Büros der Zukunft: Wie die neue Elite am liebsten arbeitet

Büros der Zukunft: Wie die neue Elite am liebsten arbeitet

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Büro von Heiko Hubertz

Zentrale Lage, flexible Arbeitszeiten, viel Platz für Teamwork und zum Abschalten: Die Generation der 18-25-Jährigen stellt hohe Ansprüche an ihren Arbeitsplatz. Warum Arbeitgeber darauf Rücksicht nehmen sollten.

Viel und lange arbeiten – für die so genannte Generation Y, also die 18-25-Jährigen, sind enge Identifikation mit Job und Arbeitgeber und starkes Engagement am Arbeitsplatz keine Fremdwörter. Sie verstehen ihren Job nicht als schnöde Pflicht, sondern als Erfüllung. Diese Menschen gehen sehr gern zur Arbeit, identifizieren sich mit dem Arbeitsplatz – wenn sie sich dort wohlfühlen. Und dazu gehören nicht nur interessante Projekte, sondern auch die geeigneten räumlichen und sozialen Rahmenbedingungen. Und an die stellen die Talente von heute hohe Ansprüche – zu diesem Ergebnis kommt die „Generation Y and the Workplace 2010“. Dafür ließ der US-Automobilzulieferer Johnson Controls mehr als 3000 Menschen dieser Altersgruppe in China, Indien, USA, Großbritannien und Deutschland. „Diese Menschen suchen volle Identifikation mit ihrer Arbeit“, sagt Marie Puybaraud, Director of Global WorkPlace Innovation bei Johnson Controls und Autorin der Studie, „Aber der pyhische Arbeitsplatz gilt ihnen als wesentliche Komponente bei der Wahl des Arbeitgebers – sie sind richtige Arbeitsplatz- Diven.“

Demnach erwarten die 18-25-Jährigen einen Arbeitsplatz, der einer eierlegenden Wollmilchsau möglichst nahe kommt: Er soll zentral liegen und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, das Arbeitsumfeld ökologische Kriterien berücksichtigen (47 Prozent der Befragten erwarten Solarpanels auf dem Dach des Unternehmensgebäudes und Wassersparmaßnahmen) und Sport- und andere Freizeitaktivitäten auf dem Firmengelände oder zumindest in der näheren Umgebung bieten – etwa Fitness-Studios (29 Prozent), Kinos, Bars, Cafés. In letzteren wird auch am liebsten gegessen (22 Prozent der Befragten), am liebsten innerhalb des Firmengeländes. Und statt sich ein Pappbrötchen aus einem Automaten zu ziehen – allenfalls für 13 Prozent der Befragten akzeptabel – bereiten sich viele in einer Küche selbst einen Mittagssnack zu (18 Prozent).

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Am wohlsten fühlen sich diese Mitarbeiter in einem modernen Ambiente mit viel natürlichem Licht, wenig Lärm und natürlichen Materialien. „Helligkeit und Lärm“, schreibt Studienteilnehmerin Moxie, „will ich 100 Prozent kontrollieren können.“ Wände und Bodenbeläge sollten in dezenten Farben gehalten sein, Kunst ist gern gesehen, sollte aber das Büro nicht dominieren. Und um zwischendurch die kreativen Akkus wieder aufladen zu können, sollen großzügige Entspannungszonen zur Verfügung stehen.

Teamarbeit ist selbstverständlich für die Generation Y – aber bitte nicht in altbackenen Konferenzräumen, sondern großzügigen Meeting Areas. Seine Arbeitszeit will der Nachwuchs bis 25 möglichst flexibel einteilen: Arbeiten bis tief in die Nacht ist kein Problem – wenn dafür zwischendurch auch mal Zeit ist, sein Kind in den Kindergarten zu bringen oder einen kurzfristigen Wohnungsbesichtigungstermin wahr zu nehmen, ohne dass man vom Chef schief angeschaut wird. Um auch unter diesen Umständen höchste Produktivität zu gewährleisten, halten sie es für selbstverständlich, dass technische Hilfsmittel auf dem neuesten Stand zur Verfügung stehen, die vor allem das Arbeiten unabhängig vom festen Arbeitsplatz im Büro möglich machen.

Zum Technik-Nerd, der nur noch auf sein Smartphone starrt statt mit seinem Gegenüber zu kommunizieren, mutiert die Generation Y dennoch nicht: Arbeit wird als sozialer Akt verstanden, der sich vor allem über den Austausch mit Kollegen und Mitmenschen definiert und sich selbstverständlich in den Tag integriert – die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt, starre Arbeitszeiten sind passé.

Doch auf eines will die Generation Y nicht verzichten: den eigenen Schreibtisch. Mehr als 80 Prozent wünschen sich einen Bereich, den sie sich mit niemand teilen müssen. Die ideale Größe der persönlichen Rückzugszone: Zwölf Quadratmeter.

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