Eigentlich schade, aber die Möhre funktioniert anscheinend immer noch recht gut: 25 prozent aller Arbeitnehmer lassen...
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4 Kommentare
Psychisch krank muss zunehmend jeder werden, der denken kann. Alleine schon, wenn man die anderen psychisch Kranken beobachtet, von denen es nicht wenige gibt – in Politik, Banken … Uni-Abgänger halt, zumindest meistens. Habe natürlich auch genügend überhebliche Arbeitnehmer kennen gelernt. Gut, dass ich keine einstellen muss.

Es ist schon schlimm, wenn in der Diagnose ein so erniedrigender Seitenvermerk wie „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ gemacht wird. So ein Blödsinn. Es fällt seit Jahren auf, daß die Medizin, Psychologie und Wirtschaft hier um den heißen Brei reden, gerade so als ob wir alle schwächelnde Menschen seien, die mit dem Leben nicht fertigwerden. Ganz konkret befinden wir uns doch in einer ständigen "Fight or Flight" (Kampf oder Flucht)Situation, nur mit dem Problem, daß "Flight", also Flucht, keine wirkliche Alternative ist. Will heißen, wenn wir es mit der Tierwelt vergleichen würden, befänden wir uns praktisch den ganzen Tag über in einer Situation, wo wir entweder (den Gegner) bekämpfen müssten(um nicht gefressen zu werden), oder fliehen müssten (ditto). Nur, daß dieser Zustand bekannterweise, wenn er zum Dauerzustand wird, zu unnatürlichem Streß und Krankheiten (seelisch UND körperlich) führen kann (wird). Verantwortlich dafür ist ganz klar die immer weiter getriebene Kommunikationstechnologie und die Geschwindigkeit, mit der wir arbeiten. Also: ständiger Zeitdruck. Unsere Gehirne müssen ständig mehr Daten verarbeiten und teilweise unter hohem Zeitdruck gravierende Entscheidungen treffen, viele davon mit potentiell schlimmen Folgen, die dann natürlich widerum vom entsprechenden Mitarbeiter zu verantworten sind. Das geht zwar kurzfristig gut, führt dauerhaft jedoch klar zum Burnout (der sicherlich von den meisten Leuten verschwiegen wird, oder man hängelt sich mit ach und krach von Urlaub zu Urlaub). Die Tatsache, daß praktisch keinerlei Spielraum für Fehler mehr da ist, macht das Leben immer schwerer. Und wehe, es gibt mal Stromausfall oder der Server stürtzt ab. Das ist das Ende. Danke für's Lesen.

Die Firmen wollen mit immer weniger Mitarbeitern die gleiche Leistung halten bzw. die Leistung der Firma verbessern. Da ist es für mich klar, dass das auf die Gesundheit der Mitarbeiter geht.
In diesen Zeiten der hohen Arbeitslosigkeit hat jeder Angst, seinen Job und damit seine Lebensgrundlage zu verlieren. Also sagt man nichts, macht seinen Job und frisst alles in sich hinein. Dazu kommen noch Mobbing, der Leistungsdruck, im Monat seine Zielvorgaben zu schaffen, die natürlich von Seiten der Firma immer wieder nach oben geschraubt werden. Irgendwann kann man das nicht mehr leisten und ist ausgebrannt, sprich "burn-out".
Man kann sich in dem Fall professionelle Hilfe suchen und kommt da auch wieder raus. Allerdings nur, wenn sich die Umstände ändern. Sprich man sucht sich einen neuen Job, geht in Rente oder bleibt zu Hause. Leider haben diesen Mut die Wenigsten.
Geht man zu einem Therapeuten oder Psychologen bekommt man in der Regel irgendwelche Psychopharmaka, die sehr schnell abhängig machen. Leider gibt es heute ganz selten noch gute Gesprächstherapien und Psychologen, die sich die Zeit nehmen und den Menschen wirklich helfen und sie unterstützen.
Ich habe das in mehreren Fällen erlebt. Die Patienten kommen in ihrer Tiefphase zum Psychologen/Therapeuten und wollen Hilfe. Es wird ein wenig mit ihnen geredet, die meiste Zeit beim Erstgepräch, und dann kommen sie mit irgendwelchen Psychopharmaka nach Hause. In Abständen von 4-6 Wochen müssen sie sich dort wieder vorstellen und erhalten die nächsten Psychopharmaka. Das ist in meinen Augen keine Hilfe. Wer darunter leidet, sollte sich seinen Therapeuten sehr sehr gut ausuchen, damit ihm wirkliche Hilfe zuteil wird.

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Kommentare zu: Sensibilität für psychische Krankheiten steigt
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