Kommentare zu: Die Coaching-Phasen

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6 Kommentare
  • 19.11.2008, 13:08 UhrAnonymer Benutzer: Axel Janßen

    Dieser Artikel hat einen entscheidenden Fehler:
    3. Veränderung. "reflektiert seine Analyse, stellt Handlungsoptionen und Strategien vor. Das sind jedoch keine Anweisungen!"
    Ein Coach stellt niemals Handlungsoptionen oder Strategien vor. Auch die Einschränkung "keine Anweisungen" zeigen mir, dass der Verfassser "Hilfe zur Selbsthilfe" wohl eher darin sieht, dass der Coachee entscheiden darf, ob er einen Vorschlag annimmt.
    Mir ist nicht klar, wo hier der Unterschied zu einer strukturierten beratung liegt.
    Der Coach hat die Verantwortung, einen plausiblen (vom Veränderungsziel und der Analyse abgeleiteten) und strukturierten Reflexionsprozess anzubieten. Er hat keine Verantwortung für das Ergebnis. Nur für diesen Prozeß. Die Kunst liegt darin, basierend auf Modellen wissenschaftlicher Erkenntnis, Reflexionen anzubieten und Ressourcen zu identifizieren, so dass der Coachee selber Handlungsmöglichkeiten erkennt und Strategien ableiten kann.

    "Entscheidend ist dabei dessen Wille und Disziplin, die Ziele konsequent zu verfolgen, sonst bringt es nichts." Ein solcher Satz zeigt, dass der Coach wohl augenscheinlich auch keine Ahnung von Motivation, Verhalten, Werten u.v.m. haben muss. Es kommt ja nur auf Wille und Disziplin an. Für einen Coachee ist es jedoch wichtig, sein Verhalten selbst diagnostizieren zu können, sich selbst zu führen. in einem gute Coaching erkennt der Coachee, warum er etwas tut, tuen möchte oder auch nicht. ist das Ziel so attraktiv, dass er eine Zeit lang über den reinen Willen agieren kann, wird er es machen. besser ist es vielleicht, den Coachee in Kontakt zu bringen mit seinen Motiven, Werten und Ressourcen, ihm die Selbststeuerung zu ermöglichen. Dann verändert er aus einer "Lust" heraus.

  • 25.11.2008, 00:10 UhrAnonymer Benutzer: Jochen Mai

    Quatsch. Nur weil Sie vielleicht keine Handlungsoptionen vorstellen, heißt das nicht, dass ein Coach das NiE macht. Allein auf dem Deutschen Coaching-Kongress (den ich dieses Jahr besucht habe, und auf dem rund 400 Coaches anwesend waren), haben sich die Coachs immer wieder dafür ausgesprochen, ihrem Klienten mögliche Optionen aufzuzeigen - teilweise geben Sie sogar Rat, wenn das gewünscht wird.

    Natürlich ist es auch wichtig, dass der Coachee sich selbst besser erkennt. Aber das Eine schließt das andere nicht aus und man kann das Eine tun ohne das andere zu lassen. Dieser nahezu religiöse Fanatismus zur Frage was richtiges Coaching sei - der bleibt mir in diesen zahlreichen Diskussionen vielmehr unverständlich.

  • 25.11.2008, 01:33 UhrAnonymer Benutzer: Ilias Moschos

    Jetzt habe ich mir alle Artikel zum Thema Coaching durchgelesen und muss leider feststellen, dass hier auch nur Lobbyistentum vertreten wird. Wo bitte steht steht etwas über den wertschätzenden, respektvollen Umgang mit den Menschen? Habe ich da etwas überlesen? Vielmehr werden Tips und Ratschläge erteilt wie man den "richtigen" Coach findet. Wer bestimmt das, Sie?Recherchieren Sie doch bitte etwas seriöser, dann werden Sie auch dahinter kommen was Coaching wirklich bedeutet. Man braucht auch nicht die von ihnen erwähnten Studiengänge uum als seriöser Coach zugelten. Da braucht man schon Eigenschaften die in einem schlummern und geweckt werden wollen und müssen. Noch etwas am Rande. Man antwortet nicht mit "Quatsch" auf einen Kommentar. Das zeugt nicht von viel Respekt anderen Menschen gegenüber. Umso lustiger, dass Sie so ein Thema behandeln ;-) in diesem Sinne.

