CEO-Ranking: Deutschlands beste Manager

CEO-Ranking: Deutschlands beste Manager

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Bayer-Vorstandschef Werner Wenning (l) und sein Nachfolger, Marijn Dekkers

Eine neue Manager Klasse übernimmt die Macht im Dax. Sie sind internationaler, spezialisierter und bauen die Deutschland AG um. Wer dabei die beste Arbeit macht, zeigt das große Manager-Ranking von Kienbaum und der WirtschaftsWoche.

Es wird ein Generationswechsel der besonderen Art, wenn Werner Wenning in genau zwölf Monaten sein Büro in der Bayer-Zentrale räumt. Dann tritt nicht nur der letzte verbliebene Dax-Chef ab, der nie an einer Universität eingeschrieben war, sondern auch derjenige, der am längsten bei seinem Konzern gearbeitet hat: Wenning hat seine Karriere bei Bayer 1966 mit einer Lehre als Industriekaufmann begonnen. Macht satte 44 Jahre.

Gegen schlappe neun Monate: So viel Einarbeitungszeit bekommt Marijn E. Dekkers, der im Januar zu Bayer wechselt und Wenning im Oktober 2010 beerben soll. Bisher kennt der 52-Jährige den Konzern zwar nur von außen, aber dafür viele Unternehmen und Länder von innen.

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Und er ist – anders als Wenning – Chemiker: Dekkers begann seine Karriere als Forscher bei General Electric, leitete den Laborgerätehersteller Thermo Fisher Scientific und sitzt im Aufsichtsrat des US-Pharmakonzerns Biogen.

Vom Urgestein mit Stallgeruch zum Quereinsteiger mit Bühnenerfahrung, vom Generalisten mit Hauskarriere zum weltgewandten Spezialisten: Der Bruch bei Bayer könnte größer nicht sein.

Und doch kommt er nicht vollkommen überraschend. Er ist vielmehr das auffälligste Beispiel für eine Wachablösung in den Chefetagen der Dax-Konzerne – mit weitreichenden Folgen.

Die Techniker kommen an die Macht

Die neuen CEOs können deutlich mehr Erfahrung vorweisen als noch vor 20 Jahren – sowohl im Unternehmen selbst als auch im Ausland. Expertise aus anderen Branchen ist willkommen. Zudem sind Naturwissenschaftler und Ingenieure viel gefragter als Juristen, die fast einen Exotenstatus in den Vorständen genießen.

Die Techniker kommen an die Macht. Das belegt eine druckfrische Studie der Wissenschaftlerin Saskia Freye, die am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG) in Köln die Karrierewege der Top-Manager in den 50 größten deutschen Industrieunternehmen untersucht hat – von 1960 bis 2005.

Antrittsalter ist gesunken

Zwar liegt das Inthronisierungsalter für die Chefs der großen Konzerne seit jeher unverändert bei Anfang 50. Doch die neuen CEOs haben oft schon Unternehmen geleitet, bevor sie an die Spitze eines Großkonzerns getreten sind. Ihren ersten Chefposten haben die Manager in immer jüngeren Jahren übernommen: Das durchschnittliche Antrittsalter ist seit 1960 von 50,6 auf 45,5 Jahre gesunken. Eine „Beschleunigung der beruflichen Laufbahn“, attestiert Autorin Freye.

Und die CEOs sind heute international viel erfahrener: Hatte 1960 nur jeder vierte Konzernchef eine Karrierestation im Ausland absolviert, so waren es 2005 schon knapp zwei Drittel.

Für Aufsichtsräte ist die Auslandsaffinität der neuen Manager längst eine Conditio sine qua non: „Bei der Auswahl eines Spitzenmanagers setze ich fachliche Kompetenz und gelebte Internationalität als selbstverständlich voraus“, sagt etwa Roland Berger, Gründer der gleichnamigen Unternehmensberatung und Mitglied im Aufsichtsrat des Dax-Konzerns Fresenius.

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