Coaching: Aufbruch nach Insolvenz

Coaching: Aufbruch nach Insolvenz

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Coaching Frank Rebmann coacht Ulvi Aydin

Als neuer Geschäftsführer bei der Goebel Porzellanmanufaktur soll Ulvi Aydin das Unternehmen nach einer Insolvenz wieder flottmachen. Dazu muss er jedoch eingefahrene Strukturen aufbrechen. Ein Coach hilft ihm dabei.

Vor gut einem Jahr war es so weit. Ulvi Aydin erreicht einen wichtigen Meilenstein seiner Karriere: Er wird zum neuen Direktor für Sales & Marketing bei der Goebel Porzellanmanufaktur im oberfränkischen Rödental ernannt und soll das Traditionsunternehmen aus der Insolvenz führen. Eine enorme Aufgabe, die den 48-Jährigen vor ungewohnte Herausforderungen stellt.

Sein Glück: Aydin ist Leser der WirtschaftsWoche und erfährt so von einem Wettbewerb, den wir ebenfalls vor rund einem Jahr zusammen mit Dale Carnegie ausgeschrieben haben. Insgesamt 20 Leser bekamen die Chance, über den Zeitraum eines Jahres persönliche Einzelcoachings sowie drei Wochenendseminare mit einer Vielzahl von praktischen Übungen bei renommierten Trainingsunternehmen zu gewinnen. In den Seminaren lernen die Sieger, ihre Ideen und Produkte überzeugender zu präsentieren, Mitarbeiter in schwierigen Zeiten zu motivieren sowie ihre rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern.

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Aydin bewarb sich – und gewann. Seitdem hat er sich regelmäßig mit seinem Coach Frank Rebmann getroffen. Der studierte Psychologe ist als Training Director für die anderen Coaches verantwortlich und hat sich auf die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation spezialisiert. In dem folgenden, zeitlich gerafften, Protokoll der Einzelcoachings hilft Rebmann seinem Coachee, Wege zu entdecken, wie er verkrustete Strukturen aufbrechen und seine Abteilungen wieder zu einer Einheit formen kann. Ein weiterer Punkt: Aydins Umgang mit den Mitarbeitern.

Rebmann (links) und Aydin haben sich für ihr erstes Treffen an einen ruhigen Seminartisch zurückgezogen. Um die Hemmschwelle zu senken und eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, vereinbaren beide, sich zu duzen. Aydin ist noch sehr nervös und verstärkt seine Worte mit prägnanten Gesten...

Rebmann: Ulvi, du möchtest aus den verschiedenen Abteilungen eine marktorientierte Einheit schmieden...

Aydin: Genau! In der Vertriebsabteilung, im Marketing und im Produktmanagement herrscht noch viel zu starkes Abteilungsdenken. Ich will aber, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Rebmann: Wie gut kommunizieren diese Bereiche denn miteinander?

Aydin: Außerhalb der Dienstwege findet wenig Austausch statt. Jeder sitzt in seinem Büro und macht dort sein Ding.

Rebmann: Wäre eine räumliche Veränderung denkbar?

Aydin: Großraumbüros? Ja, das ginge.

Rebmann: Und inhaltlich?

Aydin: Du meinst, dass sie mehr miteinander reden sollen?

Rebmann: Um eine Einheit zu bilden, sollte man sich untereinander kennen und wissen, was der andere so tut.

Aydin: Ich könnte die Meetings vielleicht anders aufziehen als bisher. Außerdem könnte ich die einzelnen Bereiche mehr vernetzen...

Rebmann: Was ist mit dir? Wie klappt die Kommunikation zwischen dir und deinen Mitarbeitern?

Aydin: Ziemlich gut, würde ich sagen. Ich bin ja ein sehr offener Mensch.

Rebmann: Und ein Macher-Typ. Was auch zum Hindernis werden kann. Du solltest aufpassen, dass die anderen mitkommen – vor allem wenn es Turbulenzen gibt.

Aydin: Hm, ja, danke für den Hinweis. Ich werde verstärkt darauf achten.

Rebmann: Du hast jetzt einiges vor. Ich schlage vor, dass du damit beginnst, und wir sprechen uns nach den ersten Erfahrungen wieder.

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