Continental-Studentenumfrage: Generation Y will keine Frauenquote

Continental-Studentenumfrage: Generation Y will keine Frauenquote

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Nur 33 Prozent der Studentinnen wünschen sich Quotenregelungen.

Auch junge Frauen lehnen Quoten in der Mehrheit ab. Wie die Continental-Studentenumfrage zeigt, wünscht sich die Generation Y vor allem eine gute Balance zwischen Familien- und Arbeitsleben. Auch das Sicherheitsbedürfnis ist groß.

Zwar glauben 65 Prozent der Studierenden in Deutschland, dass Männer bei den Karrierechancen im Vorteil sind, doch trotzdem befürworten nur 26 Prozent Frauenquoten für Führungspositionen. Das ist ein zentrales Ergebnis der 10. "Continental-Studentenumfrage". Selbst unter den Studentinnen wünschen sich nur 33 Prozent Quotenregelungen. Für die repräsentative Studie befragte das Institut für angewandte Sozialforschung Infas 1.011 Studierende.

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Auffällig ist ein Geschlechterunterschied bei der Bewertung der Zukunftsperspektiven: 77 Prozent der Studenten bewerten ihre Aussichten als gut, während das nur 67 Prozent der Studentinnen so sehen. Ein Indiz für die Gründe dieser Abweichung gibt die Antwort auf die Frage nach der Kinderbetreuung: Fast die Hälfte der Frauen rechnet damit, dass sie diese Aufgabe übernehmen werden, nur etwa ein Drittel der Männer widerspricht dieser Annahme.

"Die Ergebnisse bestätigen einmal mehr, dass junge Menschen keine Quote wollen. Vielmehr wünschen sie sich eine Arbeitswelt, in der Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen sind. Mittlerweile sind sogar mehr Männer (59 Prozent) als Frauen (55 Prozent) bereit, ihre beruflichen Ziele für die Familie zurückzustellen", erklärte Continental-Personalvorstand Elke Strathmann.

Grundsätzlich scheint die "Generation Y" der 20- bis 35-Jährigen großen Wert auf eine individuelle Lebensgestaltung zu legen, bei der es möglich ist, Beruf und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen. Dabei stufen sie die Bedeutung der Lebensbereiche "Beruf und Arbeit", "Familie und Partnerschaft" sowie "finanzielle Sicherheit und Vorsorge" auf nahezu gleichem Niveau ein. "Die Herausforderung der Zukunft wird darin bestehen, gut ausgebildeten jungen Menschen im beruflichen Umfeld Spielraum zu geben, damit sie individuell leben können und gleichzeitig Sicherheit für planbare Rahmenbedingungen bekommen", analysierte Strathmann. Sie plädiert dafür, dass Unternehmen Karrierewege ermöglichen, "die in die in verschiedene Richtungen führen, auf denen sie auch mal eine Pause machen können oder die Geschwindigkeit des Aufstiegs variieren können."

Studie Worauf die Generation Y Wert legt

Flexible Arbeitszeiten, flache Hierarchien - die viel zitierte Generation Y tickt anders. Eine neue Studie resümiert: Die Work-Life-Balance wird wichtiger - und Führungsverantwortung unwichtiger.

Für die viel zitierte Generation Y ist vor allem eine ausgeglichene Work-Life-Balance ein entscheidender Karrieremotivator. Quelle: dpa

Die Umfrage zeigt den steigenden Wunsch nach mehr Planbarkeit und Freiräumen für eine individuelle Lebensgestaltung: Während 2006 nur 17 Prozent der Studierenden den Wunsch nach planbaren Arbeitszeiten mit einer tariflich geregelten 40 Stunden Arbeitswoche äußerten und 2010 schon 30 Prozent, sind es jetzt 39 Prozent. Dies ist der bisher höchste Wert seit Beginn der Befragung vor 10 Jahren. Umgekehrt sind jetzt nur noch 21 Prozent bereit, frei vereinbart über 40 Stunden pro Woche zu arbeiten - 2006 waren es noch 48 Prozent, 2010 lediglich 31 Prozent. Für rund 70 Prozent ist zudem die eigene freie Arbeitseinteilung wichtig.

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