Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
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11 KommentareEin Artikel der Mut macht - allerdings nur für Angestellte in bestehenden Arbeitsverhältnissen. Die Lage der 50+, die arbeitslos, aber hoch qualifiziert sind, hat sich bisher leider nicht geändert.
Selbst dann nicht, wenn nachweislich Weiterbildungen besucht wurden und werden. Den Arbeitgebern fehlt der Mut. Studien haben gezeigt, dass 50+ nicht öfter krank sind als Jüngere. im Gegenteil. Die Zuverlässigkeit und die sogenannten soft skills sind wesentlich ausgeprägter. Ein Gewinn auch für jüngere Mitarbeiter, denn die Paarung aktuelles Wissen und Schwung mit Erfahrung und Gelassenheit ist - nach vielleicht anfänglichen Anlaufschwierigkeiten - der Schlüssel zum Erfolg. Der Wissensübergang ist für ein Unternehmen elementar.
Es ist möglich, dass die Unternehmen vielleicht nicht mehr in jedem Fall einen hochqualifizierten Mitarbeiter 45/50+ unbedingt entfernen wollen, aber sie werden auch nicht verstärkt diese Altersgruppe einstellen - wenigstens ist keine Verhaltensänderung in Sicht. Auf dem Arbeitsmarkt ist diese Altergruppe - ausser bei seltener und gesuchter Qualifikation - nahezu "unverkäuflich".
anonymus
Studien von Psychologen haben gezeigt, dass sogen. "ältere Mitarbeiter" höhere soziale Kompetenzen haben, vielleicht weniger schnell, dafür aber präziser arbeiten und allgemein verlässlicher sind. Entscheidend für eine Ablehnung eines ä.A. ist die Gehaltsfrage: Man will für Erfahrung und Können nicht mehr zahlen als ein Anfängergehalt. Viele Arbeitssuchende gehen aus Verzweiflung auf solche Angebote ein.
Fuer aeltere Arbeitnehmer in bestehenden Arbeitsverhaeltnissen mag sich einiges verbessern. Nach wie vor besteht aber auch hier der Trend sie nicht mehr in aktuelle Projekte einzubinden und sie auch sonst mehr oder weniger mitlaufen zu lassen. Der Trend zur beschaeftigung aelterer resultiert letztlich nur daraus, dass es keine staatlichen Unterstuetzungen mehr gibt und die Unternehmen die notwendigen Abschlagszahlungen nicht mehr schultern wollen, also rein finanziell. Eine generelle Trendumkehr oder gar eine Offenheit gegenueber aelteren Mitarbeitern kann ich nicht erkennen.
Der Grund fuer den hoeheren beschaeftigungsgrad aelterer wird ja beilaeufig im Artikel erwaehnt. Die staatliche Unterstuetzung fuer vorzeitiges Ausscheiden ist zurueckgefahren worden und die Unternehmen wollen die Kostendifferenz nicht alleine schultern. Nach wie vor laufen aeltere im betrieb halt so mit, werden gezielt aus aktuellen Projekten ausgeschlossen und daemmern dem Ruhestand entgegen, meist noch mit unattraktiven Aufgaben beschaeftigt, die sonst keiner erledigen will. Eine neue Offenheit dieser Altersgruppe gegenueber kann ich nicht erkennen.
Der wahre Grund liegt doch darin, dass die staatlichen Zuschuesse fuer das vorzeitige Ausscheiden aelterer weggefallen sind und die Unternehmen die entsprechenden Mittel nicht selber schultern wollen. Die Realitaet sieht doch so aus, dass aeltere Mitarbeiter im Unternehmen ein Schattendasein fuehren, vielfach von aktuellen Projekten ausgenommen und mit irgendwelchen unattraktiven Aufgaben beschaeftigt werden, bis sie demotiviert endlich dem entgegengedaemmerten Ruhestand erreicht haben. Darin wird sich in aller Regel - die die Ausnahmen bestaetigen - auch nichts aendern.
nah da hat die deutsche Wirtschaft ja nun doch noch etwas dazu gelernt! Diese Erkenntnis ist doch denen die lesen und schreiben können schon seit über 15 Jahren bekannt. wenn die Regierenden und industire immer so schnell denken lernt, dann werden wir noch viele Kriesen erleben. Augen auf und reden, (Oder bücher schreiben - nur dann qualifizierter als Hr. T.S.) auch wenn es unbequem ist
Nun, andererseits ist bekannt, dass jüngere Menschen systematisch benachteiligt werden, insbesondere durch Gewerkschaften (Sozialpläne) und sonstige Gesetze (Kündigungsschutz etc.)
Man darf nicht vergessen, dass alternde Gesellschaft auch eine Alterung der Wählerschaft bedeutet. Das wird Folgen haben, die gar nicht gut sind für junge Menschen.
Das genau ist das Problem in Deutschland. Es fehlt schon immer die Ausgewogenheit der politischen Entscheidungen. Wenn die bevölkerung altert, dann wird Politik gemacht - abgestimmt auf die Älteren - damit auch ja keine Wählerstimme verloren geht. im Zuge dessen werden Kinder und Familien vernachlässigt und manchmal ist das Extrem dann auf der anderen Seite. Politik hat heute nicht mehr viel mit Gerechtigkeit und ausgeglichenen Entscheidungen zu tun. Es ist ein permanenter Run auf die Wählerstimme. Wie heißt es so treffend: "Nach der Wahl, ist vor der Wahl". Vor einigen Jahrzehnten war das Zusammenleben und Arbeiten von Alt und Jung noch eine Art Symbiose. Man hat sich gebraucht, um leistungsfähig zu sein. Das ist m. E. heute immer noch so und erfordert eben von beiden Seiten ein Dazulernen. ich gehöre zu den jungen Alten mit 50 Jahren und würde mich freuen, wenn im Zuge des zunehmenden Fachkräftemangels die Regierung und die Arbeitgeber - aber vorallem auch die Arbeitnehmer - Mut zu schnelleren Anpassungen haben. Statt Arbeitslosengeld für Ältere lieber Zuschüsse zu berufserhaltenden Weiterbildungen und der Versuch alt und jung voneinander profitieren zu lassen.
Wer´s glaubt wird selig, wer´s nicht glaubt ist trotzdem arbeitslos.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr! in meiner Zeit als Projekleiter in England, Frankreich, etc. war es Vergnügen für mich, mit Mitarbeitern über 60 - 65 arbeiten zu dürfen. Deren Erfahrungsschatz hat den angeblichen Elan der Jungen voll ersetzt! Aber das ist in Deutschland seit Jahrzenten vergessen und verdrängt. Kein deutscher Arbeitgeber will das wahr haben!
Und in Deutschland gehört jeder über 40 zum alten Eisen und sollte besser sofort in Rente gehen! Das ist Tatsache bei den deutschen Arbeitgebern!
Solange Arbeitskräfte über 40 als wertlos gelten und Jugendliche nur mit Abi eine Lehrstelle als betonbauer bekommen, brauchen wir keine Quoten-Ausländer und schon kein begrüßungsgelder!
Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
Kommentare zu: Generation Silberfuchs
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