Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
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10 KommentareSehr geehrters Wiwo-Team !
Als Coach, der seit 1999 in diesem business tätig, und den Coaching-kenner No.: 1, Herrn Rauen erklärt hat, was coaching ist, kann ich über ihre Artikel nur müde lächeln. Wissen, Fakten, inhalte sind was anderes. Weiterentwicklung und Neues erst recht!
Mit freundlichen Grüßen
Jörg R S Henning
Coach ! www.jrsh.de
Sehr geehrter Herr Mai,
die Darstellungen sind angemessen, um die bislang verschleierte Problematik langsam an die Öffentlichkeit zu befördern. Die Qualität der Kritik wird erhöht, wenn konkrete beispiele für die Manipulationstechniken benannt werden, die am Coaching-Markt zum Einsatz kommen. bisher berichten die Medien meist nur sehr oberflächlich darüber.
"Tipps zur Wahl des richtigen Coachs" sind für mich ein massenhafter, aber ehrenwerter Versuch, (potenziellen) Klienten die notwendige Orientierung anzubieten. Von unterschiedlichen Coaching-Verbänden werden ähnliche Anstrengungen unternommen, die Ausschließlichkeitsansprüche vorgeben, aber de facto vom jeweiligen Verband, bzw. der dort vorherrschenden Einstellungen und Haltungen geprägt und somit zur Feststellung der tatsächlichen Qualität des Coaching-Angebots nutzlos sind.
Mit freundlichem Gruß
Johannes Heimes
@ Johannes Heimes: Danke für ihren Einwand - er bleibt jedoch nutzlos, wenn auch Sie uns die "konkreten beispiele für Manipulationstechniken" vorenthalten. Vielleicht möchten Sie dies ergänzen?!
@Jörg Henning: Schön, wenn ich einen derart erfahrenen Coach amüsieren könnte. Vielleicht erklären Sie auch den Lesern an dieser Stelle noch einmal was Coaching ist. Offenbar wissen Sie mehr als wir. Jedenfalls würde das dem Eindruck vorbeugen, Sie wollten hier nur sehr simple Werbung für ihre Webseite machen. Oder haben Sie das nötig?
Vielen Dank für den Artikel und die beigefügten interviews, etc..
ich freue mich über eine solche Art von Aufklärung, damit Kunden Scharlatane schneller und besser von seriösen Anbietern unterscheiden können. Das dient der Professionalisierung des Marktes und damit uns allen...
bitte weiter so!
Olaf Hinz
Senior Coach DbVC
Sehr geehrter Herr Mai,
danke für ihre Reaktion.
betrügerische Manipulationstechniken beeinträchtigen das Thema "Qualität im Coaching" am bundesdeutschen Coaching-Markt seit vielen Jahren. Die Techniken entstammen zu Teilen seriöser, psychologischer Forschung, sowie psychotherapeutischer Anwendung und sind über Jahrzehnte entwickelt worden. Am Coaching-Markt wird zu manipulativen Zwecken sehr oft versucht, sie zielgerichtet abgewandelt und flexibel auf unterschiedliche Kontexte zu übertragen. Durch den wissentlich-manipulativen Einsatz dieser Techniken können beispielsweise Abhängigkeitsverhältnisse vom Coachee zum Coach (Coachee wird vom Coachee abhängig gemacht) erzeugt werden, die zu schwerwiegenden Fehlsteuerungen in den vom Coachee angestrebten Entwicklungen führen. Fachlich zweifelhafte Coachingausbildungen, die keine oder nur unzureichend geleitete Selbsterfahrung beinhalten, tragen maßgeblich dazu bei, dass psychologische Entwicklungsprozesse, wie Übertragungen/ Gegenübertragung oder Projektionen für den prozessverantwortlichen Coach tatsächlich unbewusst und damit nicht steuerbar ablaufen. Die psychologischen Folgen sind messbar dramatisch.
Diese und weitere Prozesse wurden bisher nur andeutungsverweise veröffentlicht. Meines Erachtens eignet sich das Thema nicht, um in einem blog darüber zu diskutieren. Ein separater, differenzierter beitrag ist genau das, was die Medien bisher vermissen lassen.
Mit freundlichem Gruß
Johannes Heimes
bisher habe ich ausschliesslich Scharlatane, Quacksalber und begnadete Selbstdarsteller erleben dürfen. Unternehmensberater können sich hier nahtlos einreihen. Sie kommen mit leeren Köpfen und gehen mit vollen Taschen.