  • 26.11.2008, 11:08 UhrAnonymer Benutzer: alexander hendrix

    ich habe als coach für CEOs und unternehmer sehr grossen erfolg, indem ich kaum so vorgehe, wie hier vorgestellt. der mensch, die beziehung und die ergebnisorientierung stehen vollständig im mittelpunkt. ich ziehe lieber im dienst am klienten alle register, und es ist mir gleichgültig, ob man das coaching, strukturierte beratung, mentoring oder auch einmal anschnauzen nennt. ich tu alles, was zum gewünschten ergebnis beitragen kann. der grösste schatz eines coaches ist seine lebenserfahrung, seine menschenkenntnis, seine intuition und seine führungsqualität, sie machen 80% seiner wirkung aus. strukturen und methodenkompetenz kommen ergänzend hinzu. es gibt NiCHTS, das ein coach NiE macht. alles was den klienten stärkt, ist legitim.

  • 26.11.2008, 15:00 UhrAnonymer Benutzer: Jochen Mai

    @ilias Moschos: Sie scheinen uns allen gegenüber einen großen Wissensvorsprung zu haben, was Coaching wirklich ist. Vermutlich haben Sie das seriöser recherchiert. Es würde mich daher freuen, wenn Sie mich/uns an ihrem Herrschaftswissen teilhaben lassen.

    @alexander hendrix: ich finde ihre Argumentation bedenklich. "Alles, was den Klienten stärkt, ist legitim." Mit dem Argument dürfte ich mich auch in der Psychotherapie versuchen - solange es meinem Patienten nutzt, war es legitim. Und was ist, wenn Sie hinterher feststellen, dass es ihren Klienten leider nicht gestärkt hat? Oder schlimmer: Wenn Sie das gar nicht mehr mitbekommen und beim nächsten Coachee einfach so weitermachen, weil Sie der irrung erliegen, dass das eine gute Methode wäre?

    ich persönlich würde mich doch lieber in die Hände eines ausgebildeten Fachmanns begeben, der weiß, was und warum er etwas macht - erst recht wenn es um meine persönliche Entwicklung geht. Menschenkenntnis ist sicher wichtig. Aber sie reicht nicht. Doch genau diese Einstellung (im Grunde kann ja jeder mit Menschenkenntnis coachen) sorgt dafür, dass die Scharlatanerie in diesem Markt kein Ende findet.

    Lesen Sie mal die Kommentare in den anderen beiträgen. Da klagen Leser, dass Sie bisher nur an Quacksalber geraten sind.

  • 05.12.2008, 16:18 UhrAnonymer Benutzer: alexander hendrix

    wieso kommt mir ihre entgegnung so vor, als wenn sie mich in die nähe von quacksalbern und scharlaten rücken wollen, die nicht wissen, was sie machen ? war das ihre absicht oder haben sie keine kontrolle über die wirkung ihrer worte, haben sie eventuell nichts besseres zu tun, als ohne kenntnis und weiteres nachfragen tendenziöse kommentare zu den diskutanten hier abzugeben ?

    da sie nebenbei eine frage gestellt haben, die man beantworten kann : wenn ich feststelle, dass es den klienten nicht stärkt, ändere ich mein vorgehen sofort, das nenne ich flexibiltät. und ich halte nichts davon, sich an "gute" methoden zu klammern, ein guter coach holt sich ebenso viel feedback von seinen klienten, wie er gibt.

    letztlich nehme ich an, dass sie meinen beitrag gar nicht verstehen und dorthin einordnen, wo er hingehört. vielleicht habe ich bei ihnen die richtige methode angewandt, stärkt sie diese ganze sinnlose diskussion ? mein interesse haben sie nicht mehr, mir ist meine zeit zu wertvoll.

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