Dagmar Ruhwandl im Interview: "Kaufen Sie sich Pausen"

Dagmar Ruhwandl im Interview: "Kaufen Sie sich Pausen"

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Dagmar Ruhwandl

Die Psychotherapeutin Dagmar Ruhwandl über typische Denkfehler und falsche Verhaltensmuster von Eltern.

Dagmar Ruhwandl über...die Mütter-Olympiade:

„Vollzeitmütter gegen Karrierefrauen, Spielplatzsitzerinnen gegen Frühförderinnen – Frauen glauben, sich ständig für ihr Lebensmodell rechtfertigen zu müssen. Das ist reine Energieverschwendung, denn es gibt keinen Königsweg. Für berufstätige Mütter gilt: Suchen Sie sich ein Netzwerk von Frauen, die so leben und arbeiten wie Sie selbst. Lernen Sie voneinander, unterstützen Sie sich.“

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...selbstgemachten Druck:

„Eltern sollten akzeptieren, dass die Kompetenzen, die sie beruflich nach vorne gebracht haben – Problem erkennen, Problem analysieren, Problem lösen –, bei der Vereinbarkeit von Kind und Karriere oft nichts nützen. Egal, wie organisiert und diszipliniert sie sind: Ein krankes Kind fegt auch den Plan B vom Tisch. Sich ehrlich einzugestehen, dass auch geliebte Kinder manchmal eine große Last sein können und dass selbst toughe Mütter und Väter von den Ereignissen überrannt werden können, verschafft Luft zum Durchatmen.“

...falschen Ehrgeiz:

„Männer sind eher gewohnt, Arbeit zu delegieren und Fünfe gerade sein zu lassen. Viele Frauen glauben dagegen, sie müssten alles alleine schaffen, und das auch noch perfekt. Falsch! Überlegen Sie sich lieber, welche Arbeiten Sie gegen Geld delegieren können, zum Beispiel Putzen, Bügeln, Einkaufen, Reinigung oder zusätzliche Babysitter-Stunden. Und dann kaufen Sie sich als Faustregel doppelt so viele Stunden Hilfe ein, wie Sie errechnet haben! So schaffen Sie sich dringend nötigen Freiraum und können die Zeit für sich und Ihre Beziehung nutzen.“

...den Irrglauben, bald Pause zu machen:

„Demnächst mache ich mal Pause! Das ist ein guter Vorsatz, so aber kommt dieser Moment nie. Alle – Kinder und Chefs – werden immer irgendwelche Wünsche an Sie haben. Wer für sich und seine Beziehung nicht mit hoher Priorität Auszeiten einplant, geht – egal, wie energiegeladen er oder sie ist – in die Knie, noch bevor das erste Kind laufen kann.“

...tückische Aktivitätsschübe:

„Wenn Sie anfangen, privat und beruflich deutlich mehr als bisher zu erledigen, dürfen Sie das als Warnsignal betrachten: Der totalen Erschöpfung geht bei den meisten Menschen eine Phase der Hyperaktivität voraus, eine Art Mobilisieren der letzten Kräfte. Nur spüren Menschen so kurz vor dem Burn-out meist nicht, dass dies ihre letzten Reserven sind.“

...die gefährliche Sehnsucht nach Ruhe:

„Kind, Karriere, Beziehung, Haushalt – das kann einem schnell zu viel werden. Damit wächst die Sehnsucht nach Ruhe, mit der Folge, dass Sie Treffen mit Freunden verschieben, seltener zurückrufen, sich zurückziehen. Fatal! Denn damit wächst nicht nur die Isolation. Sie riskieren auch, dass irgendwann keiner mehr da ist, der Ihnen helfen könnte, wenn die Not steigt.“

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