Kommentare zu: Abschied von der Privatsphäre

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11 Kommentare
  • 19.04.2009, 17:18 UhrAnonymer Benutzer: Moritz Berger

    Der Abschied von der privaten Sphäre ist doch schon lange erfolgt:
    Kreditscoring gibt es doch schon seit einigen Jahren ...

    Und was ist eigentlich mit dem Datamining der TK Unternehmen?

    "Dummerweise sind eben längst nicht alle Menschen unter ihrem Realnamen im Netz unterwegs und verhalten sich jederzeit verantwortlich."

    Man kann sich auch verantwortlich halten und keinen Realnamen nutzen.

    Der Wähler bei demokratischen Wahlen gibt doch auch nicht seinen " Realnamen " oder :-)

    Und: Woher wollen Sie wissen , dass nicht auch CEOs (auch wenn Sie aufgrund ihres Alters nicht zu den digital natives zählen ) unter einem Pseudonym nicht auch twittern ?

    Gab es da nicht einmal einen Harun-Al Raschid der mit seinem Wesir unerkannt durch die Strassen bagdads wanderte :-)

    im übrigen:

    Neben dem internet gibt es auch noch das Extranet und das intranet :-) und den übrigen "closed shops " wie z.b. die yahoogroups etc.

    Und:

    Wer letztlich so dumm ist alle seine privaten Daten im Netz auszubreiten, wie soll ich demjenigen eigentlich Vertrauen in meinem Unternehmen entgegen bringen.


    Und wenn ich mir die mobilemaniacs auf den Flughäfen und anderen öffentlichen Orten anschaue, die laufend Firmengeheimnisse ausplaudern, eigentlich Tatbestand einer Abmahnung oder einer fristlosen Kündigung, da brauchen wir uns doch nicht zu wundern, dass alles öffentlich wird.

    Überall whistleblowers :-) :-)

  • 20.04.2009, 20:53 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Manchmal muss man sich wirklich fragen: haben die Menschen wirklich sonst nichts zu tun?

    Andererseits: vielleicht ist dies ja genau der Punkt. Trotz Abschwung, bankenkrise und steigender Arbeitslosigkeit haben wir eine Überflussgesellschaft, in der man eigentlich - EiGENTLiCH - nicht mehr arbeiten muss. Das ist die Voraussetzung für die "for-free" Gesellschaft, in der man mehr Zeit im internet als in der Realität verbringt und dankbar alle "Freebies" entgegennimmt, auch wenn dies auf Kosten der persönlichen Freiheit geht. Doch diese hat in einem sozialen Superstaat ohnehin nicht mehr den ihren gebührenden Stellenwert...

  • 20.04.2009, 20:56 UhrAnonymer Benutzer: Hans Kolpak

    Sehr geehrter Herr Eck,

    seit April 1999 schreibe ich unter meinem bürgerlichen Namen im internet. Stets habe ich entschieden, was privat bleibt und was ich den Hunden zum Fraß vorwarf, damit ich auch ein paar Leichen im internetten Suchmaschinenkeller habe.

    Vor zehn Jahren verstand ich sofort, daß schlechtes benehmen unter Pseudonymen in der Anonymität schlechter Stil ist. Wenn ich aus der Rolle falle, dann stehe ich auch dazu - wie im wirklichen Leben halt.

    Jede Person des öffentlichen Lebens schenkt dem Publikum einen Teil ihres Lebens zur freien Verfügung. Das ist halt so. Und ich fand über http://twitter.com/wiwo hierher. So what?

    Hans Kolpak
    bloggt auf Senblog.de alles mit Links, was recht ist

  • 20.04.2009, 22:29 UhrAnonymer Benutzer: Fred Meya

    @Hans Kolpak

    Was ist eigentlich mit gutem benehmen bei Pseudonymen ?


    P.S.
    ihre Webseite ist nicht zentriert... oder ist mein screen zu klein?
    http://4dem.de/4dem-de_alt/index.php?page=1994562091&f=1

  • 20.04.2009, 22:36 UhrAnonymer Benutzer: Fred Meya

    Sorry Herr Kolpak,

    da ich leider richtig gegoogelt. Es gibt noch einen zweiten Hans Kolpak :-)

    P.S. So schnell kann es im www. passieren, dass man in die falsche Schublade gelegt wird :-)

  • 20.04.2009, 22:37 UhrAnonymer Benutzer: Fred Meya

    Verbesserung:

    Es muß heißen:

    Da habe ich n i c h t richtig gegoogelt

  • 20.04.2009, 23:41 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    ich meine gehört zu haben, dass das mit Pseudonym vs. echter Name eigentlich nicht so wichtig ist. Speziell in Deutschland ist niemand verpflichtet, seinen echten Namen zu nennen (außer bei juristisch relevanten Angelegenheiten). Sogar unterschreiben darf jeder mit "John Smith", und diese Unterschrift ist gültig (!), denn es gilt nicht die Unterschrift selbst, sondern die Tatsache, dass man unterschrieben hat.

    im übrigen haben die berühmtesten Menschen mit Pseudonymen gearbeitet - die meisten vermutlich. Nicht nur Schauspieler und Musiker - von Freddy Mercury bis bob Dylan - arbeiten unter Pseudonymen. Auch Diktatoren und ihre Gefolgschaft mögen Pseudonyme - Lenin, Stalin, Molotov, etc. - die Liste ist lang.

    Fazit aus meiner Sicht: Pseudonym oder echter Name, das hat mit "guten oder schlechten Stil" wenig zu tun.

  • 21.04.2009, 07:43 UhrAnonymer Benutzer: zwitscher

    kam über twitter hierher-so what?
    es ist doch sowieso klar,daß es darauf ankommt,WiE ich ein instrument benutze-das hat etwas mit Eigenverantwortung zu tun, aber auch, die kreativen und verbindenden Möglichkeiten zu entdecken und zu pflegen-

    ansonsten: was gerade in Richtung "Gläserner bürger"stattfindet, macht den obigen Artikel fast obsolet.Es ist ja fast schon ein Zeichen des Widerstands, wenn man mit seinem Klarnamen zeichnet!

  • 21.04.2009, 13:52 UhrAnonymer Benutzer: am_ck

    als recruiter einer softwarefirma kann ich nur bestätigen, wie wichtig es ist, mit seinen daten im internet sorgsam umzugehen. wir "googlen" JEDEN kandidaten - und gibt es unseriöse bilder, kommentare, homepages etc. ist der kandidat gleich auf der abschussliste.

    gerade informatikstudenten müssten es besser wissen!

  • 21.04.2009, 14:07 UhrAnonymer Benutzer: Sami

    Es ist tatsächlich so, dass das weltweite Datennetz immer mehr ein Global Village erzeugt. Früher konnte man in eine neue Stadt ziehen ohne dabei unbedingt sein "altes" Leben mitnehmen zu müssen. Heute kann man auf eine insel im Pazifik ziehen und trotzdem ist man nicht so ganz weg. Das internet ist eben überall. irgendwie eine gruselige Vorstellung, dass dies in Zukunft noch verstärkter so sein wird. Umso wichtiger wird es auf seinen eigenen Ruf im internet zu achten. Gerade in beruflicher Hinsicht wird dies immer wichtiger. Vor kurzem habe ich einen interessanten Dienst gefunden, der sich speziell um den Ruf von bewerbern im internet kümmert: http://www.prestigeprotector.com. in Zukunft werden wir, ob wir es wollen oder nicht, unsern Ruf im Netz pflegen müssen.

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