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Geschlechter: Alles wie früher: Frauen wollen reiche Männer

von Manfred Engeser

Eine Studie zeigt: Frauen reden zwar gern übers Geld – verdienen soll es aber der Partner.

Die wichtigsten Business-Frauen 2012

Rang 10: Simone Bagel-Trah

Mit 40 Prozent Zuspruch der Juroren landet die Ur-Urenkelin des Markenpioniers Fritz Henkel unter den Top Ten. Simone Bagel-Trah ist Aufsichtsratsvorsitzende des Düsseldorfer Henkel-Konzerns. Damit steht die promovierte Mikrobiologin an der Spitze eines der 500 umsatzstärksten Konzerne der Welt und gehört in Deutschland zu den wirtschaftlich wichtigsten Frauen für 2012.

Bild: dpa

Vati bringt das Geld nach Hause, Mutti geht einkaufen: Was wie ein verstaubtes Klischee aus den muffigen Fünfzigerjahren klingt, hat auch im Jahr 2012 offenbar noch einen wahren Kern, allen Debatten um Emanzipation und Forderungen nach Frauenquoten zum Trotz. Zwei von drei Frauen jedenfalls wünschen sich einen Mann, der deutlich mehr verdient als sie selbst. Das zeigt eine Umfrage der Commerzbank-Onlinetochter comdirect, die 1100 Frauen zu ihrem Verhältnis zu Geld befragt hat. Gerade mal 36 Prozent der befragten Frauen fänden es demnach in Ordnung, wenn ihr Partner weniger Geld nach Hause brächte als sie selbst. Diese Toleranz für schlechter verdienende Männer bringen vor allem jüngere Frauen bis 29 Jahren und mit höherer Bildung auf. Je älter die befragten Frauen, desto größer der Wunsch nach dem finanziell abgesicherten Versorger.

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Zum einen, weil nur jede zweite Frau glaubt, dass finanziell unabhängige Geschlechtsgenossinnen auf Männer attraktiv wirken. Aber offenbar auch, weil die Frauen sonst um das Selbstbewusstsein ihrer männlichen Partner fürchten: 60 Prozent der befragten Frauen gehen nämlich davon aus, dass Frauen mit Geld Männer einschüchtern. Ein Eindruck, der sich bei den jüngeren, beruflich erfolgreichen Frauen aber allmählich zu wandeln beginnt: 60 Prozent der Unter-30-Jährigen mit einem monatlichen Nettoeinkommen über 3000 Euro unterstellen Frauen mit Geld eine attraktive Ausstrahlung.

1. Lieber Spaß als Macht

Fragt man eine Frau: Was ist Ihnen an ihrem Job wichtig? Lautet die Antwort nicht, mein Firmenwagen, das üppige Gehalt oder der leistungsabhängige Bonus. Nein! Frauen wollen hauptsächlich Spaß an der Arbeit. Eine Umfrage des Beratungsunternehmens Universum Communications unter angehenden Wirtschaftswissenschaftlern belegt dies. Während 60 Prozent der Frauen sich ein freundliches Arbeitsumfeld wünschen und über 50 Prozent Wert auf vielfältige Arbeitsaufgaben legen, sind nur 14 Prozent auf Prestige und eine rasche Beförderung aus.

Bild: gms

Gebildete Frauen sprechen gerne über Geld

Erfolg macht Frauen, vor allem Singles, auch schon mal neidisch: Gut ein Fünftel der Ledigen gab an, auf finanziellen Erfolg anderer Frauen eifersüchtig zu sein, weil sie sich für ebenso gut qualifiziert halten. Ein Zug, der sich mit zunehmendem Alter aber verliert: 90 Prozent der Frauen über 45 Jahren gönnen zumindest einer Freundin finanziellen Erfolg.

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Genauso hoch – und zwar unabhängig von Alter, Bildung, Verdienst – ist mittlerweile das Bedürfnis der Frauen, über Geld zu reden. Galten deutsche Frauen gerade in den Augen erfolgreicher Geschlechtsgenossinnen in anderen europäischen Ländern eher als verschämt, wenn das Gespräch auf Geld und beruflichen Erfolg kam, trifft das inzwischen offenbar nur noch auf eine Minderheit von zehn Prozent zu. Am liebsten tauschen sich Frauen mit ihrem Partner übers Finanzielle aus. Je gebildeter eine Frau ist, desto größer ist das Redebedürfnis: Mit höherem Abschluss wird auch der Kreis der Personen größer, mit denen sich Frau über Gehalt, Kontostand und Immobilienfinanzierung, austauscht. 

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.07.2012, 22:02 UhrSANMAn

    "Vati bringt das Geld nach Hause, Mutti geht einkaufen". Grundsätzlich hat sich ja auch nichts geändert, außer einem: Der (Vielleicht)-Vati ÜBERWEIST jetzt das Geld nach Hause und Alleinerzieherin Mutti geht einkaufen.
    Auch der Rest ist wenig überraschend. Es ist offensichtlich, dass Frauen da anders denken. Männer sind jederzeit bereit einer Frau finanziell zu helfen, weil eben auch der Wunsch besteht eine Frau an seiner Seite zu haben. Für Frauen ist einen Mann an ihrer Seite zu haben sekundär und sobald sie Mutter sind glaube ich nicht einmal mehr sekundär.
    Daher: Wieso sollte eine Frau bei einem Mann bleiben, der sich finanziell nicht rentiert? Wozu also Frauenquoten? Wieso also soll ein Mann eine Frau suchen, die gut verdient oder besser gesagt wieso soll ein Mann überhaupt noch suchen, wenn es ebenfalls (heute durch Emanzipation) offensichtlich ist, dass Frauen eigentlich nicht suchen?

  • 09.07.2012, 18:25 UhrNichtDumm

    Letztendlich ist es dämliche Zickenangeberei. Sie müssen ihren "Schwestern" beweisen, dass sie "wertvoll" sind. Es ist nichts anderes, als die Prostitution der profanen Bürgerinnen.

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