Sehr geehrter Herr Mai,
als großer Kritiker der eigenen Zunft, habe ich ihrem Artikel nur wenig hinzuzufügen. Eine Sache jedoch, die Sie dort nur beiläufig erwähnen, verdient, meiner Einschätzung nach, mehr Aufmerksamkeit, nämlich das Thema Online- bzw. E-Mail-Coaching. Viel zu schnell nämlich wird es selbst von renommierten, an Qualität im Coaching interessierten Coaches in die Ecke unseriöser Coaching-Angebote gedrängt, obgleich darin sehr große Potenziale liegen.
Ein konkretes beispiel dazu liefert der Artikel „Die Coaching-beziehung - mehr als eine Ratschlägerei?“, von Christopher Rauen, erschienen in der Werbebeilage zu „managerSeminare“, Heft 126, Sept. 2008, zu der Herr Prof. Dr. Harald Geißler als Experte des Online- bzw. E-Mail-Coachings bereits eine entsprechende Gegenstellungnahme mit dem Titel „Online-Coaching nicht pauschal abwerten“, erschienen in „VC-Newsletter / Ausgabe: Sept. 2008 / Herausgeber: Univ.- Prof. Dr. Harald Geißler“, veröffentlicht hat.
Sowohl auf dem Coaching-board von Christopher Rauen: http://www.coaching-board.de/viewtopic.php?t=361 , als auch in der XiNG-Gruppe „Online-Coaching“ https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=10728723 gibt es die Möglichkeit sich an entsprechenden Diskussionen zu diesem Thema zu beteiligen.
Mit freundliche Grüßen
Martin Marx
Sehr geehrter Herr Marx,
ich gebe zu, dass ich gegenüber E-Mail-Coaching Vorbehalte habe. Nach allem, was ich bisher über Coaching recherchiert habe, scheint mir der persönliche Kontakt zwischen Coach und Coachee (aber auch das, was an körpersprachlicher Kommunikation passiert) essenziell für die Güte des Coachings. Zumal bei E-Mail-Coaching NiE sichergestellt sein kann, dass am anderen Ende tatsächlich ein ausgebildeter Coach sitzt und nicht nur ein bügelnder Nebenjobber (um ein klassisches bild aus einer anderen branche zu bemühen).
Sehr geehrter Herr Mai,
erst einmal vielen Dank für ihre Stellungnahme zu meinem beitrag vom 22.11.08 in diesem blog.
Vorbehalte zu einer bestimmten Sache dürfen und sollen Sie selbstverständlich haben. Möglicherweise jedoch basieren ihre Vorbehalte gegenüber dem E-Mail-Coaching ja darauf, dass Sie seitens namhafter Präsenzcoaches darüber falsch informiert wurden? Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen jedenfalls, ist der persönliche Kontakt zwischen Coach und Coachee keine notwendige bedingung für die Güte eines Coachings. (Quellenangabe: siehe mein beitrag vom 22.11.2008, 16:21 Uhr, in diesem blog)
Dem Aspekt des „bügelnden Nebenjobbers“ halte ich hiermit eine Aussage des Top-Management-Coaches Uwe böning entgegen. Als Kenner der Szene vertritt er die Auffassung, dass i. d. R. kein Top-Manager einen Coach nach irgendwelchen Zertifikaten oder Referenzen befragt. Einzig und allein ist er daran interessiert, ob der Coach dazu in der Lage ist, sein Problem zu lösen! Hinter jenem „bügelnden Nebenjobber“ könnten sich also durchaus ungeahnte und bislang ungenutzte Talente verbergen! Ein Versuch, ein E-Mail- bzw. Online-Coaching auf Top-Managementebene probeweise einmal in Anspruch zu nehmen, wäre es also alle Male wert.
Selbstverständlich, Herr Mai, lade ich Sie hiermit recht herzlich in die von Frau Daniela Sauermann und mir im November 2007 gegründete XiNG-Gruppe „Online-Coaching“ https://www.xing.com/net/onlinecoaching/ ein, wo Sie weitere interessante informationen zu diesem Thema finden.
Mit besten Grüßen
Martin Marx
Habe vor kurzem von www.menteoo.de gehört. Dort kann man Mentoren resp. Coaches finden, die kostenlos ihr Lebens- und berufserfahrung weitergeben.
Da mögen auch Quacksalber ihr Unwesen treiben, aber immerhin muss man dort für geistiges Diarrhö nicht auch noch Geld bezahlen. Sollte Schule machen, denn als Mentor lernt man schließlich auch dazu und erntet Lob und Anerkennung.
Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
Kommentare zu: Ein Coach für alle Fälle
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