur in die Siegpunktekarte ,Längste Handelsstraße‘ zu investieren“, sagt Teuber. „Das ist, als würde ein Unternehmen Investitionen tätigen, die kurzfristig das Renommee heben, aber keinen nachhaltigen Ertrag erwirtschaften.“
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