Gehaltsstudie: Welche Manager am meisten verdienen

Gehaltsstudie: Welche Manager am meisten verdienen

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Frauen sind laut einer Studie mit weniger Gehalt zufrieden

von Jochen Mai

Führungskräfte verdienen in diesem Jahr durchschnittlich 1,6 Prozent mehr Gehalt, so das Ergebnis einer Studie. Die Bezahlung variiert dabei von Branche zu Branche deutlich.

Die Gehälter der Führungskräfte sind mit 1,6 Prozent im vergangenen Jahr deutlich langsamer gestiegen als im Vorjahr. Damals lag das Gehaltsplus noch bei drei Prozent. Selbst Branchen, die von der Krise wenig betroffen waren, haben sich bei Gehaltserhöhungen zurückgehalten. So hoben etwa die Energieversorger die Gehälter ihrer Manager im Schnitt um 2,8 Prozent an, während der Zuwachs im Vorjahr noch bei 3,9 Prozent lag. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine aktuelle Studie des Verbands Die Führungskräfte (DFK), der dazu Fragebögen von 5600 Fach- und Führungskräften ausgewertet hat.

Auch in anderen Bereichen haben die Unternehmen den Rotstift angesetzt. Zwar erhalten noch immer rund 77 Prozent der Führungskräfte der ersten Ebene einen Dienstwagen, den sie auch privat nutzen dürfen. Doch schon auf der zweiten Ebene sind es nur noch 66 Prozent der Führungskräfte, die diesen geldwerten Vorteil genießen können. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 73 Prozent. Auf der dritten Ebene sind es gar nur noch 59 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent).

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Gespart wird auch an anderen Stellen. So gab rund ein Viertel der Manager an, ihr Bonus sei 2009 weit geringer ausgefallen als im Vorjahr – zum Teil um bis zu 27.000 Euro im Schnitt pro Führungskraft, wie etwa in der Finanzwirtschaft. Auch der IT-Sektor kam nicht ungeschoren davon: Hier lagen die Einbußen bei bis zu 22.000 Euro. Entsprechend skeptisch sind die Manager mit Blick auf das Jahr 2010. Nur 19 Prozent erwarten in diesem Jahr noch eine Erhöhung ihrer Boni. Nahezu die Hälfte rechnet eher mit weiteren Einbußen. Besonders skeptisch sind die Führungskräfte in der Automobilindustrie, von denen 67 Prozent noch einmal deutlich niedrigere Prämien erwarten.

Mineralölwirtschaft zahlt am meisten

Gemessen an den durchschnittlichen Einkommensaussichten ist dies jedoch Jammern auf hohem Niveau. Noch immer werden in einigen Branchen Spitzengehälter gezahlt, von denen Manager aus anderen Industriezweigen nur träumen können. Insbesondere Führungskräfte in der Mineralölwirtschaft werden nach wie vor am höchsten bezahlt, gefolgt von den Managern der Automobilindustrie und dem Bankenwesen. Im Schnitt erhalten Führungskräfte der Mineralölwirtschaft auf erster Führungsebene Gesamtjahresbezüge in Höhe von 221.000 Euro. Ihre Kollegen in der Automobilindustrie erhalten durchschnittlich 199.000 Euro, Bankmanager kommen derweil auf 178.000 Euro Jahresgehalt.

Allerdings sind das – wie gesagt – Durchschnittswerte. So weist der DFK in seiner Studie ebenfalls darauf hin, dass die Gehälter in einigen Branchen eine starke Spreizung aufweisen und das Durchschnittsgehalt daher nur eine grobe Richtung vorgeben kann. Beispiel Banken: Während einige Manager der ersten Ebene dort gerade einmal 99.000 Euro verdienen, kommen andere auf bis zu 250.000 Euro. Etwas enger liegen dagegen die Gehälter in der Mineralölwirtschaft beieinander. Hier reicht die Bandbreite von 131.000 bis 238.000 Euro.

Auf der zweiten Führungsebene belegen wiederum die Führungskräfte der Automobilindustrie gemeinsam mit den Bankern den Spitzenplatz. In beiden Branchen werden im Mittelwert Gesamtjahresbezüge von 157.000 Euro bezahlt. Auf Platz 3 aufgerückt sind derweil die Manager der Energie- und Umwelttechnik mit 153.000 Euro durchschnittlichem Jahressalär.

Auf der dritten Führungsebene belegt indes der Bankenbereich mit einem Durchschnittsgehalt von 140.000 Euro den Spitzeplatz, gefolgt von der Mineralölwirtschaft mit 137.000 Euro und der Metall- und Elektroindustrie mit 127.000 Euro. Traditionell stellt die kommunale Versorgungswirtschaft, wie etwa die Stadtwerke, das Schlusslicht beim Vergleich der Gesamtjahresbezüge. Dies gilt sowohl für die erste wie zweite und dritte Führungsebene. Etwas besser bezahlt wird noch im Handel, in der Holz- und Papierindustrie sowie der Textilwirtschaft.

Auch bei der reinen Betrachtung der Fixgehälter verändern sich die Rangplätze kaum. So kommen ebenfalls wieder die Manager der Mineralölwirtschaft mit einem durchschnittlichen Fixum von 137.000 Euro auf Platz 1, gefolgt von den Bankern mit 124.000 Euro und der Automobil- und Energiemanagern mit jeweils 122.000 Euro. Auf der zweiten Führungsebene liegt die Automobilindustrie mit durchschnittlich 116.000 Euro Fixum an erster Stelle. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Mineralölwirtschaft und die Banken mit 113.000 Euro beziehungsweise 112.000 Euro.

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